Gestern geheim, heute Kultur

Die Gruppe Festungen der MHSZ (Militärhistorische Stiftung des Kantons Zug) möchte eine im Kanton Zug einmalige Anlage aus der Zeit des 2. Weltkrieges, den Sanitätsunterstand (San U) am Hünggigütsch auf dem Zugerberg wieder einrichten.

Anfang der 1990er Jahre, nach der Auflösung des Reduits, hatte das Festungswachkorps die Anlage vollständig ausgeräumt. Nun wollen wir den San U wieder so ausrüsten, wie es einmal war.

Der Zugerberg war zur Zeit des 2. Weltkriegs und während des Kalten Krieges militärisch als wichtige Umgehungsachse qualifiziert und entsprechend befestigt worden. Mit verschiedenen anderen Anlagen, wie den beiden Panzergräben, den Panzerabwehrbunkern usw., bildet die Sperrstelle Zugerberg ein interessantes Ensemble, das im Sinne eines Freilichtmuseums dem Publikum gezeigt werden kann.

«Man darf davon ausgehen, dass die ehemals militärisch genutzten Anlagen in Zukunft vermehrt einem musealen Status bekommen und rege besucht werden.» 

Die Wiederinstandstellung des San U erhöht die Attraktivität des Ensembles und damit den Besuch erheblich. Und weil es im ganzen Kanton Zug keine derartige Anlage gibt, kann man den Bunker Hünggigütsch 5, wie der San U auch genannt wird, getrost als Unikum bewerten.

Die ehemals militärisch geheim gehaltenen Anlagen werden heute für das Publikum geöffnet und ihm Rahmen von Führungen gezeigt. Mit einer Broschüre zum Thema «Reduit» hat die MHSZ für den Geschichtsunterricht eine Dokumentation geschaffen, die es Lehrpersonen und Schülerschaft erlaubt, Geschichte vor Ort zu betreiben und die Anlagen, in denen unsere Väter und Grossväter Aktivdienst geleistet haben, zu besichtigen. Ein Besucher würdig hergerichteter San U erweitert das Spektrum um ein wichtiges Thema.

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Projektbeschrieb Gestern geheim, heute Kultur (PDF/332KB)

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