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Bereit für den Postplatz

Seit über 31 Jahren arbeitet Lukas Scherrer bei der Zuger Kantonalbank. Am Sitz Postplatz ist er für den Kundenempfang verantwortlich und freut sich auf die Neueröffnung vom 4. Juli 2016.

Lukas Scherrer

Von vielen Kollegen wird Lukas Scherrer liebevoll als «das Urgestein der Zuger Kantonalbank» bezeichnet. Das hat natürlich seine guten Gründe, denn nur wenige Mitarbeitende können wie der gebürtige Zuger auf über drei Jahrzehnte Zuger Bankgeschichte zurückblicken. Damals begann alles mit einer Lehre als kaufmännischer Angestellter, die Scherrer von 1985 bis 1988 absolvierte. Darauf folgten viele Jahre als Berater im Kredit- und Hypothekarbereich, die seine berufliche Laufbahn wesentlich prägten. «Es war eine ganz besondere Zeit und eine einmalige Chance, mit so vielen Menschen in der Region in Kontakt zu kommen. Mit unserer damaligen Smart-Flotte konnten wir auch damals schon unsere Kunden flexibel beraten und abends persönlich für sie da sein.»

2011 übernahm der Familienvater den Kundenempfang am Postplatz. «Dieser Wechsel war für mich ideal, um meinen Alltag planbarer gestalten zu können. Das kommt auch meinem Engagement in zahlreichen Zuger Organisationen zugute.» Nach 17 Jahren Beratertätigkeit wollte er auf eine Sache jedoch bewusst nicht verzichten: den regen Kundenkontakt – jeden Tag, und das an einem ganz besonderen Ort.

Bis zum Kauf des ehemaligen Marc-Rich-Gebäudes beim Bahnhof im August 1996 war der Sitz am Postplatz der Inbegriff für die Zuger Kantonalbank. «Wenn man früher von der Kantonalbank sprach, war immer der Postplatz gemeint. Es war unvorstellbar, dass wir woanders einen Sitz errichten würden.»

Auch für Lukas Scherrer hat der Postplatz eine wichtige Bedeutung. Gerne erinnert er sich an besondere Erlebnisse. «Eines Tages wurde beispielsweise ein Kunde von seinem Chef zu uns geschickt, um «Goldbärli» zu kaufen. Unsicher betonte er mehrfach, er wüsste gar nicht, ob es solche Tiere überhaupt gäbe. Auch wir grübelten eine Weile, bevor wir der Lösung auf die Spur kamen.» Mit den «Goldbärli» waren Goldbarren gemeint, und die Zuger Kantonalbank konnte einen weiteren Kundenwunsch erfüllen.

Insbesondere für ältere Kundinnen und Kunden verkörpert der Postplatz ein gewisses Stück Zuger Geschichte und Tradition. «Viele Menschen sind früher zu uns gekommen, um Bargeld zu beziehen und es anschliessend bei der Post schräg gegenüber wieder einzuzahlen. Die Bedürfnisse haben sich geändert, aber noch heute kommen viele persönlich zu uns, und wir kennen 90 Prozent unserer Kunden persönlich. Das ist für mich sehr wichtig.»

Der Alltag verändert sich

Lukas Scherrer

2010 beschloss die Zuger Kantonalbank, das Innenleben des 1955 bis 1958 errichteten Bankgebäudes umfassend zu erneuern. Direkt neben dem Gebäude wurde aufgrund der bevorstehenden Umbauarbeiten ein Provisorium errichtet. «Meine Kolleginnen, Kollegen und ich haben es liebevoll «Chalet» genannt.» Mit einem Lächeln im Gesicht erzählt Lukas Scherrer von der Entenmutter, die ihre Jungen auf dem Chalet-Dach ausbrütete, und von einer kleinen Maus, die über Wochen hinweg kurz auftauchte und gleich wieder spurlos verschwand. «Improvisieren war in unserer kleinen Bleibe oft angesagt. An kalten Wintertagen behalfen wir uns gerne mit Heizkissen. Im Hochsommer gönnten wir unseren Füssen gelegentlich ein erfrischendes Eisbad.»

An einen Schockmoment kann sich Lukas Scherrer ebenfalls noch sehr gut erinnern: Am 17. Juli 2014 stand das Dach des eingerüsteten Gebäudes am Postplatz plötzlich in Flammen. «Von meinem Haus aus sah ich dicke schwarze Rauchwolken aufsteigen. Am Brandort angekommen realisierte ich langsam, wie viel harte Arbeit und Herzblut innerhalb weniger Stunden zunichte gemacht wurden.»

Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden. Nachdem das ganze Gebäude monatelang getrocknet worden war, konnten die Bauarbeiten endlich wieder aufgenommen werden. «Selbstverständlich war uns klar, dass der Brand die Neueröffnung verzögern und das Provisorium länger als geplant unser Zuhause bleiben würde. Aber mit gewissen Umständen und Veränderungen muss man im Leben einfach umgehen können.»

Jetzt ist es geschafft. Die Zuger Kantonalbank kommt wieder zu ihren Wurzeln am Postplatz zurück. Die Vorfreude der Kundinnen und Kunden konnte man im Provisorium schon seit Wochen spüren. «Allerdings schwingt bei einigen auch etwas Wehmut mit, da sich in unserer Klein-Geschäftsstelle viele besondere Beziehungen entwickelt haben. Wir waren wie eine grosse Zuger Familie.»

«Improvisieren war in unserer kleinen Bleibe oft angesagt. An kalten Wintertagen behalfen wir uns gerne mit Heizkissen. Im Hochsommer gönnten wir unseren Füssen gelegentlich ein erfrischendes Eisbad.»

Bereit für die Zukunft

Die Nähe zu seiner Familie und zu seinem Zuhause ist etwas, was Lukas Scherrer auch in Zukunft geniessen wird. Wie in den vergangenen Jahren wird er täglich zu Fuss zur Arbeit gehen. «Der Nachhauseweg kann dabei allerdings zwischen 10 und 45 Minuten dauern. Es kommt immer darauf an, mit wem ich unterwegs ins Gespräch komme», scherzt der 46-Jährige. So kommt es ab und zu auch vor, dass sich die Arbeitswege von Lukas Scherrer und Pascal Niquille kreuzen. Im Gegensatz zu Scherrer bevorzugt der CEO der Zuger Kantonalbank allerdings sein E-Bike, um von A nach B zu gelangen.

Die Mitarbeitenden dürfen sich auf modernste Arbeitsplätze im Herzen der Stadt, einen schönen Pausenraum für den Austausch untereinander und sicherlich auch ab und zu auf ein feines Gipfeli aus der Backstube der Bäckerei Nussbaumer freuen. Die Kundinnen und Kunden erwartet eine moderne Infrastruktur, die in den alten Charme der Zuger Kantonalbank eingebettet ist. Die ehemalige Schalterhalle werden sie sofort wiedererkennen, denn sie ist fast unverändert wiederaufgebaut worden. Sogar die geschwungene Treppe ins Obergeschoss ist noch da. Nur die Schalter sind weg. Dafür warten schöne Beratungsnischen auf unsere Kundschaft. Und was natürlich nicht fehlen darf: Die vertrauten Gesichter aus dem Provisorium. Lukas Scherrer und sein Team werden mit viel Leidenschaft dafür sorgen, dass sich alle Besucherinnen und Besucher von Beginn an wieder wie zu Hause fühlen.

«Vieles wird neu sein. Beispielsweise können mit den verschiedenen Automaten die unterschiedlichsten Bankgeschäfte selbstständig abgewickelt werden.» Aber was ist, wenn Frau Meier dazu eine Frage hat? «Dann bin ich selbstverständlich gerne persönlich für sie da.»

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