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Wir begleiten Sie im Leben.
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Bereit für echte Kundennähe

Christian Sigrist, Bereichsleiter Zivilstands-, Erbschafts- und Bestattungsamt der Gemeinde Cham, zählt zu den Personen, die ihren Beruf lieben. «Dass ich diesen Beruf heute ausübe, war aber eher ein Zufall.» Als Kaufmann im Aussendienst war er für eine international operierende Firma tätig. Doch nach dem Konkurs der Schweizer Tochter wurde er unerwartet und per sofort freigestellt. «Dieser Moment war ein grosser Schock. Das Thema Sicherheit gewann für mich an Bedeutung, auch wenn das nicht sehr romantisch klingt», betont Sigrist. Bei der Stadt Zürich fand er eine Stelle und wurde zunächst zum Zivilstandsbeamten ausgebildet. 2008 folgte mit der eidgenössischen Berufsprüfung der Fachausweis zum Zivilstandsbeamten.

Christian Graf

Seit 2012 begleitet Sigrist Brautpaare dabei, den Bund der Ehe im Kanton Zug zu schliessen. Die Villette – eine 1866 erbaute Villa am Zugersee – als Traulokal sowie Trauungen an Samstagen und in Sommernächten machen Cham zu einem populären Hochzeitsstandort. «Trotz der zahlreichen Eheschliessungen ist jede Traurede bei mir individuell. Dabei möchte ich immer mit Herz und Humor so authentisch wie möglich sein, weder Gekünsteltes noch eine Predigt vortragen.»

Menschen in Zeiten der Veränderung begleiten

Christian Graf

Menschen zur Seite zu stehen, ist der Alltag eines Standesbeamten. «Bei sehr nervösen Brautpaaren bin ich teilweise psychologisch tätig und nehme durch gutes Zureden den Druck weg. Dies hört sich jetzt sehr souverän an, denn oft bin ich vor den Trauungen selbst nervös», schmunzelt der Thalwiler.

Doch Sigrist begleitet Menschen in guten wie in schlechten Zeiten. «Todesfälle gehören neben schönen Dingen wie Hochzeiten und Geburten genauso zu meinem Aufgabenbereich. Hier biete ich zwar keine psychologischen Beratungen an, kann aber in administrativen Angelegenheiten unterstützen. Menschen in Zeiten der Trauer zumindest diese Last abzunehmen, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit.»

«Was auch immer die Zukunft bringt: Alle Kunden sind gleich, und jeder einzelne kann stets 100 Prozent Einsatz von mir und meinem Team erwarten.»

Qualität statt Quantität

Egal, um welchen Bereich seiner Arbeit es sich handelt: Ein professioneller Kundenservice steht immer an erster Stelle. Die Anzahl Hochzeiten möchte der Standort Cham jedoch nicht weiter erhöhen. «Mit 250 bis 300 Trauungen jährlich haben wir unsere Kapazitätsgrenze allmählich erreicht, falls wir weiterhin auf individuelle Kundenwünsche flexibel eingehen möchten.»

Christian Sigrist bei der Vorbereitung einer Trauung

Auf die Frage, wie die Zukunft des Heiratens aussehen wird, verweist Christian Sigrist auf die Vergangenheit. «In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass der zivilen Hochzeit immer mehr auch eine emotionale und symbolische Bedeutung zukommt. Was in den 1960er-Jahren noch ein schlichter fünfminütiger Verwaltungsakt war, ist heute nicht selten eine emotionale Trauung mit Musik und Poesie. Dabei sind die Wünsche und Vorstellungen der Brautpaare sehr verschieden, und die Hochzeit wird oft zum Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes.»

Mut und Fortschritt gehören zum heutigen Zeitgeist. Die Einführung der eingetragenen Partnerschaft bei gleichgeschlechtlichen Paaren im Jahr 2007 war eine kleine Revolution, die Sigrist hautnah erlebte. Inzwischen ist sogar in Bundesbern die «Ehe für alle» ein Thema. «Was auch immer die Zukunft bringt: Alle Kunden sind gleich, und jeder einzelne kann stets 100 Prozent Einsatz von mir und meinem Team erwarten.»

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