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Bereit für die Energiewende

Karin Wyss ist Geschäftsführerin der Ägerital Energie Genossenschaft, die 2014 gegründet wurde und bereits 125 Haushalte mit Solarstrom «Made in Ägerital-Menzingen» versorgt.

Karin Wyss
Der 11. März 2011 versetzte die Welt in Angst und Schrecken. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima war ein weiterer Beweis, wie gefährlich Kernenergie sein kann. Länder wie Deutschland beschlossen daraufhin den Atomausstieg, und das Thema «Energiewende» gewann auch in der Schweiz an Bedeutung.

«Eigentlich war ich nie umweltpolitisch engagiert. Dieser Unfall in Japan hat mich jedoch schwer schockiert – auch, wie schnell das Thema wieder vergessen war. Zusammen mit meinem Mann beschloss ich deshalb, aktiv etwas zu tun – vor allem gegen das verhaltene Vorgehen in der Energiewende.» Entscheidend war für das Ehepaar Wyss dabei, dass der Gemeinschaftsgedanke in den Vordergrund rückt und eine grosse Mehrheit der Bevölkerung hinter der Idee und dem Vorhaben steht. Beide waren sich immer bewusst: «Alleine können wir keine Veränderung herbeiführen.»

«Veränderung ist Leben»

Karin Wyss

Gemeinsam kann man viel bewegen, auch in Sachen Stromerzeugung. «Bei der Vermarktung wollten wir bewusst nicht mit der Angst der Menschen spielen, sondern positiv kommunizieren und die Bevölkerung so von unseren Plänen überzeugen.»

Als Erstes wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Wenige Monate später entstand daraus die «Informationsgruppe Ägerital Energie», und der gelernten Treuhänderin wurde bewusst: «Unsere Vision, Sonnenenergie auf Dächern als Gemeinschaft zu produzieren, wird von der Bevölkerung unterstützt und mitgetragen. Dies war dann der entscheidende Faktor für die Gründung der heutigen Genossenschaft.»

«Saubere Energie und deren Gewinnung haben ihren Preis. Dennoch fanden sich schnell viele Genossenschafter – hauptsächlich aus dem Kanton Zug, die mit grosser Überzeugung in unsere Photovoltaikanlagen investierten. So auch die Zuger Kantonalbank. Wir waren sehr froh, dass uns die Bank und einzelne Mitarbeitende auf privater Basis als Genossenschafter von Anfang an unterstützt haben.» Wer selbst die Energiewende unterstützen möchte, muss jedoch nicht automatisch Kapitalgeber werden. Der lokal produzierte Sonnenstrom kann auch ohne Genossenschaftsschein direkt bezogen werden – sowohl als Wohneigentümer wie auch als Mieter. Der erneuerbare Strom «Made in Ägerital-Menzingen» wird durch die Genossenschaft direkt an die Endverbraucher verkauft.

«Gemeinsam kann man viel bewegen, auch in Sachen Stromerzeugung.»

Gemeinsam noch mehr bewegen

Karin Wyss und ihr Team haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Und die Ägerital Energie Genossenschaft möchte weiterhin gesund wachsen. Neben den 8 bestehenden Photovoltaikanlagen, die jeweils eine Gesamtfläche von mindestens 180 Quadratmetern aufweisen, sind weitere in Planung. Dabei möchte man sich geografisch nicht nur auf das Ägerital und Menzingen beschränken. «Ist es nicht einfach schön zu wissen, dass die Energie, die jemand für sein E-Bike oder seine Waschmaschine benötigt, auf den Dächern der Region produziert wurde?»

Die Pläne gehen noch weiter. So soll beispielsweise auch aus Holz Strom produziert und die daraus entstehende Abwärme genutzt werden. Modernste Technik soll es bald möglich machen. «Gemeinsam haben wir schon viel erreicht. Gemeinsam können wir in Zukunft noch viel mehr bewegen.»

«Nicht nur über den Klimawandel reden, sondern handeln. Kaufen Sie Sonnenstrom aus der Region.»

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