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Bereit für grossen Eishockeysport

Livio Stadler gilt mit seinen 18 Jahren als grosses Verteidigertalent des EVZ. Nach seinem ersten Jahr bei den Profis wird er kommende Saison in Schweden wichtige Auslandserfahrung sammeln, um seinen grossen Zielen ein Stück näherzukommen.

Livio Stadler

Mit vier Jahren startete Livio seine Eishockeylaufbahn. Sohn des langjährigen EVZ-Verteidigers Peter Stadler zu sein, war sicherlich mit ein Grund, weshalb er bereits als Kleinkind seine Liebe zum Eishockey entdeckte.

«Mein Vater ist mein grosses Vorbild, und jeden Tag arbeite ich daran, in seine Fussstapfen zu treten.» Natürlich geht er dabei aber auch eigene Wege. So besuchte er direkt nach der Primarschule während dreier Jahre als Auswahlspieler die Sportschule in Cham, wo sein wöchentliches Trainingspensum bereits 20 Stunden betrug. Zu diesem Zeitpunkt startete der EVZ mit der Hockey Academy ein Pilotprojekt, das, wie keine andere Sportausbildung in der Schweiz, Eishockey, Schule und Beruf miteinander verbindet. So kann Livio neben einer sportlichen Förderung eine anerkannte Basisausbildung im kaufmännischen Bereich erwerben. Die Doppelbelastung ist entsprechend hoch. Und: «Mit dem Sprung in das NLA-Kader hat der Druck natürlich noch weiter zugenommen», gibt der 18-Jährige ganz offen zu.

Von der Hockey Academy in die NLA

Livio Stadler

Mit viel Vorfreude blickte Livio im Sommer 2015 seiner ersten NLA-Saison entgegen. Schnell musste er sich jedoch an bestehende Hierarchien und Traditionen im Eishockeysport gewöhnen. Als Jüngster betritt man die Kabine immer als Erster und verlässt sie als Letzter, nachdem beim Training alle Pucks auf dem Eis eingesammelt wurden.

Neu war auch, ausschliesslich von erwachsenen Männern umgeben zu sein. Die zehn Jahre davor hatte er die Kabine und das Eis immer mit Teamkollegen im gleichen Alter geteilt. Doch an einen Altersbonus zu denken, wäre im Profisport falsch gedacht. «Niemand schenkt dir etwas. Wenn der neben dir besser ist, spielt er. Wenn du besser bist, dann spielst du.» Das erste Mal vor 7000 Zuschauern in der BOSSARD Arena zu spielen, sorgte natürlich für ein gewisses Mass an Nervosität. Livio ist jedoch Profi genug, um auf dem Eis die Zuschauer auszublenden und sich voll aufs Spiel zu konzentrieren.

Allgemein erfordert jeder Tag aufs Neue viel Konzentration und hält neue Herausforderungen bereit. Und wenn sich der Weg als steinig erweist, gibt es für die Nachwuchshoffnung des EVZ nur eine Lösung: noch härter trainieren und an den Schwächen arbeiten. Ein wichtiger Grund, warum er nach einer Niederlage am Morgen darauf oft als Erster im Stadion anzutreffen ist. Die Spielsituationen vom Vortag im Kopf durchgehen und in Ruhe für sich selbst trainieren: So macht sich Livio gerne für das nächste Spiel bereit.

«Ob ich für die Junioren, die erste Mannschaft oder die Schweizer Nati spiele: Ich bin immer noch der Gleiche und werde immer der Gleiche bleiben.»

«Für mich persönlich spielt sich sehr viel im Kopf ab. Und speziell nach Niederlagen geht es immer darum, den Kopf nicht zu verlieren.» Bei über hundert Spielen in der letzten Saison hilft dabei natürlich auch das eine oder andere Treffen mit Freunden, um neben dem Eishockey auf andere Gedanken zu kommen.

Auf die Frage, ob ihn die letzten Monate persönlich verändert hätten, antwortet er ganz gelassen. «Ob ich für die Junioren, die erste Mannschaft oder die Schweizer Nati spiele: Ich bin immer noch der Gleiche und werde immer der Gleiche bleiben.» Sicherlich hilft ihm hierbei auch seine Familie, die ihn auf seinem Weg zum Profi begleitet und zuhause beim Abschalten unterstützt.

Voller Power in die neue Saison

Livio Stadler

Um gegen seine Kontrahenten, die teilweise 1,85 m gross und 90 kg schwer sind, bestehen zu können, absolviert er aktuell ein intensives Trainingsprogramm. Bis Juli wird er täglich an seiner körperlichen Entwicklung arbeiten, um noch explosiver und kräftiger zu werden. Dennoch will Livio nicht mehr als zwei bis drei Kilo an Gewicht zunehmen. Auf dem Eis wendig und agil zu bleiben, ist für ihn als Defensivspieler essentiell.

Darüber hinaus wird ihm eine neue Herausforderung in den kommenden Monaten viel Energie abverlangen. Denn für die nächste Saison wird Livio Stadler an den schwedischen Club Luleå HF ausgeliehen. Dort soll er in der U20-Mannschaft zum Einsatz kommen und wichtige Auslandserfahrung sammeln. Weiterhin bleibt er Teil der EVZ-Organisation und wird in ein oder zwei Jahren wieder nach Zug zurückkehren. Schliesslich hat er grosse Ziele vor Augen: In der NLA auf dem Eis zu stehen und in Zukunft vielleicht sogar den Sprung in die NHL zu schaffen.

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