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Bereit für hochwertige Skimode

Marc Haensli ist einer der jüngsten Schweizer Hersteller von Skibekleidung. Mit seiner Marke Capranea entwickelt er Skimode für Männer und Frauen, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen.

Marc Haensli

Der gebürtige Bündner wollte selbst schon immer seinen eigenen Weg gehen. Das grosse Ziel: die Verwirklichung seiner Vision von einer einzigartigen und unverwechselbaren Marke. Den ersten Schritt machte er 2008 mit der Gründung seines Unternehmens in Baar. Sich den Trends der Branche anzupassen, kam für den damals 30-Jährigen nicht in Frage. Sein Bestreben war es, «Urban Lifestyle» mit technisch funktionellen Materialien zu vereinen und damit Produkte anzubieten, die bislang nicht existierten.

Mit der Liebe zum Sport, insbesondere dem Wintersport, ist der Jungunternehmer aufgewachsen. Sein Vater, Walter Haensli, verhalf der Schweizer Damen-Skinationalmannschaft 1948 zu Olympia-Gold. Zudem legte er gemeinsam mit dem Amerikaner Howard Head und der Marke «Head» den Grundstein des modernen Skisports.

«Als wir vor acht Jahren starteten, wurde der Markt im Bereich der High-End-Skibekleidung von zwei Marken dominiert. Viele Produzenten nahmen sich diese zum Vorbild.» Atmungsaktivität und wasserabweisende Materialien waren die omnipräsenten Top-Themen. Auch in punkto Design gingen alle den gleichen Weg. Das Resultat: Ein Skifahrer glich dem anderen. Seine Kollektionen wollte Marc Haensli deshalb aus Prinzip anders gestalten «Schliesslich geht es auch bei Autos um mehr als Pferdestärken und Drehmoment.»

Dinge anders machen - Veränderungen provozieren

Marc Haensli

«Mit Leidenschaft und Überzeugung agieren, um Spuren zu hinterlassen» – das ist die Motivation von Capranea. Dinge anders anzupacken bedeutet manchmal auch, sich den Trends zu widersetzen. Aus diesem Grund werden alle Produkte von Capranea in der Schweiz entwickelt und fast ausschliesslich in Portugal von Hand gefertigt. Dies ist bis heute eine Besonderheit bei der Herstellung von Skitextilien.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre sein Unternehmen eigentlich gezwungen, nach Alternativen zum primären Produktionsstandort zu suchen. «Viele unserer Mitbewerber orientieren sich bei der Produktion primär an den Kosten. Wir hingegen wollen Mode entwickeln, die sich über ihre Eigenschaften hinsichtlich Materialien, Qualität sowie Herkunft definiert. Das führt logischerweise zu einem höheren Preis, der eine intensive Kommunikation mit Händlern und Kunden erfordert. Denn vieles, was an Technik in unseren Produkten drinsteckt, spürt man erst, wenn man Capranea trägt und selbst den Unterschied fühlt.»

Haensli zeigt sich optimistisch und betont, dass sich Verhalten und Denkweise vieler Kunden in den letzten Jahren verändert haben. So wie Kunden wissen wollen, welche Traubensorte ihrem Wein den fruchtigen Geschmack verleiht, gewinnt auch die Herkunft von Textilien ähnlich an Bedeutung. «Nicht jeder ist automatisch bereit einen deutlichen Mehrpreis zu bezahlen. Wir merken jedoch sowohl seitens des Fachhandels als auch der Endkunden, dass das Interesse am Herstellungsprozess zunimmt.»

«Mit Leidenschaft und Überzeugung agieren, um Spuren zu hinterlassen»

Capranea geht sogar noch einen Schritt weiter. «Metaphorisch gesprochen ist uns nicht nur wichtig, welche Traube hinter dem Weinlabel steckt, sondern auch, welcher Winzer die Früchte pflegt. Zudem erstellen wir auch noch das Fass selber, in dem der Tropfen reift und den Abgang veredelt.» Auf Capranea bezogen heisst dies: Von der Zeichnung über die digitalen Schnittdaten bis hin zum fertigen Prototyp entwickelt Capranea seine Produkte in der Schweiz. «Wir pflegen zu unseren rund 20 Lieferanten eine enge Beziehung, was spezielle Entwicklungen und Modifizierungen der gut 40 Komponenten ermöglicht.»

Ein weiteres Thema, das für Capranea eine wichtige Rolle spielt, ist die Exklusivität. Darum werden alle Produkte nummeriert. Jeder Kunde weiss so genau, welche Anzahl von welchem Kollektionsstück produziert wurde. «Damit schaffen wir bewusst Transparenz und unterstreichen, dass wir keine Massenprodukte herstellen.» Zudem spricht Haensli auch von einer ökologischen Verantwortung. «Zum einen geht es darum, welche Materialien wir verwenden. Zum anderen ist es noch wichtiger, wie wir sie verwenden. Alle Ressourcen werden ausnahmslos mit dem notwendigen Respekt eingesetzt.»

Mit neuen Ideen eigene Wege gehen

Marc Haensli

Seit Tag eins setzt Haensli auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachhandel. Vermehrt will er sich mit seinem Angebot direkt auch an Endkunden richten: «Unsere innovativen Produkte sind jedoch erklärungsbedürftig und erfordern oft eine kompetente Beratung.» Darum wird der eigene Online-Shop unter Einbindung des Fachhandels umgesetzt, um wichtige Synergien zu nutzen.

Neben Online wird die Skimodemarke künftig Kundenherzen über einen weiteren Kanal erobern. Ein Meilenstein war die Eröffnung der eigenen Boutique in Baar, wo seit Herbst 2016 die Produkte und Philosophie der Marke Capranea erlebt werden können.

Um auch in Zukunft eigene Wege zu gehen, pflegt Haensli den Anspruch, auf ein Outsourcing von Dienstleistungen weitestgehend zu verzichten. Schliesslich möchte er auch in den kommenden Jahren neue Ideen in Eigenregie umsetzen, die Fäden in der Hand haben, Dinge anders machen – und Spuren hinterlassen.

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