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Bereit für Pasta made in Zug

Vor mehr als fünf Jahren hatte die Zugerin Monica Vanoli die Idee, eigene Pasta herzustellen. Heute ist sie stolze Inhaberin der einzigen Pastaproduktion im Kanton Zug.

Monica Vanoli

Mit ihrer Familie lebte die gelernte Köchin für einige Zeit in Bellinzona. Auf dem dortigen Wochenmarkt gehören frische Ravioli zur Tradition. Nach ihrer Heimkehr in die Zentralschweiz wollte sie dieses Stück Italianità bewahren. So verfolgte sie nach der Geburt ihrer drei Kinder die Vision, eine eigene Ravioli- und Pastaproduktion auf die Beine zu stellen. Der Weg in die Selbstständigkeit bot der kreativen Schweizerin eine gute Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden.

Die Menschen in ihrem Umfeld waren von ihrer Idee sehr angetan. «In einem ersten Schritt musste ich geeignete Räumlichkeiten finden, die bezahlbar waren», erzählt Monica Vanoli. Genau zum richtigen Zeitpunkt konnte sie Toni Niederberger vom Biohof Zug von ihren Ideen überzeugen. Ein grosser Umbau sowie der Einbau einer Gastroküche waren dort bereits in Planung. Zusätzlich eine kleine Pastaproduktion zu integrieren – das konnte sich der Biobauer sehr gut vorstellen. Allerdings unter einer Bedingung: Die Ravioli und die trockene Pasta von Pasta Monica mussten Knospe-Produkte und damit Bio-zertifiziert sein.

So produziert Pasta Monica nun seit vier Jahren in den Räumlichkeiten des Biohofs feinste Ravioli und Pasta. Für die Füllungen der Ravioli werden ausschliesslich frische Zutaten aus der Region verwendet. Ihre Produkte werden in verschiedenen Käseläden, Biometzgereien oder Dorfmolkereien in den Kantonen Zug und Luzern verkauft. Darüber hinaus stehen sie in mehreren Restaurants auf der Speisekarte.

«Veränderung bedeutet neue Herausforderungen»

Monica Vanoli

In ihrer Rolle als einzige Pasta-Herstellerin in Zug, steht sie seit ihrer mutigen Entscheidung immer wieder vor neuen Herausforderungen. Gerne experimentiert sie mit neuen Zutaten für ihre Ravioli. «Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass ich jede neue Kreation bei Bio Suisse in Basel lizenzieren muss.» Besonders stolz ist sie, dass ihre «Ravioli al Limone» zum Klassiker geworden sind.

Nachdem Monica Vanoli sich anfänglich vor allem auf frische Ravioli spezialisiert hatte, wollte sie ihr Angebot um neue Spezialitäten erweitern. Schon länger hatte sie die Idee, getrocknete Teigwaren herzustellen. Dafür benötigte sie einen Trocknungsschrank, der direkt aus Italien geliefert wurde.

«Die Produktion getrockneter Pasta ist eine Wissenschaft für sich. Wenn ich mal wieder die Zeit habe, fahre ich nach Genua und lasse mir die besonderen Geheimnisse von den dortigen Meistern beibringen», sagt die sympathische Oberwilerin. Luft, Mehl und Wasser – alles will seine richtige Temperatur haben. Welches genau das ideale Programm ist, tüftelt sie gemeinsam mit dem italienischen Ingenieur des Geräteherstellers direkt am Telefon aus.

«Ich mache es wie vor vier Jahren: Vorbeigehen, persönlich Hallo sagen und einfach mal schauen, was passiert.»

Ein Investment für die Zukunft

Monica Vanoli ist dankbar, dass sie ihren Traum von der eigenen Pastaproduktion in Zug verwirklichen konnte. «Die Menschen hier wissen Qualität zu schätzen und sind auch bereit, etwas mehr dafür zu bezahlen.» Nach einem Jahr war es ihr möglich, sich erstmals einen Lohn auszuzahlen und wenig später sogar erste kleine Gewinne zu erwirtschaften.

In den vergangenen Monaten hat sie jedoch wiederum viel Geld in neue Geräte investiert. Hinzu kam die Überarbeitung ihrer Produktverpackungen, die viel Zeit in Anspruch nahm. «Jetzt bin ich bereit zu expandieren.» Gerne würde sie ihre Produkte an vielen weiteren Orten verkaufen. Wie sie das schaffen möchte, weiss sie schon. «Ich mache es wie vor vier Jahren: Vorbeigehen, persönlich Hallo sagen und einfach mal schauen, was passiert.»

Was auch immer passiert – eine Sache ist für die Unternehmerin besonders wichtig: Beruf und Familie weiterhin in Einklang zu halten.

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