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Mo, 07. November 2016

Zuger Wohnflächenmärkte in guter Verfassung

Der Kanton Zug zählt zu den gesuchtesten Wohnstandorten der Schweiz. Die starke Nachfrage hat die Eigenheimpreise weiter steigen lassen. Die geplanten Investitionen im Wohnungsbau fliessen überwiegend in die Erstellung von Mietwohnungen, die sich unverändert grosser Beliebtheit erfreuen. Der Markt für Renditeliegenschaften zeigt sich trotz der Angebotsausweitung robust.

Dank seiner hohen Standortattraktivität präsentiert sich der Zuger Immobilienmarkt in einer gesunden Verfassung. «Die Preise für Eigenheime sind im Jahr 2016 weiter gestiegen. Das erreichte Preisniveau wird gestützt durch die erwartete rückläufige Bautätigkeit im Eigenheimbereich», sagt Peter Bucher, Leiter Immobilieninvestoren bei der Zuger Kantonalbank. Anders sieht die Entwicklung bei Mietwohnungen aus. Grosse Investitionen in den Mietwohnungsbau werden den Anteil an gemieteten Wohnungen im Kanton Zug ansteigen lassen, Erhöhungen bei den Mietpreisen sind dadurch eher unwahrscheinlich. «Die Nachfrage nach Wohnflächen im Kanton Zug bleibt auch in Zukunft hoch», sagt Bucher weiter.

Eigentumswohnungen

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Kanton Zug erneut gestiegen. Objekte im mittleren Preissegment verteuerten sich um rund drei Prozent. Ungeachtet davon wird der Markt auch in naher Zukunft einen Nachfrageüberhang ausweisen. Nur etwa vier Prozent der bestehenden Eigentumswohnungen werden vermarktet. Die Marktverhältnisse werden eng bleiben. Die Wohnbautätigkeit ist zwar lebhaft, konzentriert sich aber auf die Erstellung von Mietwohnungen. Angesichts der konstant tiefen Zinsen wird die Beliebtheit von Wohneigentum in absehbarer Zeit nicht zurückgehen. Allerdings erschweren die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Preise die Finanzierbarkeit. Deshalb dürfte sich die Nachfrage zunehmend auf Objekte im tieferen Preissegment oder in peripheren Lagen konzentrieren.

Einfamilienhäuser

Einfamilienhäuser sind im Kanton Zug ebenso gesucht wie Stockwerkeigentum: Die Preise der gehandelten Objekte legten ebenfalls um gut drei Prozent zu. Ähnlich wie bei Eigentumswohnungen wenden sich auch Interessenten von Einfamilienhäusern dem preisgünstigen Segment zu. Diese Verkaufspreise stiegen um markante sieben Prozent. Auf den Zuger Einfamilienhausmärkten ist weiterhin mit positiven Preistrends zu rechnen. Zum einen fördert die starke wirtschaftliche Position des Kantons den Zuzug von hochqualifizierten und entsprechend gut bezahlten Arbeitskräften. Zum andern dürfte das Einfamilienhaus auch künftig eine sehr gefragte Wohnform bleiben. Allerdings sorgen raumplanerische Beschränkungen dafür, dass frei stehende Einfamilienhäuser zunehmend knapp werden.

Mietwohnungen

Mietwohnungen werden stark nachgefragt. Inserierte Mietobjekte werden rasch vergeben, und es gibt kaum Leerstände. Während die Angebotsmieten in vielen Regionen der Schweiz unter Druck stehen, legten sie im Kanton Zug im vergangenen Jahr um zwei Prozent zu. In näherer Zukunft sind weitere nennenswerte Anstiege bei den Mietpreisen aber eher unwahrscheinlich. Eine Ursache sind die absehbar hohen Investitionen, die aufgrund der tiefen Zinsen und fehlenden Alternativanlagen in den Mietwohnungsbau fliessen. Mittlerweile sind mehr als 80 Prozent der Wohnungen, die auf den Baustart warten, für die Vermietung bestimmt.

Büroflächen

Das Niveau der inserierten Büromieten blieb vergangenes Jahr konstant. Es besteht aber ein weiterhin grosses Flächenangebot. Zudem sorgen Investoren für anhaltende Neubauaktivitäten, wie zum Beispiel der Bau der «Quadrolith»-Geschäftsliegenschaft in Baar oder die neu entstehenden Flächen auf dem «Suurstoffi»-Areal in Risch. Zusätzlich wird ein Teil der Büroflächen vermietet, die derzeit auf dem Zuger «Siemens»-Areal entstehen. Dieses grosse Angebot dürfte den Zuger Geschäftsflächenmarkt im kommenden Jahr eher belasten. Dennoch sind die Aussichten für den künftigen Flächenbedarf ansprechend, denn verschiedene Firmen bauen ihre Aktivitäten aus. Zudem will die Steuergesetzgebung sicherstellen, dass der Standort Zug für Firmen attraktiv bleibt.

Ergänzende Angaben zum aktuellen Immobilienmarkt finden Sie unter www.zugerkb.ch/immobilienmarkt oder im beigelegten Dokument.

Auskunft
Doris Zetzema, Projektleiterin Kommunikation, Zuger Kantonalbank
Bahnhofstrasse1, 6301 Zug
Telefon: +41 41 709 16 59
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