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Fr, 27. Oktober 2017

Immobilienmarkt Zug liegt über dem Schweizer Durchschnitt

Im Kanton Zug tickt der Markt für Wohneigentum anders als in der übrigen Schweiz: Die Nachfrage nach Wohneigentum ist weiter gestiegen. Dafür verantwortlich ist die gestiegene Einwohnerzahl – dem gegenüber steht die geringe Bautätigkeit im Kanton Zug. Ein Trend, der auch in Zukunft anhalten dürfte.

Die Zuger Gemeinden sind als Wohnort weiterhin sehr attraktiv. Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl des Kantons um 1,5 Prozent, schweizweit waren es 1,1 Prozent. Hinter dieser dynamischen Zuwanderung steht ein gesunder Arbeitsmarkt. Internationale Konzerne bringen neue Mitarbeitende in den Kanton. Sie sind häufig sehr gut qualifiziert und verfügen über hohe Einkommen. «Die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Zug dürfte hoch bleiben, denn der Kanton Zug ist und bleibt als Wohn- und Arbeitsstandort sehr gesucht. Gleichzeitig wird weniger gebaut», sagt Peter Bucher, Leiter Immobilieninvestoren bei der Zuger Kantonalbank.

Eigentumswohnungen

Im Kanton Zug sind Eigentumswohnungen sehr begehrt bei gleichzeitig rückläufigem Angebot. Im Frühjahr 2017 stand rund ein Drittel weniger Eigentumswohnungen im Bau als im Vorjahr. Die Preise stiegen erneut um 3,8 Prozent. Dazu Peter Bucher: «Im Sommer 2017 befanden sich im Kanton Zug nur noch knapp über 2 Prozent des Wohnungsbestands in der Vermarktung. Diese Entwicklung steht im Kontrast zum Schweizer Durchschnitt: Im ganzen Land sind 5 Prozent der Eigentumswohnungen in der Vermarktung.» Im Jahr 2018 nimmt die Bautätigkeit weiter ab. Zurzeit sind 160 Eigentumswohnungen bewilligt; das liegt weit unter dem langfristigen Mittelwert. Einzige Ausnahme ist die Region Ennetsee: In Risch-Rotkreuz sind beispielsweise verschiedene grössere Projekte in Planung oder bereits im Bau.

Durch die erwartete Zuwanderung bleibt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen im Kanton Zug unverändert hoch. Der Erwerb von Wohneigentum wird bei tief bleibenden Zinsen auch in den kommenden Jahren attraktiv sein und die Preisentwicklung positiv beeinflussen.

Einfamilienhäuser

Die Preise für Einfamilienhäuser stabilisieren sich auf einem hohen Niveau von über 2 Millionen Franken. Trotzdem ist die Nachfrage ungebrochen, insbesondere nach qualitativ guten, aber kleineren Objekten. Denn der Kauf eines grossen, modernen Objekts an bevorzugter Lage erfordert viel Eigenkapital. Deshalb bevorzugen mittlerweile auch überdurchschnittlich verdienende Haushalte qualitativ gute, aber kleinere Objekte. Deren Preise dürften tendenziell steigen. Hingegen ist für Objekte im hochpreisigen Segment nicht mehr mit Preisanstiegen zu rechnen. Neue Einfamilienhäuser kommen kaum mehr auf den Markt; aus raumplanerischen Gründen werden vermehrt Mehrfamilienhäuser gebaut.

Die hohe Nachfrage nach Einfamilienhäusern zeigt sich auch in den Suchabos auf Immobilienportalen: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anfragen um 20 Prozent gestiegen.

Mietwohnungen

Anders als in den meisten anderen Regionen in der Schweiz gibt es im Kanton Zug kein Überangebot an Mietwohnungen. Im Sommer 2017 standen im Kanton Zug nur 0,6 Prozent der Mietwohnungen leer; schweizweit waren es 2,4 Prozent. Weil die Einwohnerzahl im Kanton überdurchschnittlich wächst, sind die wenigen verfügbaren Wohnungen schnell vom Markt. Der Bedarf an neuen Wohnungen ist entsprechend gross. Seit Jahren liegt die kantonale Angebotsziffer konstant bei knapp 5 Prozent, deutlich weniger als der schweizweite Wert von 7 Prozent. Die Vermarktungsdauer mittlerer Objekte liegt im Kanton Zug bei 22 Tagen, auf nationaler Ebene ist sie auf 35 Tage gestiegen. Die Zahl der baubewilligten Mietwohnungen ist rückläufig, weil bezahlbares Bauland zunehmend rar ist. Deshalb dürfte sich der Markt stabil entwickeln. Bei den inserierten Mietpreisen sind keine Veränderungen zu erwarten.

Büroflächen

Im Sommer 2017 waren erstmals seit zwei Jahren wieder mehr als 10 Prozent der bestehenden Flächen verfügbar – dazu beigetragen haben mehrere grosse Neubauprojekte. Die Chancen stehen gut, dass der Markt das zusätzliche Angebot aufnimmt. Die geplanten Anpassungen der Unternehmensgewinnsteuer zeigen bereits Wirkung. Zahlreiche internationale Unternehmen verlegten ihren Sitz in den Kanton. Der Büromietindex ist im vergangenen Jahr um 1 Prozent gestiegen. Längerfristig dürften sich die Büroflächenmärkte positiv entwickeln, denn die Baugesuche für neue Büroflächen sind rückläufig. Zudem dürfte die gute Wirtschaftslage zu einer robusten Nachfrage führen. Die Mietpreise könnten bei Neuabschlüssen punktuell leicht anziehen. Nur bei älteren Liegenschaften mit tieferer Qualität ist ein gewisser Druck auf die erzielbaren Mieten nicht ausgeschlossen.

Ergänzende Angaben zum aktuellen Immobilienmarkt finden Sie unter

www.zugerkb.ch/immobilienmarkt




Auskunft
Doris Zetzema, Projektleiterin Kommunikation Zuger Kantonalbank
Bahnhofstrasse 1, 6301 Zug 
Telefon: +41 41 709 16 59
E-Mail:

 


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