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Mi, 07. Nov 2018

Eine Ehre für drei Damen

Ohne sie wäre das Schwingfest nur halb so schön: die flotten Ehrendamen. Aber sie haben weitaus mehr zu leisten, als nur hübsch auszusehen. Was genau ihre Aufgabe ist, haben uns Alexandra, Petra und Séverine verraten.

Ehre für drei Damen

v. l. n. r Séverine, Petra, Alexandra

Mittendrin statt nur dabei

«In Zug gibt es vier Schwingklubs. Jeder Klub durfte drei Damen melden. Als Ehrendame ist man total ins Geschehen involviert», erzählt Alexandra, und Petra ergänzt: «Mittendrin bin ich aber auch daheim. Meine Familie, also meine Cousins Remo und Rainer Betschart sowie mein Bruder Marcel, sind Schwinger.» Wie wird man eigentlich Ehrendame, wollen wir wissen. Die Antwort liefert Séverine: «Wir alle sind auf irgendeine Weise mit dem Schwingsport verbunden. Sei es durch unsere Familien, den Freund oder weil wir regelmässig an Schwingfesten mithelfen. Somit wurden wir vom jeweiligen Schwingklub angefragt und zu einem Treffen mit Paul Bachmann, dem Präsidenten des Trägervereins ESAF 2019 Zug, eingeladen. Ihm und dem OK war es wichtig, dass die Ehrendamen aus dem Umfeld der Zuger Schwingklubs kommen. An diesem Abend wurden wir nicht nur über die Aufgaben einer Ehrendame aufgeklärt, sondern es wurde auch ein wenig unser Wissen übers Schwingen und die Schweiz getestet.» Und was genau muss man als Ehrendame machen? «Als Ehrendame begrüsst und begleitet man die Gäste, steht beim Fest neben den Rednern und kürt den besten Schwinger mit dem Kranz und einem Küsschen. Wir werden viele repräsentative Aufgaben wahrnehmen», meint Petra.

Stolz und Ehre

Und wie sollte eine Ehrendame sein? Da sind sich alle drei einig: offen, fröhlich und kommunikativ. Auch sollte man sich fürs Schwingen und das Fest interessieren. Schliesslich ist die Aufgabe «eine Ehre, die man mit Stolz erfüllen sollte», ergänzt Alexandra. Stolz und Ehre sind ja schön, aber wird man auch bezahlt für seine Arbeit? «Wir bekommen – wie alle anderen freiwilligen Helfer auch – einen kleinen Stundenansatz. Ehrlich gesagt würde ich es aber auch gratis machen. Es macht einfach Spass», sagt Petra strahlend. In ihren Augen sieht man das Funkeln und die Begeisterung. Auch Séverine und Alexandra sind sich einig: «Die Tracht ist schon Lohn genug. Diese wurde massgeschneidert, und so was Elegantes hat man ja nicht jeden Tag an», verkündet Alexandra. Séverine führt weiter aus: «Über 60 Arbeitsstunden stecken in so einem Kleid! Da ist enorm viel Herzblut drin.» Was genau mit den Zuger Festtagstrachten nach dem Anlass passiert, ist noch unklar. Klar ist aber, dass die Ehrendamen diese am Fest mit sehr viel Stolz tragen werden.

Dauerlächeln und Lieblingsschwinger

Okay, ein schönes Kleid und repräsentative Aufgaben, aber: Fühlt man sich als Frau nicht degradiert zu einer hübschen Nebendarstellerin, die dauernd lächeln muss? Alle drei sind fast erschrocken über die Frage und meinen: «Nein, absolut nicht! Wir machen das von Herzen gern, stehen total dahinter und fiebern mit. Ausserdem hat man beim Schwingfest immer einen Grund, zu lächeln!» Apropos mitfiebern: Für wen schlägt denn euer Fan-Herz? Alexandra: «Philipp Laimbacher ist leider zurückgetreten. Nun drücke ich allen Innerschweizer Schwingern die Daumen. Besonders denen, die ich auch ausserhalb des Schwingplatzes kenne.» Séverine ist sich da nicht so ganz schlüssig: «Samuel Giger und Armon Orlik sehe ich gerne schwingen. Doch als Zugerin drücke ich natürlich immer den Innerschweizer Schwingern die Daumen, und es wäre natürlich cool, wenn wir in Zug einem Innerschweizer den Siegerkranz aufsetzen könnten.» Und Petra? «Mein Bruder und meine Cousins, ganz klar!» Also kann man zusammenfassend sagen: Die Mädels drücken den Zugern Marcel Bieri und den Gebrüdern Reichmuth die Daumen, aber auch Armon Orlik und Samuel Giger haben bei den dreien viele Sympathiepunkte.

«Der schönste Moment ist …

… am Sonntagabend, wenn ich den Schwingern das Eichenlaub aufsetzen darf.» (Alexandra)

… die Krönung! Da spüre ich die Aufregung am meisten.» (Petra)

«Am ESAF werde ich mit Freude und Stolz die ehrenvolle Aufgabe meistern.» (Séverine)

Auf die Damen wartet am ESAF-Wochenende viel Arbeit. Bevor die Sonne aufgeht, wird frisiert und geschminkt. Der Empfang der vielen Ehrengäste bedeutet Dauerlächeln, langes Stehen und viele Small-Talks. Tausende Fragen werden sie beantworten und helfen, wo es notwendig ist. Wie lang das Fest geht, hängt von der Länge der Gänge ab. Aber vor 22 Uhr wird das Fest wohl kaum zu Ende sein. Aber all die Mühe, da sind sich die drei einig, wird es wert sein.

Merci Mädels für das Interview!


Kategorien: Fest


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