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Di, 05. Mrz 2019

ESAF 2019 Zug: Der Wettkampf und seine Regeln

Regionale, kantonale oder Teilverbands-Schwingfeste unterscheiden sich in einigen Dingen vom ESAF. Zum einen wird am ESAF an zwei Tagen geschwungen, zum anderen sind beim ESAF nur die stärksten Schwinger aller Teilverbände mit dabei.

Der Wettkampf und seine Regeln

Am Eidgenössischen ist am Samstagmorgen um 7.30 Uhr der Einmarsch der Schwinger in die Arena. Kommt ein Schwinger zu spät oder nicht korrekt gekleidet, kann er vom Wettkampf ausgeschlossen werden. Der Wettkampf wird normalerweise in drei Teile gegliedert: Anschwingen, Ausschwingen und Ausstich. Am Eidgenössischen gibt es zwei Ausstiche: den Ausstich und den Kranzausstich. Die Gangdauer bestimmen der Vorstand sowie das Einteilungskampfgericht. Letzteres ist der heimliche Königsmacher.

Alle Augen auf 7 mal 14 Meter

Kreisrund ist der Sägemehlring, und sein Durchmesser beträgt am Eidgenössischen 14 m. Mindestens 15 cm ist die Sägemehlhöhe, also um die 30 m³. In der Zug Arena erwarten die Zuschauer sieben solcher Plätze. Einiges los also.

Das Kampfgericht

Unterschieden wird zwischen dem Einteilungs- und dem Platzkampfgericht.

Das Einteilungsgericht

  • besteht am ESAF aus 6 Personen. 5 Technische Leiter stellen die 5 Teilverbände (Innerschweiz, Nordostschweiz, Bern, Nordwestschweiz und Südwestschweiz), und 1 Technischer Leiter stammt vom Eidgenössischen Schwingverband.

Das Platzkampfgericht

  • setzt sich aus 21 Personen zusammen. Pro Sägemehlring gibt es drei Personen – 1 Richter im Sägemehl und 2 Tischrichter. Die Platzkampfrichter wechseln sich während des Schwingfests in ihren Funktionen ab.

Die Einteilung der Kämpfe

Wer gegen wen antreten muss, entscheiden die Kampfrichter im Einteilungsgericht. Die sechs Männer treffen sich zwar nicht heimlich, aber die Sitzungen sind streng geheim. Kein Wunder, dass es die wildesten Geschichten rund um die Einteilung gibt. Oft werden sie als heimliche Königsmacher bezeichnet, da sie es in der Hand haben, wer gegen wen schwingen wird. Da kann man ja schon was mauscheln, oder nicht? Beleuchten wir die Einteilung mal etwas genauer: Ziel soll sein, dass die Besten – also die mit den meisten Punkten aus vergangenen Kämpfen – gegeneinander antreten. Es wird aber darauf geachtet, dass es nicht zwei aus dem gleichen Teilverband sind. Für hitzige Diskussionen auf der Tribüne sorgen meist die Kämpfe der Königsanwärter. Denn auch hier entscheiden die Kampfrichter, wer gegen wen in den Ring steigt. Es gibt keine Gewichtsklassen wie zum Beispiel im Boxen, was durchaus zu ungleichen Kämpfen führen kann. Der Präsident schlägt die Paarungen vor, und die Technischen Leiter der Teilverbände können Einwände erheben.

Wie wird geschwungen?

Wie bereits erwähnt, ist das Schwingen in 6, beim Eidgenössischen in 8 Gänge unterteilt. Die ersten beiden Gänge sind das Anschwingen, die beiden weiteren nennt man Ausschwingen und die darauffolgenden Gänge werden als Ausstich bezeichnet. Beim Eidgenössischen gibt es zusätzlich noch zwei Kranzausstiche. Und zu guter Letzt gibt es den Schlussgang. Hier treten die beiden Schwinger mit der höchsten Punktzahl gegeneinander an, in diesem Moment wird es jeweils komplett still in der Schwingarena.

Wie läuft ein Gang ab?

Die Schwinger betreten den Platz und reichen sich die Hand. Auf den Respekt gegenüber dem Gegner legen die Schwinger grossen Wert, und die Geste des Handschlags macht das Schwingen entsprechend sympathisch und kameradschaftlich. Das Duell ist dann entschieden, wenn ein Schwinger zu Boden geht. Aber nicht einfach irgendwie, sondern der Rücken muss ganz bzw. bis zur Mitte der Schulterblätter das Sägemehl, also den Boden, berühren. Dabei achten die Kampfrichter darauf, dass beide Schulterblätter im Ring sind und der Schwinger, der den anderen zu Boden geworfen hat, mindestens die Schwinghose bzw. den Ledergurt des Gegners im Griff hat. Symphytisch und kameradschaftlich ist auch der Schluss eines Ganges. Der Gewinner wischt dem zu Boden gegangenen Schwinger das Sägemehl vom Rücken.

Noten wie zu Schulzeiten

Die Benotung der einzelnen Gänge erfolgt in Viertelpunkten wie folgt:

10 Punkte: Plattwurf (beide Schulterblätter berühren gleichzeitig den Boden), gewonnener Schlussgang
9,50 bis 9,75 Punkte: Sieg mit Überdrücken (gewonnener Gang)
8,75 bis 9,00 Punkte: Unentschieden (gestellter Gang)
8,50 bis 8,75 Punkte: Niederlage

Kategorien: Fest


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