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ESAF 2019: Gemeinsam in Schwung

Volksfest, Brauchtum, Kraft, Fairness, Tradition, Jung und Alt: Begriffe, die den Schwingsport seit über 700 Jahren treffend beschreiben. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) fand vom 23. bis 25. August 2019 in Zug statt. Als Königspartnerin war die Zuger Kantonalbank mit vollem Schwung dabei.

Auch nach dem Schlussgang finden Sie hier viel Lesenswertes rund ums Schwingen und das ESAF 2019. Schmökern Sie in den interessanten Artikeln und schwelgen Sie in Erinnerungen an ein spannendes, sonniges und wunderbares Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest.

Do, 28. Feb 2019

ESAF 2019 Zug: Es läuten die Trycheln

Der Eidgenössische Gabentempel Zug ist spektakulär, keine Frage. Aber auch unser Gabentempel hat einiges zu bieten: unter anderem eine handgefertigte Trychle, schweizerdeutsch für Kuhglocke. Die Macher der Trychle, die Familie Hürlimann aus Walchwil, haben uns einiges verraten über dieses heimatverbundene Stück – das übrigens gewonnen werden kann.

Treichel-am-ESAF-19-Blogbeitrag

Trycheln, Treicheln, Trychle – was denn jetzt?

Die Wörter für Vieh- bzw. Kuhglocke sind je nach Dialekt verschieden. Aber egal, wie man das typische Andenken ans Schwingfest auch nennt: Es ist wertvoll. Aber warum? «Sie gehören einfach zur Tradition», weiss Franz Hürlimann. Er, seine Frau Erika und sein Bruder Toni stellen seit vielen Jahren gemeinsam die bis zu 13 Kilo schweren Glocken her. «Meine erste Trychle habe ich mit fünf Jahren gekauft. Seither sammle ich leidenschaftlich, und zusammen mit meiner Familie sind wir zum Hobby-Familienbetrieb geworden», führt Franz weiter aus. Wer sind denn die Auftraggeber? «Meistens Privatpersonen. Trychle verschenkt man zu Hochzeiten oder Geburtstagen, oder sie werden für Festumzüge wie das Chlausjagen benutzt.»

Trychle kaufen in Zug

Beim Familienbetrieb Hürlimann kann man von grossen bis kleinen Glocken alles haben. Denn die Familie richtet sich nach den Wünschen ihrer Kunden. Alles wird in Handarbeit hergestellt. Toni haut bis zu 1700 Hammerschläge aufs Blech, Franz kümmert sich um den Lederriemen, und Erika bestickt diesen aufwändig. Rund zwölf Stunden dauert es, bis der Lederriemen fertig ist. Zusammen gibt es ein Produkt, das einzigartig ist – auch im Klang. Denn jede Trychle tönt anders. «Den richtigen Trychle-Klang gibt es nicht. Es geht nicht nach irgendeiner Tonlage, sondern nach Geschmack. Je kleiner, desto höher ist der Klang», erklärt Franz und ergänzt: «Mein Bruder Toni sorgt für einen schönen Klang. Hoch oben auf über 1‘000 Metern auf seinem Bauernhof lässt er die Trycheln läuten. Da hört ihn nämlich niemand», meint Franz schmunzelnd.


Kategorien: Gabentempel


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