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ESAF 2019: Gemeinsam in Schwung

Volksfest, Brauchtum, Kraft, Fairness, Tradition, Jung und Alt: Begriffe, die den Schwingsport seit über 700 Jahren treffend beschreiben. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) fand vom 23. bis 25. August 2019 in Zug statt. Als Königspartnerin war die Zuger Kantonalbank mit vollem Schwung dabei.

Auch nach dem Schlussgang finden Sie hier viel Lesenswertes rund ums Schwingen und das ESAF 2019. Schmökern Sie in den interessanten Artikeln und schwelgen Sie in Erinnerungen an ein spannendes, sonniges und wunderbares Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest.

Mo, 01. Jul 2019

«Zwei Batzen an einen Walliser mit Alphorn»

Das Alphorn gehört zur Schweiz wie der Käse, das Taschenmesser und die Schoggi. Das war aber nicht immer so. Denn im 18. Jahrhundert geriet das Alphorn fast in Vergessenheit. Gruppen wie die Frauenschüehli hauchen dem traditionsreichen Instrument jedoch neues Leben ein.

esaf-alphorn-blogbeitrag

Das Bettelhorn der Hirten

Ein Eintrag von 1527 in einem Rechnungsbuch des Klosters von St. Urban ist die erste schriftliche Erwähnung des Alphorns. Es steht geschrieben: «Zwei Batzen an einen Walliser mit Alphorn.» Vor allem arme Hirten spielten und brachten dadurch das Alphorn in Verruf. Es wurde als Bettelhorn verspottet. So kam es, dass das Alphorn im 18. Jahrhundert fast in Vergessenheit geriet. Erst die Touristen, vor allem die Engländer, brachten im 19. Jahrhundert die Folklore und damit das Alphorn zurück.

Moderne Tracht – das Edelweisshemd

Früher verpönt als reines Bauernhemd, ist das Edelweisshemd heute etabliert. Sogar Michelle Hunziker und Michael Schuhmacher trugen schon eins – zu sehen war das in einer Werbekampagne des Bauernverbands. Typischerweise kämpfen Sennenschwinger in einem Edelweisshemd.

Klänge über dem Ägerisee

Das Alphorn gehört zu den Blechblasinstrumenten – obwohl es überwiegend aus Holz gefertigt ist. Heutzutage maschinell, was angeblich bessere Klänge erzeugt. Das Alphorn kommt ohne Schnickschnack aus. Denn es besitzt weder Klappen noch Ventile. Es gehört damit zur Naturtonreihe. Der unverwechselbare Klang ist auch zehn Kilometer weit entfernt noch zu hören. «Meine Freundin wohnt auf der anderen Seite des Ägerisee», erklärt Martha Röllin, die der Alphornbläserinnen Gruppe Frauenschüehli von Morgarten angehört. «Aber wenn ich spiele, dann hört sie mich. Eine besondere Art der Kommunikation», ergänzt sie schmunzelnd. Die Gruppe Frauenschüehli besteht aus neun Frauen, die sich seit zwölf Jahren alle zwei Wochen zum Alphornspielen treffen. Geübt wird zum Beispiel im Schulhaus in Morgarten.

Tradition, die vereint

In der Schweiz gibt es viele Alphornbläsergruppen wie die Frauenschüehli. Jede Gruppe ist in einem anderen Kanton zu Hause, gehört einem anderen Verband an und spielt andere Lieder. Um gemeinsam spielen zu können, wurde das Büchlein «Gesamtchor, Melodien für Alphorn» ins Leben gerufen. Darin befinden sich die Lieblingsstücke aller fünf Unterverbände des eidgenössischen Jodlerverbands EJV – ein gemeinsames Repertoire. So können alle Schweizer Alphornbläser – egal, wo sie sich befinden – miteinander musizieren. Das Alphorn überwindet die Schweizer Sprachgrenzen spielerisch einfach.

Quelle und weitere Informationen unter www.jodlerverband.ch/alphornblasen


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