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Hosenlupf-Erklärung: Die 6 wichtigsten Schwünge

Im Schwingsport gibt es zwischen 80 und 100 Schwünge, die aktuell praktiziert werden. Alle sind in Stand-, Flanken- und Bodenschwünge unterteilt. Auf die 6 wichtigsten gehen wir näher ein. Mit unserer Erklärung schwingt man oben aus.

Brienzer (Flankenschwung)

Der Brienzer wird in zwei Varianten geschwungen: vor- und rückwärts Vorwärts ist er besonders für Schwinger, die körperlich im Nachteil sind, sehr effektiv. Dabei fasst der Angreifer über die Schulter den Gurt des Gegners. Mit seinem Bein hängt er beim Gegner ein und packt mit der freien Hand dessen Oberarm. Sein eigenes Bein hebt er dabei an und beugt (leert) sich nach vorne.

Seltener zu sehen ist der Rückwärts-Brienzer. Bei diesem Schwung wird mit dem eigenen Fuss der Fuss des Gegners fixiert und mit einer Drehbewegung (oftmals mit einem Kopfgriff) nach hinten abgeleert.


Kurz (Standschwung)

Der Kurzzug ist der bekannteste und am meisten angewendete Schwung und wahrscheinlich der Erste, den junge Schwinger lernen. Bei diesem Schwung reisst der Schwinger seinen Gegner auf die Knie. Dabei ist sein Körper leicht nach rechts gedreht. Der Gegner wehrt sich dagegen mit einer Knieparade. Der Schwinger nutzt diese Chance und verlagert sein Gewicht auf sein rechtes Knie und reisst ihn mit einem schnellen Ruck nach Links zu Boden. Im Gegensatz dazu ist der Ablauf beim Angriff etwas anders: Während der Schwinger mit festem Griff seinen Gegner hält, dreht er sich schnell um ein Viertel nach rechts, so dass er mit seinem Gegner Brust an Brust steht. Sein linkes Bein platziert er zwischen denen seines Gegners, zieht ihn mit einem Ruck kräftig an sich und bringt ihn mit einer weiteren Drehung zu Boden.


Übersprung (Standschwung)

Der Übersprung ist wahrscheinlich der einfachste Schwung, aber auch ein Garant für Maximalnoten. Wie der Name schon sagt, geschieht der Angriff sprungartig. Das Bein des Schwingers geht hinter das diagonal liegende Bein des Gegners und der Oberarm wird fixiert. Der Ablauf ist blitzschnell und der Oberkörper wird mit voller Wucht eingesetzt, um den Gegner auf den Boden zu drücken.


Bur (Bodenschwung)

Am Boden wird dieser Schwung am meisten angewendet. Besonders dann, wenn der oben beschriebene Kurzzug nicht funktioniert hat. Ziel ist es, denn Gegner am Boden zu fixieren. Dies wird mit dem linken Bein gemacht. Dabei hält der Schwinger mit der rechten Hand die Schwingerhose im Spalt fest. Dieser Griff schränkt die Bewegungsfreiheit des Gegners stark ein. Gelungen ist der Schwung dann, wenn es dem Schwinger gelingt, mit der rechten Hand und einer Drehbewegung den Gegner am Boden zu überdrücken.  


Gammen (Standschwung)

Jeder, der schon einmal an einem Schwingfest war, hat diesen Schwung gesehen. Dieser Angriffsschwung ist nämlich äussert beliebt. Der Schwinger hakt den Gegner ein. Entweder macht er dies mit dem linken oder rechten Bein seines Gegners. Dabei drückt er den Gegner rücklings, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bekommen. 


Wyberhaken (Standschwung)

Die genaue Namenserklärung ist umstritten. Unbestritten ist aber, dass es sich um einen anspruchsvollen Schwung handelt. Ziel des Schwungs ist ein Plattwurf, das heisst, dass die Maximalnote von 10.00 erreicht werden soll. Der Schwinger geht in den Angriff und attackiert seinen Gegner mit einem Gammen. Er klemmt das gegnerische Bein ein und hakt mit seinen eigenen Beinen das generische Bein über Kreuz ein. In diesem Beinkreuz ist der Gegner fest ein-geschlossen – seine Bewegungsfreiheit ist sehr eingeschränkt. 

Mehr Informationen: Schwingerpedia
Bilder: Carole Isler

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