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Do, 12. Dez 2019

Dankbar für die eigenen vier Wände

Seit der Jahrtausendwende bewohnte ich mein Elternhaus im Rosenbergquartier mit meiner Familie. Wir genossen die Vorzüge des eigenen Heims und der grosse Garten wurde insbesondere von unserem Sohn Patrick und seinen Schulfreunden rege genutzt. Doch ein altes Haus hat auch seine Tücken.

Lukas-Scherrer

Renovieren oder neu bauen?

Ein Haus mit Baujahr 1937 genügt sowohl energetisch als auch ausbaumässig nicht mehr den heutigen Ansprüchen. So lief die Ölheizung im Winter auf Hochtouren, im Wohnzimmer wurden jedoch kaum 20 Grad erreicht. Auch die Küche und das Badezimmer waren nicht mehr zeitgemäss. Wir als Familie stellten uns somit folgende Frage: Sollen wir das Objekt umfassend sanieren oder einen Neubau realisieren?

Wir haben uns für Letzteres entschieden. Die Renovation eines derart alten Hauses hätte sich nicht gelohnt. Kaum war die Entscheidung gefällt, stellten sich neue Fragen: Wie realisiert man einen Neubau? Mit wem arbeitet man zusammen? Wir entschieden uns, fachmännische Hilfe zu suchen und das Projekt Neubau mit dem Büro CSL Architekten in Baar in Angriff zu nehmen. Es wurde diskutiert, gezeichnet, umentschieden, wieder gezeichnet – das wiederholte sich immer wieder. So ein Neubauprojekt kostet Zeit und Nerven. Doch nach einiger Zeit lagen die Pläne für ein 4-Familienhaus vor uns. Was für ein Gefühl! Wir waren stolz auf das Resultat.

Der Abschied und der Neuanfang

Für die geplante Bauzeit von 15 Monaten konnte ich für meine Familie im Gimenenquartier eine kleine Wohnung als Übergangslösung finden. Wir packten unsere Sachen und zogen vorübergehend um. Bevor wir unser altes Haus verliessen, feierte unser Sohn seinen 11. Geburtstag mit einer grossen Party. Das ganze Haus durften er und seine Freunde innwendig mit Graffiti besprühen. Das war für alle eine Riesengaudi – der Kreativität war keine Grenzen gesetzt. 

Kurz darauf fuhren die Bagger auf und innerhalb weniger Stunden wurde mein Elternhaus abgerissen. Rückblickend eine spezielle Situation, denn ich habe viele schöne Momente in diesem Haus erleben dürfen. In den nächsten Monaten folgten der Aushub und der Rohbau. Wettermässig hatten wir während der ganzen Bauzeit Glück – längere Schlechtwetterperioden blieben aus. Im Januar fand das Aufrichtefest statt. Bei einem üppigen Baustellen-Znüni feierten wir dieses wichtige Etappenziel. 

Weiter ging es mit dem Innenausbau. Hier zeigte sich, wie wichtig ein guter Bauleiter ist. Dieser hatte unser Projekt in sein Herz geschlossen und war täglich auf der Baustelle anzutreffen. Ab und an mussten wir ihn fast bremsen. Ihm war wichtig, dass alles reibungslos läuft und der Zeitplan sowie die Kosten eingehalten werden. Auch wir bekamen das zu spüren: War die Baustelle nicht ordentlich, wies er uns an, am Wochenende zu ‘fötzelen’. Da konnte er sehr hartnäckig sein. 

Wer schon gebaut oder renoviert hat, kennt wahrscheinlich folgende Fragen: Welcher Wasserhahn passt zu welchem Lavabo? Soll das Parkett eher hell oder doch eine Note dunkler sein? Sind die Balkonplatten aus günstigem Beton oder soll der teurere Naturstein bevorzugt werden? Ist eine grifflose Küche zeitlos oder doch eher eine Modeerscheinung? Oft müssen solche Entscheidungen unter Zeitdruck gefällt werden. Meine Frau hat sich – ganz im Gegensatz zu mir – eingehend und mit viel Geduld mit solchen Fragen auseinandergesetzt und sich für finale Entschlüsse Zeit gelassen. Ich selber habe gelernt, dass es sich lohnt, mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen und zu vergleichen – beim Bauen kann man viel Geld vernichten, wenn man nicht aufpasst. 

Danke für das neue Heim

Als wir das erste Mal unser neues Heim betraten, wurde uns bewusst, dass wir wirklich dankbar sein können. Die ganze Mühe hat sich gelohnt. Seit anfangs September bewohnen wir die eigenen vier Wände. Es wird immer gemütlicher: Die Umzugskisten sind ausgepackt und die Möbel stehen an ihrem Platz. Auch die Mieter haben sich gut eingelebt und fühlen sich sichtlich wohl. Für all das bin ich dankbar! Es ist nicht selbstverständlich, dass das ganze Vorhaben ohne grössere Schwierigkeiten abgelaufen ist. Wir fühlen uns pudelwohl im neuen Heim und können unser Glück kaum fassen.

Lukas Scherrer, Empfang Zug-Postplatz


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