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So, 15. Dez 2019

Ein Wunder im Doppelpack

Ich erinnere mich gerne an den lauen Spätsommerabend im September 2018. Es war Freitagabend, und ich sass mit meiner Frau Fabienne gemütlich auf der Terrasse. Als ich mich zur Einstimmung ins Wochenende mit zwei Gläsern Weisswein in der Hand zu ihr setzte, lächelte sie mich verschmitzt an und gab mir eine kleine, schön eingepackte Box. Habe ich Geburtstag? Nein, der war schon vorbei. Oder vielleicht den Hochzeitstag vergessen? Sicher nicht! Nichtsahnend öffnete ich die kleine Schachtel ...

Filiberto-Patriarca

Die Überraschung ist perfekt

Was dann zum Vorschein kam, übertraf alle Erwartungen jedoch bei Weitem. Liebevoll in Seidenpapier gebettet lagen da nämlich zwei winzige Nuggis. Mir blieb buchstäblich einen Moment lang das Herz stehen, bevor ich begriff: Fabienne und ich werden tatsächlich Eltern! Darauf hatten wir so lange gewartet, aber dass es gleich Zwillinge werden, damit hätten wir definitiv nicht gerechnet. Die zwei Gläser Weisswein musste ich an jenem Abend dann jedoch alleine trinken.

Schwangerschaftsübelkeit – was ist das? 

Die folgenden Monate vergingen wie im Flug. Die Schwangerschaft verlief absolut unkompliziert, Fabienne hatte keinerlei Beschwerden. Noch nicht mal übel war ihr, und ganz abgesehen vom wachsenden Bauch hätte man ihr die Schwangerschaft nicht angesehen. Die Kleinen entwickelten sich prächtig, wenngleich sie immer etwas klein und fein für ihr Alter waren. Mitte des achten Monats bekam Fabienne plötzlich Atemnot, und man stellte fest, dass sich Flüssigkeit in Herz und Lunge angesammelt hatte. Nach diversen Kontrollen und Untersuchungen entschied man sich schliesslich für einen geplanten Kaiserschnitt, da ein Zuwarten Fabiennes Gesundheit gefährdet hätte, was wir keinesfalls riskieren wollte.

Die Welt stand still

Und so kamen unsere Kleinen rund sechs Wochen vor dem geplanten Geburtstermin schliesslich am 6. Mai 2019 um 14.59 und 15.03 Uhr zur Welt. Da waren sie nun, Alessia Sophia mit 1,9 kg, Giulia Lavinia mit 1,7 kg. Beide 43 cm klein und so zerbrechlich, dass ich mich kaum traute, sie anzufassen. Die bangen Minuten nach dem Kaiserschnitt kamen uns vor wie Stunden, bis man uns die erlösende Nachricht überbrachte, dass die zwei Mädchen kerngesund und wohlauf seien. Als man sie dann schliesslich Fabienne für ein paar Minuten auf den Bauch legte, bevor sie auf die Neonatologie kamen, fühlte es sich an, als ob die ganze Welt für einen Augenblick stillstünde.

Die ersten Berührungen

Zwanzig winzig kleine Finger und klitzekleine Zehen. Unvergesslich der Moment, als ich Alessia und Giulia zum ersten Mal in meinen Armen hielt. Ich hätte sie stundenlang bestaunen können. Ich war so unendlich dankbar für das doppelte Wunder – ein unbeschreibliches Gefühl. Drei Wochen mussten die Babys auf der Frühchenstation des Luzerner Kantonsspitals bleiben. Fabienne blieb während der ganzen Zeit bei ihnen, ich pendelte zwischen Spital und Arbeit hin und her. Dann, drei Wochen später, war es endlich so weit: Unsere Zwillinge durften nach Hause! Unsere Familie war zum ersten Mal in ihrem eigenen Zuhause vereint, und es kam Leben ins Kinderzimmer. Auch wenn am Anfang die Nächte kurz und die Augenringe grösser waren: Das Glück und die Freude wogen alles auf. 

Filiberto Patriarca, Leiter Geschäfts- und Spezialkunden ZugerKB direkt


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