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Mo, 23. Dez 2019

144 – Karl muss leben!

Am Donnerstagabend, 5. September 2019, brach mein Lebenspartner in der Küche zusammen. Rückblickend kann ich sagen, dass ohne die Hilfe ganz vieler Menschen mein Karl nicht mehr am Leben wäre. Aber der Reihe nach …

Evelin-Rigert

Wenn das Herz stillsteht

Ich hörte einen Aufprall und fand meinen Lebenspartner am Boden liegend in der Küche vor. Karl war nicht ansprechbar. Ich versuchte, nicht in Panik zu geraten. Ich rief sofort 144 an und klingelte bei meinen Nachbarn, um Hilfe zu erhalten. Karl hatte einen Herzinfarkt erlitten, der einen Herzstillstand zur Folge hatte. Bis der Notarzt eintraf, machten zuerst ich, danach meine Nachbarn abwechselnd eine Herzdruckmassage an Karls Brust, um ihn zu reanimieren. Tausend Gedanken gingen mir in den Minuten, in denen wir auf Hilfe warteten, durch den Kopf. An keine einzige kann ich mich wirklich erinnern. Ich habe mich hilflos und ohnmächtig gefühlt. Trotzdem funktionierte ich. Dank dem Nothelferkurs der ZugerKB, meiner Arbeitgeberin, wusste ich, was zu tun war. Auch meine Nachbarn leisteten Grossartiges! Sie behielten den kühleren Kopf als ich und unterstützten mich wortwörtlich tatkräftig.

Wie weiter?

Der Rettungswagen kam, und die Sanitäter kümmerten sich sofort um Karl. Fachmännisch und schnell reagierten sie und mussten Karl vier Mal mit dem Defibrillator reanimieren. Nach bangen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, zeigte Karl das erste Lebenszeichen. Er war transportfähig und konnte ins Spital Triemli nach Zürich gebracht werden. Der Oberarzt teilte mir später mir, dass ein Blutgerinnsel auf seiner Herzklappe die Arterie verstopft und eine Thrombose verursacht hatte. Der Arzt konnte die Verstopfung grösstenteils absaugen. Nach Tagen auf der Intensivstation und zahlreichen bangen Stunden am Krankenbett durfte Karl eine Woche später nach Hause. Seitdem erholt er sich und zieht tapfer sein Reha-Programm durch.

Danke für Karls Leben

Heute kann ich aufatmen, denn Karl ist über den Berg. Dass er den Herzinfarkt überlebt hat, habe ich vielen tollen Menschen zu verdanken. Beginnend bei der ZugerKB für den Nothelferkurs: Ich wusste sofort, was ich tun musste. Meinen Schutzengeln, die neben uns wohnen und sofort zu Hilfe eilten. Ihr kühler Kopf und ihre tatkräftige Unterstützung in Form von Herzdruckmassagen brachten Ruhe und wirkliche Hilfe in die Situation. Das Team vom 144 leistete grossartige Arbeit. Ebenso die Feuerwehr Cham/Steinhausen für den Transport bis zum Krankenwagen. Ohne den behandelnden Oberarzt im Triemli hätte Karl den Vorfall vielleicht nicht ohne Hirnschaden überlebt. Und er hätte sich im Spital ohne das liebevolle Pflegepersonal auch nicht so wohl und sicher gefühlt. Wie Sie sich vorstellen können, war ich in dieser schweren Zeit durch den Wind. Mein Chef und mein Team bei der ZugerKB hatten vollstes Verständnis für meine Situation. Sogar die ganze Marktregion Lorze dachte an mich und drückte ihre Anteilnahme mit einer Genesungskarte und vielen aufmunternden Worten aus. Aber natürlich war nicht nur mein berufliches Umfeld eine grosse Stütze. Auch unsere Familien haben uns emotional begleitet und waren für uns da. Für all das ein grosses und herzliches Dankeschön! Mein grösster Dank geht aber an Karl: Du hast dich ins Leben zurückgekämpft. Dafür bin ich dir unendlich dankbar!

Evelin Rigert, Privatkundenberaterin Zugerland


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