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Di, 24. Dez 2019

Weltenbummler mit Fern- und Heimweh

Schon in jungen Jahren war ich viel unterwegs und habe einiges von der Welt gesehen. Da ich noch nie der Strandtyp war, ging ich schon immer auf Entdeckungsreise. Zuhause beschäftige ich mich mit fremden Ländern, deren Geografie und Kultur, mit Geschichte, Umwelt sowie politischen Gegebenheiten und sozialen Strukturen. So bereite ich mich optimal auf das Reiseland vor. Warum ich das mache?

Markus-Roth

In neue Welten eintauchen

In der Schweiz haben wir den Luxus, uns aus vielen Informationsquellen mit Wissen zu bedienen: Zeitungsberichte, Bücher, TV-Dokumentationen oder das Internet. Ich lese und höre mich durch alles Mögliche, um ein Bild von dem fernen Land, das ich bereisen will, zu erhalten. Wie leben die Menschen dort? Auf was muss ich achten? Welche Routen sind die besten? Mit diesem Wissen, einem Reiseführer und meinem Rucksack ziehe ich los ins Abenteuer. Es ist mir wichtig, wenn möglich nur zu zweit oder in einer kleinen Gruppe unterwegs zu sein. So bin ich flexibler, komme schneller voran und kann mir Zeit für die Menschen vor Ort nehmen.

Lernen von fremden Kulturen

Es ist enorm spannend zu erfahren, wie andere Menschen ihren Alltag bestreiten, ihre Kultur leben, wie sie täglich arbeiten und ums Überleben kämpfen, welche sozialen Strukturen das jeweilige Land hat – wenn es denn überhaupt welche gibt – und welchen Einfluss der Staat und die Politik auf seine Bewohner haben. Am interessantesten finde ich aber die Denkhaltung fremder Menschen. Wie denken sie, und warum denken sie so anders – oder vielleicht auch gleich – wie ich? Um das herauszufinden, habe ich schon bei der Ankunft Augen und Ohren offen, ich sauge mein Reiseland regelrecht ein. Ich beobachte die Menschen und versuche, so schnell wie möglich mit ihnen in Kontakt zu kommen. Wenn das bedeutet, dass ich bei der Arbeit helfe, dann mache ich das. Oft erheitere ich meine neuen Bekanntschaften mit meiner Arbeitshilfe – Ziel erreicht :-)

Immer wieder werde ich überrascht, wie die Menschen – trotz ihres geringen Besitzes und ihres Überlebenskampfs – sehr herzlich und fröhlich sind. Mehr als einmal wurde mir das letzte Stück Brot angeboten.

«Diese Begegnungen sind wunderbar und erfüllen mich und mein Herz. Und sie lassen mich demütig und dankbar werden.»

Heimat bleibt Heimat

Ich habe viele tolle Länder bereist und noch mehr tolle Menschen kennengelernt. Aber in keinem Land fühle mich so wohl, dass ich dafür die Schweiz verlassen würde. Wir motzen oft, vergessen aber, dass wir sehr privilegiert leben dürfen. Wir geniessen Freiheit, politische Stabilität, demokratische Entscheide und Selbstbestimmung, soziale Absicherung, den besten ÖV der Welt, wunderschöne Landschaften, Traditionen und Kulturen auf engstem Raum, ein gut funktionierendes – wenn auch teures – Gesundheitssystem, genügend und vielseitige Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Ich weiss, auch wir haben in unserem Land gesellschaftliche Schichten. Doch ich bin der Meinung, dass es uns um einiges besser geht als vielen Menschen im Ausland.

Auch bin ich dankbar für meinen Job. Dank meiner Arbeit kann ich mir meine Fernreisen überhaupt ermöglichen und lebe in der Schweiz in einem schönen Heim. Ich kann mir Essen kaufen und den einen oder anderen Wunsch erfüllen. Ich bin dankbar für dich, schöne Schweiz!

Markus Roth, Postverkehr


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