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Der perfekte Schwung

Das Fahnenschwingen geniesst eine lange Tradition in der Schweiz und gehört zu den ältesten Nationalsportarten.

Der perfekte Schwung - ESAF 2019

Die Kunst des Fahnenschwingens wird üblicherweise an Volksfesten vorgeführt. Mit einer Leichtigkeit werden die flatternden Fahnen in die Luft katapultiert. Ohne Hektik und Hast führen die Fahnenschwinger ihre Schwünge vor. Doch der Schein trügt: Das Fahnenschwingen ist schwieriger, als es aussieht. Denn damit einer der 93 offiziellen Schwünge klappt, braucht es viel Übung und einiges an Wissen. Wir erklären Ihnen gerne, wie Ihnen der perfekte Schwung gelingt.

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Geschwungen wird auf einem Teppich. Der innere Kreis des Teppichs hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern, der äussere 150 Zentimeter. In diesem muss der Stand sicher sein. Schon das Anheben der Ferse hat Punktabzüge zur Folge.

Beim Kammgriff halten Sie den Stecken mit der Hand so, dass der Handrücken nach oben zeigt. Im umgekehrten Fall wäre es ein Ristgriff.

Beim Fahnenschwingen geht es nicht um Kraft, sondern um Technik und Hebelwirkung. Damit der Rundschwung gelingt, muss dieser in ausreichender Höhe geschwungen werden. Dabei flattern die – meist aus Kunstseide, Acetat oder reiner Seide bestehenden Fahnen – in der Luft und bilden einen Bogen.

Um die Fahne in die Luft zu katapultieren, platzieren Sie Ihren Daumen unter den Griff. In dem Moment, in dem Ihr Arm komplett ausgestreckt in die Luft zeigt, schlagen Sie Ihre Hand weg. So haben Sie den Dreh raus, um die Fahne möglichst hoch in die Luft zu werfen.

In die Luft werfen, kreisrund schwingen – alles schön und gut. Das Wichtigste ist aber, dass sich beim Fahnenschwingen die Seide nicht um den Stecken wickelt. Behalten Sie Ihre Fahne am besten immer im Blickfeld.

Die 93 Schwünge sind unterteilt nach der Art des Griffes (Rist- oder Kammgriff) sowie in Unter-, Leib- und Körperschwünge, Tellerschwünge, Mittelhoch- und Hochschwünge, Bein- und Körperkombinationen und Zuwürfe bei Duetten.

Besonders bekannt im Fahnenschwingen ist der Länder. Dieser muss rund «zwei Mann hoch» geschwungen werden. An seinem höchsten Punkt muss sich die Fahne voll entfalten und komplett sichtbar sein.

Zu guter Letzt gehts schwungvoll ins Abfangen. Fangen Sie den Stecken in Form eines Kammgriffs (Handrücken nach oben) – allerdings auf der anderen Körperseite als zu Beginn. Stützen Sie mit Ihrem freien Arm Ihre Hüfte, und beenden Sie den Schwung in der spiegelverkehrten Haltung zu Ihrer Ausgangslage. Et voilà: Sie haben Ihren ersten – perfekten – Schwung gemeistert!

Fakten:

Für das eidgenössische Fahnenschwingen sind nur Schweizer- und Kantonsfahnen mit offizieller Heraldik zulässig. Die Fahne ist aus reiner Seide oder aus Kunstseide. Das Mass beträgt 120 Zentimeter im Quadrat. Für die Fahnenstange bestehen keine Vorschriften. Ideal ist eine Länge von 150 Zentimetern mit einem Griffdurchmesser von 3 Zentimetern. Die Fahnenstange wiegt zwischen 500 und 700 Gramm, die Fahnenseide circa 150 Gramm. Ein Seidenexemplar kostet zwischen 1’000 und 2’500 Franken. Zum Auftritt des Fahnenschwingers gehört auch eine saubere und korrekte Tracht.

Quellen: www.luzernerzeitung.ch und www.jodlerverband.ch/fahnenschwingen 


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