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Siegerfaust im Schwingen unerwünscht

Was sollen und dürfen Schwinger, was ist verpönt? Knigge für Sägemehlathleten. Die Regeln für den Zweikampf im Sägemehl hat der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) im Technischen Regulativ festgehalten. Hinzu kommen weitere ungeschriebene Gesetze, an die sich ein Schwinger zu halten hat. Welche sind das?

Schwinger-Knigge
  • Schwinger pflegen grundsätzlich einen fairen Umgang miteinander. Dazu gehört der kameradschaftliche Handschlag vor und nach dem Gang. Der Sieger wischt dem Verlierer mit den Händen das Sägemehl vom Rücken.
  • Egal, wie wichtig ein Gang ist: Der Sieger soll seinen Jubel unter Kontrolle halten.
  • Nach dem Schlussgang lässt sich der Festsieger von Schwingerkameraden auf deren Schultern heben. So geniesst er die Ovationen des Publikums. Verpönt, ja unerwünscht, sind Siegerfaust und einzeln gestreckte Finger als Zeichen des Triumphs.
  • Das Tenü für Sennen- und Turnerschwinger ist klar geregelt. Fantasiehemden, Jeans oder Trainerhosen sind nicht erlaubt. Schwingerfunktionäre sehen die Sennenschwinger am liebsten in blauen Edelweisshemden.

Strikt verboten ist Werbung auf dem Schwingertenü. Auch bei T-Shirts unter der Bekleidung darf die Herstellermarke nicht sichtbar sein. Sie muss überklebt werden.

  • Lange Haare und Tattoos sind nicht gern gesehen im Schwingsport.
  • Unpünktliche Schwinger, die mehrmals für einen Gang im Sägemehl aufgerufen werden müssen, sind unbeliebt und ein gefundenes Fressen für die Sprecher. Im Wiederholungsfall kann ein Schwinger sogar vom Wettkampf ausgeschlossen werden.
  • Schwinger gehen vor dem Gang fast immer an den Brunnen, um sich zu erfrischen. Dadurch steigern sie ihre Motivation. Das ist erlaubt.
  • Jeder Schwinger hat den Gürtel der Schwingerhosen genügend satt zu schnallen. Der Gegner kann dies vor dem Gang beim Kampfrichter einfordern.

Schwinger reden während eines Gangs in der Regel nicht miteinander und auch nicht mit dem Kampfrichter.

  • Schwinger haben bei den Schwingerhosen die richtige Grösse auszuwählen. Sind diese zu eng oder zu gross, hat der Gegner einen Nachteil. Der Kampfrichter kontrolliert dies vor dem ersten Grifffassen.
  • Im Sägemehl ist es verboten, Schmuck zu tragen. Auch Uhren und Brillen sind vor Gangbeginn auf dem Kampfrichtertisch zu deponieren.
  • Ein Schwinger darf nach dem Gang beim Kampfrichter nach der Notengebung fragen. Kritische Kommentare dazu sind unerwünscht und verpönt.

Reglement und Fairness verbieten schmerzhafte Griffe. Dazu gehört auch der Daumengriff oder der Griff ins gegnerische Gesicht.

  • Abgesprochene Gänge sind nicht erlaubt und müssen vom Kampfgericht geahndet werden. Sie sind jedoch schwierig zu beweisen.
  • Nach dem Fest bedanken sich die Schwinger, die eine Gabe erhalten haben, brieflich oder persönlich beim Gabenspender.

Und wie sollen sich Gäste verhalten?


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