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Risikoszenario «Eskalation Handelskonflikt und Rezession»

In unserem Risikoszenario eskaliert der Handelskonflikt zwischen den USA und China 2020. Der Brexit ist nur scheinbar gelöst, was die geopolitischen Unsicherheiten weiter erhöht. Globale Wertschöpfungsketten werden empfindlich gestört, Unternehmensinvestitionen fallen weiter, und auch der bis dato robuste Konsum leidet. In diesem Szenario sind Aktien zu meiden. Investitionen in Staatsanleihen und Gold bieten dem Investor teilweise Schutz vor den Verwerfungen.

Market Outlook Szenario 2

Konjunktur

Trotz beidseitigem Interesse werden es die USA und China nicht schaffen, den Handelsstreit zu entschärfen. Eine weitere Erhöhung der Zölle auf Güter und die Einführung neuer nichttarifärer Handelshemmnisse lassen den Konflikt 2020 eskalieren. Der ungeordnete Brexit verstärkt die Unsicherheit zusätzlich. Die globale Industrieproduktion wird empfindlich gestört, und Wertschöpfungsketten müssen teilweise neu organisiert werden. Als Konsequenz gehen Investitionen und Handel weiter zurück, und die Krise schlägt sich auf den bis dato robusten globalen Konsum nieder. Nach mehreren Zinssenkungen und zusätzlichen Anleihenrückkäufen haben die Notenbanken nur noch wenig Handlungsspielraum in der Geldpolitik, um die Wirtschaft zu stützen. Fiskalpolitische Impulse kommen zu spät. Ein geteiltes Parlament in den USA oder Unstimmigkeiten in der EU werden zeitnahe Massnahmen verhindern. Auch könnten sich politisch motivierte Investitionsprogramme als wenig zielführend erweisen. China, das heute ca. 50 Prozent des globalen Wachstums generiert, leidet seinerseits unter dem Handelskonflikt und wird die Weltkonjunktur nicht im Alleingang stützen können. Das globale Wachstum leidet deshalb empfindlich, und eine Rezession wird wahrscheinlich. 

Finanzmarkt

2019 sind die Bewertungen der Aktienmärkte trotz fallender Unternehmensgewinne gestiegen (siehe Grafik). Die Bewertungen werden damit nochmals teurer, und das Risiko eines Rückschlags ist sehr hoch. Dank Unterstützung der Notenbanken und mit der Hoffnung, dass der Handelskonflikt gelöst würde, setzen Investoren auf eine Wachstumsbeschleunigung im Jahr 2020. Diese Hoffnungen werden in diesem Szenario enttäuscht, da die Gewinne der Unternehmen weiterhin massiv unter Druck kommen und damit deutlich fallen werden. Dies würde zu einer scharfen Korrektur an den Aktienmärkten führen. Ein Untergewicht in Aktien wird sich auszahlen.

Unternehmensanleihen werden in diesem Szenario besser abschneiden als Aktien. Insbesondere Staatsanleihen dienen aber dank potenziell weiter fallender Zinsen als wichtiger Puffer gegen die schwachen Aktienmärkte im Portfolio. Ein Übergewicht in Gold trägt zu einer weiteren Stabilisierung der Performance bei.

Fokus auf Staatsanleihen im Risikoszenario

Fokus auf Staatsanleihen im Risikoszenario
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