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Büroflächenmarkt: Mieten unter Druck

Obwohl sich das Büroflächenangebot in der Stadt Zug verkleinert, tendieren die Mieten abwärts. Neue Projekte abseits vom Stadtzentrum finden leichter neue Mieter als ältere Bestandsflächen. Während der Markt für Gewerbeflächen stagniert, herrschen bei Verkaufsflächen sinkende Mietpreise.

Die Lage auf dem kantonalen Büroflächenmarkt bleibt angespannt. Immerhin hat sich das zeitweise grosse Flächenangebot in der Stadt Zug reduziert: Im zweiten Quartal 2015 befanden sich noch 6 Prozent aller Flächen in der Vermarktung. Vor Jahresfrist waren es noch knapp 11 Prozent. Allerdings sind neue Mietflächen in der Planung, vor allem an gut erschlossenen Standorten ausserhalb der Stadt Zug. In der Gemeinde Baar soll noch in diesem Jahr der Baustart für ein neues Dienstleistungszentrum mit knapp 28‘000 Quadratmetern Bürofläche erfolgen. Weitere Neubauflächen sind im «Suurstoffi»-Areal in Risch vorgesehen. Diese modernen Flächen werden am Markt erfahrungsgemäss gut aufgenommen, ältere Bestandsflächen und Büros an unvorteilhaften Lagen kämpfen hingegen häufig mit Absorptionsproblemen.

Büroflächenmarkt Büroflächen

*Sommer 2015: April – August 2015

Die für inserierte Büroflächen verlangten Mietpreise sanken in den vergangenen 12 Monaten um rund 1 Prozent – damit tendiert der kantonale Mittelwert leicht nach unten.

Gewerbeflächenmarkt: Stabile Lage

Der Markt für Gewerbeflächen entwickelt sich stabil. In der Stadt Zug werden qualitativ durchschnittliche Gewerbeflächen für 160 Franken pro Quadratmeter und Jahr angeboten, in Baar und Cham kosten sie 120 Franken. In diesem Segment bestehen keine nennenswerten Bauprojekte mit Mietflächen. Die Entwicklung auf der Angebotsseite dürfte damit kaum für Bewegung am Markt sorgen.

Verkaufsflächenmarkt: Euro- und Onlineshopper belasten

Die Herausforderungen für die Schweizer Verkaufsflächenmärkte sind im vergangenen Jahr nochmals gestiegen. Die Frankenstärke hat den Einkauf im Euroraum deutlich attraktiver gemacht. Auch der Onlinehandel verzeichnete steigende Umsätze. Diese Situation schmälert die Umsätze des stationären Handels vor Ort.

Büroflächenmarkt Geschäftsflächemarkt

Angaben relativ zur Schweiz

Der Verkaufsflächenmarkt im Kanton Zug kann sich diesen Entwicklungen nicht entziehen. Er profitiert zwar von einer überdurchschnittlich hohen Kaufkraft der Einwohner und geniesst – dank der Lage im Zentrum der Schweiz – einen gewissen Schutz vor Umsatzabflüssen ins grenznahe Ausland. Trotzdem hat die Zusatznachfrage nach Verkaufsflächen an einigen Standorten an Schwung verloren. Die Mietpreise stehen unter Druck: Selbst an sehr guten Verkaufslagen werden zum Teil leicht sinkende Verkaufsflächenmieten beobachtet.

Ausblick

Der Ausblick für die Schweizer Konjunktur ist inzwischen besser als zu Jahresbeginn erwartet; im Jahr 2016 soll das Schweizer Wirtschaftswachstum wieder leicht anziehen. Erfreulich sind die Aussichten auch für die Zentralschweiz, die schon in der vergangenen Dekade eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Dynamik zeigte. Längerfristig dürften die Zuger Geschäftsflächenmärkte davon profitieren.

Das Umfeld der kommenden Monate bleibt jedoch anspruchsvoll. Einerseits wegen des starken Frankens, anderseits wegen der hohen Flächenkapazitäten. Während im Kanton Zug kräftig in neue Geschäftsflächen investiert wird, dürften namhafte Nachfrageimpulse seitens der Unternehmen auf absehbare Zeit ausbleiben. Deshalb wird der Druck auf die erzielbaren Mietpreise aller Wahrscheinlichkeit nach weiter anhalten.

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