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Zuger Mietwohnungsmarkt resistent

Der Zuger Mietwohnungsmarkt dürfte am wenigsten von der Corona- Krise betroffen sein. Mit einem Anteil von 60 Prozent macht er die Mehrheit des kantonalen Wohnungsbestands aus. Da das Wohnbedürfnis grundsätzlich gegeben ist, wird die Nachfrage nach Wohnraum auch im derzeitigen Umfeld nicht wegbrechen. Stützend wirken in diesem Segment die staatlichen Hilfen, allen voran die Arbeitslosenversicherung. Ein weiterer gewichtiger Vorteil des Kantons Zug sind seine rund 40’000 Zupendler, die ein hohes Potenzial von möglichen Mietern darstellen. Trotzdem ist nicht auszuschliessen, dass die heute sehr hohe Nachfrage nach Mietwohnungen einen leichten Dämpfer erfahren könnte. Denn einerseits wird wegen der Grenzschliessungen und sinkender Beschäftigungsmöglichkeiten die Zuwanderung abnehmen. Andererseits könnten im Zuge von Budgeteinschränkungen weniger Kleinhaushalte gebildet werden. Gerade diese hatten zuletzt zur Haushaltneubildung beigetragen und für einen wachsenden Mietwohnungsbedarf gesorgt.

Nachfrage liegt deutlich über dem Angebot

Im Kanton Zug, der bislang eine überdurchschnittlich hohe Einwanderung aus dem Ausland verzeichnete, wird sich dieser Zusatzbedarf an Mietwohnungen in den kommenden Monaten wohl abschwächen. Dennoch dürfte sich der hiesige Mietwohnungsmarkt als relativ krisenresistent erweisen, denn er befindet sich in einer äusserst robusten Verfassung. Sowohl das inserierte Angebot als auch die Zahl der leer stehenden Wohnungen sind im Kanton Zug ausgesprochen tief. Und anders als fast überall sonst in der Schweiz herrscht hier sogar eine Wohnungsknappheit. Entsprechend positiv entwickeln konnten sich die Angebotsmieten im letzten Jahr mit einem Plus von 2,7 Prozent, während sie im nationalen Durchschnitt um knapp 1 Prozent sanken. Auch die rückläufige Neubautätigkeit dürfte sich stabilisierend auswirken: Die Zahl der innert Jahresfrist bewilligten Wohnungen liegt mit 340 Einheiten um 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert, wodurch im laufenden Jahr nur mit einem geringen Zusatzangebot zu rechnen ist.

Angebot und Leerstand im Zuger Mietwohnungsmarkt

Vermarktung im Hochpreissegment anspruchsvoller

Der im Zuge der Corona-Krise zu erwartende Druck auf die inserierten Wohnungsmieten ist aufgrund der gesunden Nachfrage begrenzt. Allerdings muss im hochpreisigen und luxuriösen Segment mit einer anspruchsvollen Vermarktung gerechnet werden, da nun auch in den höheren Einkommensklassen sinkende Gesamtlöhne möglich sind. Und gerade dieser Teilmarkt fällt im Kanton Zug vergleichsweise stark ins Gewicht: Rund 17 Prozent der im vergangenen Jahr inserierten Mietwohnungen lagen oberhalb der 3500-Franken-Marke, schweizweit sind es nur knapp 4 Prozent.

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