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Fr, 18. Mai 2018

Ein Stück Heimat gefunden

Von Christopher Gilb, Zuger Zeitung

Eine grossräumige 5½-Zimmer-Wohnung mit grandioser Aussicht können Thomas und Anna Stocker seit zwei Jahren ihr Eigen nennen. Der Weg zu dieser war einfacher als gedacht.

Ein Stück Heimat gefunden

Familie Stocker fühlt sich wohl in der geräumigen Eigentumswohnung in Hanglage.

Bild: Stefan Kaiser

Thomas Stocker erinnert sich noch an die Zeit, als er ein Kind war und am Wochenende regelmässig seine Grosseltern im Bauernhaus am Sterenweg in Zug mit Sicht auf den See besuchte. «Das war für Kinder ein Paradies.» Doch das Haus war bereits sehr alt. «Irgendwann musste es abgerissen werden», erinnert sich der 32-Jährige. Die Erbengemeinschaft, zu der auch sein Vater gehört, liess am Ende des Sterenwegs ein neues Haus bauen, ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen. Es unterscheidet sich von den restlichen Häusern im Quartier: weisse Bauten mit Flachdächern. Das Haus aber hat ein grosses Giebeldach und eine Holzvertäfelung, es strahlt Heimeligkeit aus. Und heute wohnt Thomas Stocker mit seiner Familie darin.

Alles begann im April vor vier Jahren. Bei einer Kollegin lernte der Schreiner seine Traumfrau, die heutige Anna Stocker, kennen. Die Deutsche, die damals in Wien als Lehrerin arbeitete, war auf Besuch bei ihrer Schwester in Zug. Es funkte. Anna Stocker zog in eine kleine Wohnung nach Zug und fand eine Stelle als Katechetin im Kanton Aargau, nebenbei arbeitete sie noch bei einem christlichen Radio.

Die Beratungsqualität gab den Ausschlag

Dann vor zwei Jahren wurde eine Wohnung im Haus am Sterenweg frei. «Mit der Frage von Wohneigentum hatte ich mich nie auseinandergesetzt, aber nicht weil es mich nicht interessierte. Sondern, weil ich dachte, das kann ich mir als Normalverdiener sowieso nicht leisten», sagt Thomas Stocker. Für seine Frau war es hingegen immer ein Thema. «Ich bin selbst in einem Eigenheim aufgewachsen. Damit verbinde ich das Gefühl, ein Stück Heimat zu haben, einen Platz, wo ich mich vollumfänglich wohlfühle», sagt die ebenfalls 32-Jährige. Es ergab sich die Gelegenheit, die Wohnung zu einem, wie die beiden sagen, familienfreundlichen Preis zu kaufen. Jetzt ging es um die Finanzierung. «Für uns war es entscheidend, dass wir uns damit nicht unser Leben verbauen, also jahrelang unter der Finanzlast ächzen», sagt Thomas Stocker. «Wir klopften dann bei zwei, drei Banken an», erinnert sich seine Frau. Von Anfang an sei die Tendenz aber Richtung Zuger Kantonalbank gegangen. Auch weil diese von einer Kollegin empfohlen worden sei. Vor allem die Qualität der Beratung habe sie dann aber schlussendlich überzeugt. «Uns wurde das Gefühl vermittelt, dass man sich dafür einsetzt, das junge Zuger nicht den Kanton wechseln müssen, sondern hier eine Familie aufbauen können », sagt Thomas Stocker.

Erbvorbezug, Erspartes und Hypothek

Schlussendlich sei die Finanzierung dann eine Mischung geworden. «Wir hatten beide schon immer etwas zur Seite gelegt, dann stammt ein Teil noch aus einem Erbvorbezug, und wir haben Gelder aus der 3. Säule bezogen», so Thomas Stocker. Dazu kam die Hypothek, «aber eine, die tragbar ist». Entgegengekommen sei ihnen auch, dass die Zinsen momentan ideal seien. Seit zwei Jahren leben die Stockers nun in der neuen Wohnung. Für die Einrichtung war noch nicht so viel Zeit. Dies hat mit Tamara zu tun, ihrer Tochter, die vor 14 Monaten auf die Welt kam.«Da hat anderes Priorität», verrät Thomas Stocker lächelnd. «Und das wird sich auch in nächster Zeit nicht gross ändern, denn wir wünschen uns noch ein zweites Kind», verrät seine Frau. Viele der Möbelstücke stammen aus ihren früheren Wohnungen. Etwa die Holzkommode, die Thomas Stockers Vater gebaut hat. Dieser werkelt immer noch in der kleinen Holzscheune, die vom alten Bauernhaus übrig geblieben ist. Auch viel renovieren mussten sie nach dem Einzug nicht. «Die Wohnung war wie neu, lediglich den Holzboden habe er selber abgeschliffen, so Thomas Stocker.

Eine ideale Umgebung

Die beiden fühlen sich wohl in der lichtdurchfluteten rund 150 Quadratmeter grossen Wohnung, in der jedes Zimmer eine grandiose Aussicht bietet. «Annas Eltern aus Deutschland kommen jetzt hierher, um Ferien zu machen», sagt Thomas Stocker. Auch einen geräumigen Terrassenbalkon haben sie mit Sicht auf einen kleinen Bauernhof. «Ich liebe es, mit Tamara rauszugehen, um den Tieren zuzusehen», sagt Anna Stocker. Auch mit den Nachbarn verstehe sie sich sehr gut. Auch Thomas Stocker weiss den Wert eines Eigenheims nun zu schätzen. «Es ist toll, am Abend in mein eigenes Zuhause zu kommen.»


Nachgefragt

Wie Sie Familie und Eigenheim absichern

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Philipp Baggenstos, Berater Finanzplanung bei der Zuger KB, hat diesen Beitrag verfasst.

Beim Erwerb eines Eigenheims wird in der Regel ein grosser Teil der frei verfügbaren Vermögenswerte einer Familie in die Immobilie investiert. Eine Einkommenseinbusse, verursacht durch einen Invaliditäts- oder Todesfall, kann schnell zu einem Liquiditätsengpass führen und die Tragbarkeit der Immobilie gefährden.

Was muss eine junge Familie beachten?

Im Kanton Zug ist das Gebäude durch die obligatorische Gebäudeversicherung versichert. Der freiwilligen privaten Risikovorsorge wird hingegen oft zu wenig Beachtung geschenkt. Eine junge Familie sollte sich beim Erwerb eines Eigenheims überlegen, wie sie im Ereignisfall die Hypothek auf eine tragbare Höhe senken oder ergänzende Einnahmen generieren kann. Je nach Familiensituation gestaltet sich die Ausgangslage sehr unterschiedlich: Es gibt Haushalte mit einem Hauptverdiener oder mit Doppelverdienern, verheiratete und nicht verheiratete Paare, Familien mit einem oder mehreren Kindern. Die Risikoleistungen sind ebenso vielfältig und hängen, vor allem bei der beruflichen Vorsorge, massgeblich von dem vom Arbeitgeber definierten Ausbaustandard ab.

Wie lässt sich der Handlungsbedarf feststellen?

Es lohnt sich in jedem Fall, bei einer Fachperson eine detaillierte Vorsorgeanalyse erstellen zu lassen. Sie zeigt, welche individuellen Leistungen aus Taggeld sowie der ersten und der zweiten Säule bei Invalidität und Todesfall zu erwarten sind. Auf einen Blick lässt sich auf diese Weise feststellen, ob eine zusätzliche Absicherung innerhalb der privaten Vorsorge notwendig ist.

Welche Massnahmen können ergriffen werden?

Mit einer Todesfallrisikoversicherung können grössere Summen relativ kostengünstig versichert werden. Die Hypothek kann so bei einem Todesfall auf ein langfristig tragbares Niveau reduziert werden. Insbesondere für nicht verheiratete Paare ist die Todesfallrisikoversicherung ein wertvolles Absicherungsinstrument, da aufgrund des Versicherungsprivilegs der ausbezahlte Betrag nicht in die Erbmasse fällt. Kostspieliger sind Prämien für die Versicherung einer Erwerbsunfähigkeitsrente. In Kombination mit den Risikoversicherungen wird auch eine ehe- und erbrechtliche Begünstigungsregelung sowie die Errichtung eines Vorsorgeauftrags empfohlen.

Wie Sie an zusätzliche Eigenmittel gelangen

Ihre Eigenmittel liegen unter 20 Prozent des Kaufpreises? Prüfen Sie verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Eigenmittel erhöhen können. In Frage kommen beispielsweise: das Verpfänden oder Auszahlen von Vermögenswerten aus der zweiten Säule, ein Darlehen Dritter, eine Schenkung oder ein Erbvorbezug. Es ist zu bedenken, dass jede Finanzierung einzigartig ist und kein Patentrezept besteht. Bei einer auf Sie zugeschnittenen ganzheitlichen Beratung erarbeiten die Finanzierungsspezialisten der Zuger Kantonalbank gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung.

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