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Fr, 17. Mai 2018

Wichtiges beim Selberbauen

Selber bauen heisst nicht, alles selber zu machen, sondern die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beim Bauen mit einem General- oder Totalunternehmen sollten einige Punkte beachtet werden.

Wichtiges beim Selberbauen

Der Traum vieler Schweizer: ein Haus selber bauen.

Für viele Leute ist es ein Wunsch, einmal ein Haus nach den eigenen Vorstellungen zu bauen. Doch selber bauen heisst nicht, alles selber zu machen. Als Bauherr ist es wichtig, den richtigen Architekten und die geeigneten Handwerker zu wählen, sie genau über seine Wünsche und Vorstellungen zu informieren und einen detaillierten Architekturvertrag aufzusetzen, der die Rechte und Pflichten beider Parteien festlegt. Eine weitere Möglichkeit ist, einen General- oder Totalunternehmer (GU/TU) zu beauftragen, der für einen die Liegenschaft plant und baut – ohne dass man die Bauherrschaft abgibt. Ein Totalunternehmer übernimmt die Projektierung wie auch die Ausführung, während der Generalunternehmer das Bauvorhaben ausführt, jedoch ohne Architekturleistungen. Weil bei der Zusammenarbeit mit beiden Arten von Unternehmen die Verantwortung ganz oder teilweise an einen Dritten übertragen wird, sollte man die Seriosität der Unternehmen, die in Betracht gezogen werden, genau prüfen. Zum Beispiel können Referenzen über GU/TU eingeholt werden.

Vorteile einer Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit einem General- oder Totalunternehmer bringt laut der Zuger Kantonalbank zahlreiche Vorteile. Gemäss den Experten sollten allerdings einige wichtige Punkte und die potenziellen Risiken beachtet werden.

Vorteile einer Zusammenarbeit mit einem GU beziehungsweise TU:

  • Man spart Zeit, weil der General oder Totalunternehmer die gesamte Ausführung übernimmt. Ein Totalunternehmer stellt zusätzlich auch die Planung und Projektierung der Liegenschaft.
  • Die Verantwortung kann delegiert werden, da der General- oder Totalunternehmer grundsätzlich für die gesamte Realisierung (Preis, Qualität, Termine, Auflagen usw.) der Liegenschaft verantwortlich ist.
  • Als Bauherr profitiert man von einer vereinfachten Administration, weil man einen einzigen Werkvertrag für seine Liegenschaft abschliesst. Einzelne Handwerkerverträge werden durch den General- oder Totalunternehmer abgeschlossen. Somit ist er dem Bauherrn gegenüber für allfällige Mängel der Handwerker haftbar.
  • Möglicherweise erhält man als Bauherr Mengenpreisvorteile, die von einem General- oder Totalunternehmer teilweise weitergegeben werden.

Risiken bei einer Zusammenarbeit

Bei einer Zusammenarbeit mit einem General- oder Totalunternehmer gilt es zu beachten:

  • Bei einem Konkurs eines General- oder Totalunternehmers während der Bauzeit können folgende Risiken auftreten:
  1. Bereits geleistete Zahlungen an den General- oder Totalunternehmer sind mit grosser Wahrscheinlichkeit verloren.
  2. Damit die Bautätigkeit weitergeht, muss der Bauherr die Handwerkerrechnungen bezahlen.
  3. Falls fertiggestellte Leistungen der Handwerker noch nicht bezahlt worden sind, muss man als Bauherr diese Rechnungen bezahlen, weil die Handwerker sonst ein Bauhandwerkerpfandrecht auf dem Grundstück eintragen lassen werden, dies unabhängig davon, ob man als Bauherr für diese Leistungen bereits Zahlungen an den General- oder Totalunternehmer getätigt hat.
  4. Schliesslich können Garantieansprüche gegenüber den Handwerkern verfallen.
  • Der Handlungsspielraum eines Bauherrn gegenüber dem GU respektive TU ist während der Bautätigkeit begrenzt. Innerhalb der vertraglich abgemachten Rahmenbedingungen wird der General- oder Totalunternehmer gewinnorientiert agieren, was einen Interessenkonflikt darstellen kann.

Beim Vertrag zu beachten

  • Garantieansprüche mit Ausnahme des Konkursfalles des General- oder Totalunternehmers müssen beim Vertragspartner bleiben, um Nachverhandlungen mit Handwerkern durch den Bauherrn zu vermeiden.
  • Der General- oder Totalunternehmer- Vertrag sollte auf die Bestimmungen des Schweizerischen Ingenieur- und Architekten-Vereins SIA referenzieren.
  • Im Vertrag muss Klarheit über Liefertermine, Mängelrügefristen, Zahlungstermine und Bezugsbereitschaft bestehen.
  • Der Prozess bei Mängelbehebung muss definiert sein.
  • Abmachungen bezüglich Minder- und Mehrkosten sollten getroffen sein

Durch die Bank beraten lassen

Der Bau einer eigenen Immobilie ist ein Vorhaben, bei welchem man sich von einer Bank beraten lassen sollte. Die Zuger Kantonalbank verfügt insbesondere im Baukredit- und Hypothekarbereich über fundierte Kenntnisse sowohl in banktechnischen Belangen als auch in baulicher und energietechnischer Sicht. Sie kennt den Zuger Markt und arbeitet mit vielen General- und Totalunternehmern zusammen.

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