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17. Mai 2019

Zu Hause im Glück

Carmen Rogenmoser

Seit rund vier Jahren wohnt die Familie in ihrem eigenen Häuschen. Sie hätten viel Glück gehabt, sagen Nina und David Schmid über ihr Eigenheim. Sie sind sicher, dass sie ihr Geld mit einem Haus mitten in Cham gut angelegt haben. Hauptgrund für den Kauf sind aber die drei Kinder gewesen. 

Zuhause im Glück

Familie Schmid beim gemeinsamen Spielen im Essbereich ihres Hauses. Bild: Stefan Kaiser (Cham, 6. Mai 2019)

Voller Vorfreude rennt Jana in den Garten. «Im Sommer sind wir immer draussen», erzählt die Sechsjährige aufgeregt. Am liebsten spiele sie im grossen Sandkasten. «Bevor wir dann wieder ins Haus gehen, können wir uns gleich mit dem Schlauch abspritzen.» Sie lacht dabei fröhlich und zeigt auf viele weitere Spielsachen, die auf dem Rasen, der sich um das Eckreihenhaus an der Löbernstrasse in Cham zieht, aufgebaut sind. Da gibt es eine Rutsche, ein kleines Holzhaus und sogar ein Piratenschiff. «Das haben wir zusammen mit Papa gebaut», sagt Jana. Gepflegte Blumenbeete, Sträucher und Bäume säumen den Aussenbereich – ein richtiges Kinderparadies. «Die Kinder sind auch der Hauptgrund, weshalb wir uns für dieses Eigenheim entschieden haben», sagt David Schmid (40). Seit fast vier Jahren wohnt er zusammen mit seiner Frau Nina (38) und den drei Kindern (sechs, vier und zwei Jahre alt) im Reiheneinfamilienhaus im ruhigen Quartier. «Hier ist es wirklich wunderschön. Wir können die Kinder springen lassen. Sie können rein und raus, wie es ihnen gefällt.» Kindergarten und Schule befinden sich in unmittelbarer Nähe. Der 40-Jährige ist selber in Cham aufgewachsen, Nina Schmid in Steinhausen. «Cham war unsere Wunschgemeinde», erinnern sich die beiden. Hier sei immer etwas los. «Wir gehen gerne ins Dorf und freuen uns, wenn wir jemanden treffen, den wir kennen», sagt David Schmid. 

Die Familie hat sich für die Suche Zeit genommen

Zuhause im Glück

Jana und ihre kleine Schwester helfen Nina Schmid beim Antischen. Bild: Stefan Kaiser (Cham, 6. Mai 2019)

Die Familie hat sich aber auch Objekte in anderen Zuger Gemeinden angeschaut. Rund zwei Jahre waren sie auf der Suche. «Wir hatten es nicht eilig, wollten etwas finden, das zentral ist und uns wirklich gefällt.» Ihr 5-Zimmer-Haus, das in den späten 1980er-Jahren gebaut wurde, sei ein Glückstreffer gewesen, sagt Nina Schmid. Vor dem Einzug haben sie eine sanfte Renovierung vorgenommen. «Wir haben nicht gross umgebaut, aber doch das eine oder andere gemacht», erklärt David Schmid. Das ganze Haus wurde neu gestrichen, es gab eine neue Küche und neue Böden. Wohnbereich und Küche sind einladend, offen und hell. Die Einrichtung ist gemütlich und kindergerecht. Die ganze Familie fühlt sich hier wohl und zu Hause. Das ist auf Anhieb spürbar. Ein Haus zu besitzen, habe sich am Anfang schon speziell angefühlt, sagt der Familienvater, am grossen Tisch sitzend. «Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich gefreut habe, als ich zum ersten Mal selber den Rasen gemäht habe», er lacht beim Gedanken daran. Es sei schön zu wissen, dass sie mit dem Haus machen können, was sie möchten. Für ein Eigenheim hätten sie sich entschieden, weil sie die finanzielle Möglichkeit hatten, sagt Nina Schmid. Beide Elternteile sind selbstständig. David Schmid ist gelernter Maurer, er hat lange auf dem Bau gearbeitet und sich zum Bau- und Projektleiter weitergebildet. Schliesslich hat er mit zwei Partnern die Triga Baumanagement AG in Holzhäusern gegründet. Nina Schmid hat BWL studiert und lange bei einer Bank gearbeitet. Seit rund zehn Jahren betreibt sie zusammen mit ihrer Schwester die beiden Kleiderläden «Frühling» in Luzern und Zug. 

Unkomplizierter Austausch mit den Experten

Die beiden sehen sich in einer pri­vilegierten Situation. «Wir konnten Erspartes einbringen und ein Vorerbe beziehen. Wir hatten viel Glück», so die Chamerin. Die Berater der Zuger Kantonalbank hätten ihnen sehr weitergeholfen. «Der Austausch war unkompliziert und schnell», sagt die 38-Jährige. «Die Berater waren sehr daran interessiert, uns zu helfen, und hatten Verständnis, dass wir vorwärtsmachen wollten, als wir unser Haus schliesslich gefunden hatten.» Das Objekt sei nun Teil der Vorsorge oder dann ein Teil des Erbes für die Kinder. «Wir haben keine festen Pläne, was mit dem Haus passieren soll», so die 38-Jährige, obwohl – vielleicht werden sie eines Tages aufstocken. «Ein Schlafzimmer mehr wäre sicher schön.» Aber damit lassen sich die Schmids Zeit. Das Projekt laufe ihnen nicht davon. «Ein Haus mitten in Cham zu besitzen, ist sicher nicht falsch», ergänzt ihr Mann. Druck, für die Immobilie und alles drum herum selber verantwortlich zu sein, spüren sie nicht. Momentan gehe es ihnen vor allem darum, Zeit als Familie zu verbringen. «Die Kinder sind da, die Renovation ist beendet, jetzt können wir einfach geniessen.» – Das ist auch ganz im Sinn der Kinder, die sich bestimmt jetzt schon auf den Sommer im schönen Garten freuen. 


Nachgefragt

«Der Kauf von Wohneigentum ist für die meisten die grösste Investition des Lebens»

Ein Eigenheim bedeutet oft mehr als das Wohnen in den eigenen vier Wänden. Die Investition kann sich im Alter auszahlen und ihren Teil zur Vorsorge beitragen. Langfristig kommt Kaufen oft günstiger als Mieten. Sind die Hypotheken abbezahlt, wohnt man gar mietfrei. Zudem erfahren viele Objekte über die Jahre eine Wertsteigerung. Es gibt aber auch negative Punkte zu beachten, so ist etwa das Eigenkapital gebunden und Unterhaltskosten müssen eingerechnet werden. Roland Schilliger ist Leiter Privatkunden bei der Zuger Kantonalbank in Cham. Er weiss, worauf es bei der Investition in ein Eigenheim als Teil der Vorsorge ankommt.

Wie kann ein Eigenheim zur Vorsorge beitragen?
Der Erwerb eines Eigenheimes kann nur ein Teil der persönlichen Vorsorge sein. Eine breite Diversifikation der Vorsorgewerte wie zum Beispiel Säule 3a, Aktien oder Pensionskasse steigert die Ertragschancen und mindert Risiken.

Wann ist mit dem Gedanken der Vorsorge im Hinterkopf der beste Zeitpunkt, in ein Eigenheim zu investieren?
Motivation und Beweggründe, die für den Erwerb eines Eigenheimes sprechen, sind sehr unterschiedlich. Neben den finanziellen Verhältnissen spielt sicherlich auch die Lebensphase, in der man sich gerade befindet, eine sehr wichtige Rolle.

Was sind jetzt die Vorteile?
Die aktuelle tiefe Zinssituation bewegt viele potenzielle Käufer zum Erwerb eines Eigenheimes. Die anfallenden Wohnkosten sind momentan tief und entlasten das Budget.

Welche Risiken sind zu beachten?
Das gegenwärtige sehr tiefe Zinsniveau ist eine aussergewöhnliche Marktsituation. Trotzdem ist für die langfristige finanzielle Tragbarkeit der Hypotheken darauf zu achten, dass die Zinskosten mit 5 Prozent einkalkuliert werden müssen.

Zu welchem Zeitpunkt rentiert sich die Investition in ein Eigenheim?
Die Wertentwicklung von Immobilien ist abhängig von verschiedenen Kriterien. Beim Kauf einer Immobilie sollte in jedem Fall auf die Lage geachtet werden. Sie hat einen direkten Einfluss auf das Wertsteigerungspotenzial.

Wie kann die Zuger Kantonalbank helfen und unterstützen?
Der Kauf von Wohneigentum ist für die meisten Menschen die grösste Investition und eine der wichtigsten Entscheidungen des Lebens. Wir helfen ihnen mit unserer ganzheitlichen Beratung, den Traum von den eigenen vier Wänden auf ein solides Fundament zu stellen. Mit viel Engagement, Erfahrung und Fachwissen begleiten wir unsere Kunden gerne auf dem Weg zu ihrem Eigenheim.

Roland Schilliger

Roland Schilliger

Leiter Privatkunden Cham

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