Logo Zuger Kantonalbank

Zuger Kantonalbank

Wir begleiten Sie im Leben.
Übersicht
Vorsorgeblog-Header-Herbst

Vorsorgeblog

Vorsorgeblog: Wir begleiten Sie im Leben.

Wie sorge ich am besten privat vor? Was muss ich bei einem Jobwechsel beachten? Machen Lebensversicherungen noch Sinn? Kann ich mir eine Frühpensionierung leisten? Muss ich als Firmeninhaber zusätzlich privat vorsorgen? Fragen über Fragen, die wir Ihnen hier auf unserem Blog gerne beantworten. 

Egal ob Finanzplanung, Steuern, private oder berufliche Vorsorge, Güter- und Erbrecht: Unsere Fachspezialisten sind Profis auf diesen Gebieten.  Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen – hier auf unserem Blog oder im persönlichen Beratungsgespräch.

Di, 28. Mai 2019

Grundstückgewinnsteuer: Das müssen Sie beachten, wenn Sie Ihr Eigenheim verkaufen!

Cornelia und Mario, beide Rentner, haben allen Grund zu feiern: Sie haben kürzlich ihr Einfamilienhaus in Steinhausen ZG verkauft. Es waren glückliche 30 Jahre in Steinhausen, und doch möchten sie sich mit dem Verkaufserlös einen lang ersehnten Wunsch erfüllen: eine Weltreise!

AdobeStock_117960561_Andy Dean_Vorsorgeblog

Steuerfolgen beim Hausverkauf

Das Haus ist zwar verkauft, aber Cornelia und Mario haben einen Kostenfaktor vergessen: die Grundstückgewinnsteuer. Bevor sie also auf Weltreise gehen, müssen die beiden noch folgende Fragen klären: Welche Kosten können bei der Steuererklärung für Grundstückgewinne abgezogen werden? Wie hoch fällt die Grundstückgewinnsteuer aus? Müssen die beiden eine Steuer entrichten, auch wenn sie eventuell eine neue Immobilie kaufen?

Hier die wichtigsten steuerlichen Grundsätze, die Sie beim Verkauf Ihrer Liegenschaft unbedingt berücksichtigen sollten.

Wie hoch die Grundstückgewinnsteuer ausfällt, hängt vor allem von drei Faktoren ab:

1) Besitzdauer

Je länger man die Immobilie im Besitz hatte, desto tiefer fallen in den meisten Kantonen die Steuern aus

2) Höhe des Gewinns

Der Verkaufsgewinn berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den Anschaffungskosten. Zu den Anschaffungskosten werden aber nicht nur der Kaufpreis, sondern auch alle nachträglichen wertvermehrenden Investitionen in die Immobilie und die Gebühren für die Eigentumsübertragung wie auch die Maklerkosten berücksichtigt. Diese Kosten müssen allerdings mit Quittungen belegt werden.

3) Kanton (Steuersatz)

Die Besteuerung kann je nach Kanton sehr stark variieren. Langfristig realisierte Grundstückgewinne werden weniger stark besteuert als kurzfristige Grundstückgewinne. Bei sehr kurzer Besitzdauer kann die Grundstückgewinnsteuer bis zu 60% betragen. Eine Immobilie langfristig zu halten, zahlt sich also aus.

Was sind wertvermehrende Investitionen?

Cornelia und Mario haben in den letzten 30 Jahren viel in ihr Haus investiert: Ausbau des Dachgeschosses, Garagenanbau, Wintergarten, Fassadenerneuerung und vieles mehr. Durch die wertvermehrenden Investitionen steigt der Wert des Hauses. Der Ausbau des Dachgeschosses, Garagenanbau und Wintergarten gelten in diesem Beispiel als wertvermehrende Investitionen. Als werterhaltend gilt für die beiden die Fassadenerneuerung. Diese konnte bereits in der ordentlichen Steuererklärung in Abzug gebracht werden.

Mietwohnung oder Kauf Ersatzliegenschaft?

Cornelia und Mario müssen sich auch Gedanken machen, wo sie nach der Weltreise wohnen werden. Was wäre mit der Grundstückgewinnsteuer, wenn die beiden nach ihrer Reise eine Eigentumswohnung kaufen würden?

Das müssen die beiden dringend beachten: Wer seine Immobilie verkauft, die er selbst bewohnt hat, und sich innert der nächsten 1 bis 5 Jahre (je nach Kanton) eine Ersatzliegenschaft in der Schweiz beschafft, bleibt vorerst von der Grundstückgewinnsteuer verschont. Das gilt vor allem dann, wenn der volle Verkaufserlös erneut in Wohneigentum in der Schweiz investiert wird. Wird nur ein Teil reinvestiert, werden Teile der Steuer fällig.

Der Aufschub der Steuer ist hingegen bei vermieteten Objekten, Zweitwohnungen und Ferienliegenschaften ausgeschlossen.

Die Erhebung der Grundstückgewinnsteuer kann auch in weiteren Ausnahmefällen aufgeschoben werden. Dies kann beispielsweise bei unentgeltlichem Eigentumswechsel (z.B. Erbgang, Erbvorbezug oder Schenkung) oder bei Eigentumsübertragung unter Ehegatten infolge einer Scheidung geschehen.

Cornelia und Mario haben sich entschieden: Sie haben eine schöne Mietwohnung in Zug gefunden und werden keine neue Liegenschaft kaufen.

Ein einfaches Rechenbeispiel:

 

Schweizer Franken

Verkaufspreis

1'400'000
 
Anlagekosten  
Kaufpreis vor 30 Jahren 800'000
wertvermehrende Investitionen 200'000
Maklerprovision 30'000 
Handänderungsabgaben/
Beurkundungskosten
2'000
Anlagekosten total 1'032'000

 
Grundstückgewinn
(Verkaufserlös abzüglich Anlagekosten Total)
368'000

Die voraussichtliche Grundstückgewinnsteuer beträgt für Cornelia und Mario unter Berücksichtigung der Besitzdauer und der oben aufgeführten Kosten 36’800 Franken. Die meisten Kantone haben das Berechnungstool auf den kantonalen Seiten unter der Rubrik Steuern aufgeschaltet. Unser Rentnerpaar hat also nicht nur in den letzten 30 Jahren Steuern mit den werterhaltenden Kosten gespart, sondern hat auch bei der Grundstückgewinnsteuererklärung den maximalen Nutzen erzielt. Es lohnt sich entsprechend, die Rechnungen aufzubewahren.

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen? Wir beraten Sie nicht nur in Steuerfragen, sondern bieten auch Immobiliendienstleistungen wie Verkauf und Bewertung an.

In der aktuellen Sonderbeilage Wohnen und Finanzieren erhalten Sie zudem spannende Informationen rund ums Eigenheim. Und Sie haben die Möglichkeit einen tollen Preis zu gewinnen – einen Frühjahrsputz im Wert von 1‘500 Franken. Machen Sie jetzt mit.

Das Thema ist sehr komplex und individuell zu analysieren. Wenn Sie sichergehen möchten, dann kommen Sie wie Cornelia und Mario für eine Beratung zu uns.

Jetzt Termin vereinbaren

Bild: © Andy Dean – stock.adobe.com


Daniela Kutlesa

«Steuerplanung: damit Sie nur bezahlen, was Sie bezahlen müssen.

Daniela Kutlesa

Steuerberaterin


Kategorien: Steuern

Tags: Eigenheim absichern , Gebäudeversicherung , Immobilie als Vorsorge , Steuern


Load more comments

Kommentar verfassen

Kommentar fehlt

Kommentar fehlt

E-Mail ungültig

E-Mail fehlt

Vorname, Name fehlt

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir werden diesen nach einer kurzen Prüfung freischalten.
-


Ihr Anliegen