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Mo, 26. Aug 2019

Adieu Schweiz: Den Ruhestand in der Sonne verbringen

Nach der Pensionierung die Schweiz verlassen und den Ruhestand im Ausland geniessen? Davon träumen viele Schweizer. Auch Georg, 63, plant, nach seiner baldigen Pensionierung ein neues Lebenskapitel an der sonnigen spanischen Küste anzufangen.

Adieu-Schweiz

Wegzug Schweiz – steuerliche Tücken

Sein angespartes Vermögen aus der Säule 3a lässt sich Georg als Kapital auszahlen. Seine Eigentumswohnung in Zug wird er nach seinem Wegzug vermieten. Welche steuerlichen Folgen muss Georg nun bedenken, bevor er die Schweiz verlässt?

Beim Wegzug ins Ausland endet die Steuerpflicht in der Schweiz am Wegzugstag. Würde Georg die Schweiz beispielsweise am 30.09.2019 verlassen, hat er eine unterjährige Steuererklärung für die Periode 1. Januar bis  30. September 2019 einzureichen. Das steuerbare Einkommen bemisst sich dann nach den tatsächlichen Einkünften bis zum Datum des Wegzugs. Zur Satzbestimmung werden dabei alle regelmässigen Einkünfte, wie z.B. die AHV oder allfällige Mieterträge,  auf ein Jahreseinkommen umgerechnet. Das Vermögen ist mit dem Stichtag des Wegzugs zu deklarieren.

Werden Renten ins Ausland ausgerichtet, erfolgt die Besteuerung grundsätzlich im Ansässigkeitsstaat, in diesem Beispiel Spanien. In gewissen Fällen unterliegen die ausbezahlten Renten in der Schweiz einer Quellensteuer. Die Schweiz hat mit verschiedenen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. In diesen ist festgelegt, welcher Staat für welche Steuer zuständig ist. 

Steuerfolgen beim Besitz einer Liegenschaft

Liegenschaften werden an ihrem Standort besteuert. Da Georg seine Wohnung in Zug behält, bleibt er auch nach dem Wegzug für seine Liegenschaft in der Schweiz beschränkt steuerpflichtig. Nicht nur der Steuerwert der Liegenschaft, sondern auch die Mieteinnahmen unterliegen in der Schweiz nach wie vor der Steuerpflicht. Die anwendbaren Steuersätze auf die Mieterträge und den Liegenschaftswert berechnen sich dann aus dem Gesamteinkommen bzw. -vermögen. Zu diesem Zweck muss Georg in der Schweiz jährlich eine Steuererklärung ausfüllen und darin sein weltweites Einkommen und Vermögen deklarieren.

Optimierungsmöglichkeiten und Risiken beim Bezug der Kapitalleistung

Kapitalbezüge aus einer Schweizer Vorsorgeeinrichtung werden immer in der Schweiz besteuert. Lässt man sich das Vorsorgekapital noch vor dem Wegzug auszahlen, profitiert man von dem bevorzugten Steuertarif auf Kapitalleistungen in der Schweiz. Wird das Kapital jedoch erst nach dem Wegzug ausbezahlt, erhebt die Schweiz auf die Kapitalleistung eine Quellensteuer. Ausschlaggebend für den anwendbaren Steuersatz ist dann nicht der letzte Wohnort des Steuerpflichtigen, sondern der Sitz der jeweiligen Vorsorgeeinrichtung. Die Steuerbelastung der Kapitalauszahlung unterscheidet sich dabei erheblich von Kanton zu Kanton. Es lohnt sich daher, alle Optimierungsmöglichkeiten beim Bezug der Kapitalleistung rechtzeitig zu prüfen. Dabei sollte man nicht nur die Steuerbelastung in der Schweiz, sondern auch die all-fällige steuerliche Erfassung solcher Zahlungen vom Zuzugsland berücksichtigen.

Vor der Abreise muss Georg schlussendlich noch einen Vertreter in der Schweiz bezeichnen, der legitimiert ist, alle steuerlichen Zustellungen von der Steuerverwaltung zu empfangen.

Falls Sie sich durch diesen Beitrag angesprochen fühlen, empfehle ich Ihnen, Ihre Situation mit einer Fachperson zu besprechen.

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Bild: © luengo_ua – stock.adobe.com


pavla-polackova

«Bei einer grenzüberschreitenden Steuerpflicht lauern oft steuerliche Fallen sowie bürokratische Unannehmlichkeiten. Diese lassen sich vermeiden, indem Sie sich mit Ihren Rechten und Pflichten in beiden Ländern vertraut machen.»

Pavla Polackova

Steuerberaterin


Kategorien: Pensionsplanung , Steuern

Tags: Ausland , Liegenschaft , Steuern , Wegzug


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