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Auf dem richtigen Weg zur Pensionierung

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Unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sich eine berufliche Auszeit zu nehmen. Doch viele Menschen schrecken vor einem Sabbatical zurück. Denn wer macht die Arbeit, wenn man zum Beispiel auf eine Wanderung geht oder sich ehrenamtlich engagiert? Nicht so Philipp Baggenstos, Berater Finanzplanung. Er nahm sich eine Auszeit und unterstützte den Verein Zuger Wanderwege für ein gut unterhaltenes Wanderwegnetz.

Wandern ist Arbeit

Waren Sie schon mal im Ausland wandern? Dann haben sicherlich auch Sie die Erfahrung gemacht, dass Signalisationen fehlen, die Wege schlecht sind oder Sperrungen auftauchen, auf die nirgends hingewiesen wurde. Nicht so in der Schweiz. Hier kümmern sich unter anderem Vereine um den Unterhalt der Wege.

Philipp, nach zehn Jahren bei der Zuger Kantonalbank, hast du dir eine Auszeit gegönnt und bist sprichwörtlich auf Wanderschaft gegangen. Was waren deine Beweggründe, dich um die Zuger Wanderwege zu kümmern?

Ich schätze das gut ausgebaute Netz der Schweizer Wanderwege. Im Ausland sind Wanderwege oft Mangelware, schlecht beschildert und ungenügend unterhalten. Das schweizerische Wegnetz, das sich direkt von den Agglomerationen in die Natur ausbreitet, wird rege genutzt. Vor allem seit der Corona-Pandemie. Die Menschen haben das Wandern für sich entdeckt. Das konnte ich anhand der zahlreichen Begegnungen während meines Sabbaticals feststellen. Mein Einsatz hat sich definitiv gelohnt.

Welche Parallelen konntest du zu deinem Job als Finanzplaner feststellen?

Wie beim Ausrichten der Wegweiser ist es auch beruflich meine Aufgabe, den richtigen Weg aufzuzeigen. In meinen Pensionsplanungen empfehle ich, welcher Weg einzuschlagen ist. Für finanziell wichtige Entscheide, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, gilt es eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen. So lässt sich beispielsweise berechnen, ob anlässlich der Pensionierung aus der Pensionskasse eine Rente oder das Kapital bezogen werden soll. Es ist wie beim Wandern: Einfach drauflosmarschieren ist nicht zielführend.

Beim Wandern ist der Rucksack hoffentlich gut gefüllt. Wie ist es bei der Pensionsplanung?

Ein gut gepackter Rucksack ist bei einer langen Wanderung entscheidend. Sei es die Regenjacke, die Sonnencreme oder die Wasserflasche: An alles will gedacht sein! Wie beim Packen des Rucksacks für eine Wanderung wird bei einer fundierten Pensionsplanung in einem ersten Gespräch eine Auslegeordnung gemacht. Dazu sollten unsere Kundinnen und Kunden möglichst viele Dokumente zur finanziellen Situation mitbringen. So gehören der Vorsorgeausweis der Pensionskasse, Kontoauszüge der Säule 3a, Versicherungspolicen, ein Auszug der AHV und die Steuererklärung zu den erforderlichen Unterlagen. Im Gespräch wird eruiert, welche individuellen Ziele es auf dem Weg zur Pensionierung anzupeilen gilt.»

Wie wird der richtige Weg erkennbar?

In einer Pensionsplanung wird die finanzielle Zukunft in verschiedenen Szenarien bis ins hohe Rentenalter berechnet. Es wird so gut erkennbar, welcher Weg einzuschlagen ist und welche Optimierungsmöglichkeiten wahrgenommen werden können. Anders als bei einer Wanderung ist die Pensionierung ein einmaliges Ereignis. Eine falsche Entscheidung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wer in Zug auf Wanderschaft geht, der kann seine Route auf https://map.geo.admin.ch gut planen. Auf der Website der Zuger Wanderwege https://www.zugerwanderwege.ch finden sich zudem viele weitere Informationen wie aktuelle Sperrungen.

Warum ist es wichtig, vorausschauend zu handeln?

Wie bei der Planung einer Wanderung sollte auch die Pensionierung frühzeitig geplant werden. Wer sich erst kurz vor der Erwerbsaufgabe damit befasst, hat wertvolle Zeit für Optimierungen verpasst und trifft bei wichtigen Entscheiden oft die falsche Wahl. Für die Planung der Pensionierung empfiehlt es sich, zehn Jahre vor der Erwerbsaufgabe das Gespräch mit einem Experten zu suchen. Wusstest du eigentlich, Ina, dass es in Zug über 550 Kilometer Wegnetz gibt? Entsprechend wichtig ist auch hier, dass man seine Route kennt.

Wie sah ein typischer Tag während deines Sabbaticals aus?

Morgens zeichnete ich auf der Karte jeweils die Strecken ein, die abzulaufen waren. Mit einem gut gepackten Rucksack machte ich mich anschliessend auf den Weg. Die Standorte von Wegweisern habe ich mit einer 360-Grad-Kamera festgehalten und auf Google Street View veröffentlicht. Die insbesondere durch den Gewittersommer 2021verursachten Unterhaltsmeldungen erfasste ich fortlaufend auf meinem Handy. Am Abend standen dann Arbeiten am PC an.

Pensionsplanung

Sie haben Fragen zu Ihrer Pensionsplanung? Nehmen Sie Kontakt mit Philipp auf. Er hat sicherlich auch den einen oder anderen Wandertipp für Sie.

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Ina Gammerdinger

Ina Gammerdinger

Ina Gammerdinger, Projektleiterin Kommunikation, ist seit 2018 bei der ZugerKB. Sie sorgt dafür, dass die richtigen Themen die richtigen Personen erreichen. Ihre Arbeit ist eine Mischung aus Redaktion, Social Media Hub, digitalem Labor und Schreibmaschine – sie ist so wandelbar wie ihre Texte. Am liebsten schreibt sie über gesellschaftliche Trends. Privat steht ihr Hund an erster Stelle.


Kategorien: Karriere

Tags: Mitarbeiter , Zug


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