Lia Hürlimann: jung, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen

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Immer fröhlich, immer gut gelaunt und gewohnt, anzupacken: Lia Hürlimann ist eine engagierte junge Frau, die zurzeit die Banklehre absolviert. Sie liebt das Lagerleben in der Jubla, wo sie seit dem Sommer 2026 mitverantwortlich für die Lagerleitung ist. Was sie zu diesem Schritt bewegt hat und welche Tipps sie anderen jungen Menschen gibt, erzählt Lia im Interview.

Gemeinsam unterwegs vom Lagerhaus in Gsteig bis zum Lauenensee – ein besonderes Erlebnis.

Lia, seit fünf Jahren bist du bei der Jubla Oberägeri und hast an vielen Lagern teilgenommen. Was hat dich motiviert, den Schritt zur Gruppenleiterin zu machen?

Ich habe mich dafür entschieden, weil ich es spannend fand, neue Leute kennenzulernen und eine Woche mit meinen Freundinnen und Freunden im Kurs zu verbringen. Gleichzeitig wollte ich mich einer neuen Herausforderung stellen und herausfinden, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und in verschiedenen Situationen richtig zu reagieren.

Was hat dich die Ausbildung gelehrt, nicht nur generell zum Thema Leitung, sondern vielleicht auch über dich selbst?

Zu Beginn habe ich mich teilweise unsicher gefühlt, wenn ich Verantwortung übernehmen musste. Mit der Zeit habe ich gelernt, in stressigen Situationen ruhiger zu bleiben und nicht impulsiv zu reagieren. Heute weiss ich, dass ich mehr leisten kann, als ich mir jemals zugetraut hätte.

Lia Hürlimann

Lia zur privaten Verantwortung:

«Du musst nicht perfekt sein, um Verantwortung in der Jubla zu übernehmen. Du lernst alles Schritt für Schritt – gemeinsam im Team und mit Unterstützung von erfahrenen Leuten. Fang klein an, probiere Neues aus und trau dich: Genau daran wächst du.»

Lia Hürlimann, Lernende bei der Zuger Kantonalbank

Im Sommer 2026 warst du zum ersten Mal für die Leitung des Lagers mitverantwortlich. Wie hat es sich angefühlt?

Es war eine sehr spannende und tolle Erfahrung, die mir viel Freude bereitet hat. Natürlich gab es auch Herausforderungen. Da kommt mir eine spezielle Situation in den Sinn. Ich hatte ein Spiel erfunden, das für mich absolut logisch war. Als ich es den Leitern und den Kindern erklären musste, blickte ich in fragende Gesichter. Da realisierte ich, wie wichtig verständliche Erklärungen sind. Zudem wurde mir bewusst, wie wertvoll die Unterstützung durch das gesamte Leitungsteam ist. Man kann nicht alles selbst bewältigen und ist auf den Austausch sowie die Hilfe der anderen angewiesen.

Gab es in diesem Lager einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Nein, einen besonderen Moment kann ich nicht herauspicken. Aber die vielen kleinen Erlebnisse, die lustigen Situationen und Gespräche haben das Lager für mich zu etwas Besonderem gemacht. Auch der gemeinsame Alltag und der Zusammenhalt in der Gruppe waren für mich sehr wertvoll.

Du absolvierst bei der Zuger Kantonalbank die Lehre zur Kauffrau EFZ. Hilft dir die Ausbildung zur Gruppenleiterin auch bei deiner Banklehre?

Ja, absolut. Ich habe in der Ausbildung gelernt, Verantwortung zu übernehmen und auch in hektischen Momenten den Überblick zu behalten. Das bringt mir im Arbeitsalltag viel, insbesondere, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig anstehen oder es mal stressig wird. Ausserdem fällt mir der Umgang mit Menschen leichter. Ich habe gelernt, mich klar auszudrücken, aber auch auf andere einzugehen. Das brauche ich auch im Team oder im Kontakt mit der Kundschaft. Generell fühle ich mich durch die Ausbildung zur Gruppenleiterin sicherer und traue mir in neuen Situationen schneller etwas zu.

Lia zur finanziellen Vorsorge:

«Junge Menschen sollten sich rechtzeitig um ihre Vorsorge kümmern – auch wenn die Pensionierung noch weit weg ist.» Als Kauffrau EFZ, Fachrichtung Bank, weiss Lia, wovon sie spricht. Denn dieses Thema gehört auch in ihre Ausbildung.

Lias Tipps für die 3. Säule

1. Nicht erst anfangen, «wenn ich genug verdiene» – viele warten zu lange

In der Realität reicht oft schon ein kleiner Betrag. Wichtig ist nicht die Höhe, sondern dass du überhaupt beginnst.

2. Starte mit einem Betrag, der nicht wehtut.

Also nicht 1’000 Franken im Monat, sondern zum Beispiel 50 oder 100 Franken. Der Betrag soll so klein sein, dass du nicht darüber nachdenkst.

3. Mach es automatisch: Richte einen Dauerauftrag direkt nach dem Lohneingang ein.

Wenn das Geld auf dem Konto bleibt, gibst du es sicher aus. Automatismus schlägt Motivation.

4. Verbinde es mit etwas Konkretem.

Beispiel: «Vielleicht habe ich später die Möglichkeit, eine Wohnung zu kaufen. Oder ich leiste mir im Alter tolle Reisen.» Wenn es zu abstrakt bleibt, passiert nichts.

5. Mach es so einfach wie möglich (kein Overthinking).

Nicht zehn Anbieter vergleichen, nicht wochenlang recherchieren. Ein Konto eröffnen, Betrag wählen, fertig! Perfektion verhindert oft den Start.

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Doris Zetzema

Doris Zetzema

Doris Zetzema, Beraterin Kommunikation, kam 2014 als Quereinsteigerin zu uns. Sie jongliert gerne mit Wörtern und Sätzen, feilt am Text, bis er optimal auf die Leserinnen und Leser abgestimmt ist. Wichtig in ihrer Kommunikation: immer auf Augenhöhe, viel Empathie und ein lockerer Schreibstil. Sie mag Geschichten über Menschen, fühlt gerne auf den Zahn. Privat ist sie am liebsten mit ihrer Harley unterwegs.


Kategorien: Zukunft

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