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Kreativität privat und im Alltag als Kundenberater

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Richard Mathey arbeitet in einem 80-Prozent-Pensum als Privatkundenberater in der Geschäftsstelle Unterägeri und ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher Porträtfotograf und Crypto-Nerd. Im Interview erzählt er, was ihn an der Fotografie fasziniert und gibt Tipps für gutes Fotografieren.

Du hast dich bewusst für ein Teilzeitpensum als Kadermitarbeiter entschieden. Wie wichtig ist dir die Work-Life-Balance?

Richard: Als kreativer Mensch ist es mir wichtig, all meinen Fähigkeiten Raum zu geben. Dies erlaubt es mir, mich stetig weiterzuentwickeln und verschiedene Bereiche fokussiert anzugehen. Aber ich muss auch gestehen, dass mir dies nicht immer gelingt und ich mich ab und zu auch verliere oder verzettle bei all den vielen Möglichkeiten.

Du bist nicht nur ein talentierter Bankberater, sondern auch ein talentierter Fotograf. Was fasziniert dich an der Fotografie?

Richard: Da mir im Leben vieles zu schnell geht, habe ich beim Fotografieren die Möglichkeit, mich bewusst auf die Gegebenheit einzulassen und ein Gespräch auf einer nicht verbalen Ebene wahrzunehmen. Die Essenz des Seins meines Gegenübers lässt sich in der Schwarz-Weiss-Fotografie aus meiner Sicht am besten erkennen, denn Farben lenken diesbezüglich zu sehr ab. Also das wahre Wesen des Menschen erkennen ohne jegliche Ablenkung.

«Das perfekte unperfekte Bild liebe ich. Nichts gestellt, es entsteht einfach in diesem Moment, und nur ich kann es sehen. Später, nach dem Entwickeln dieses Bildes, kann ich diesen Wimpernschlag der Zeit, den ich gesehen habe, teilen.» Richard Mathey

«Eine Aufnahme direkt aus der Kamera ohne irgendwelche Veränderungen am Gesicht. Warum sollte ich dieser bezaubernden Person das Lippenbläschen entfernen? Dieser ‹Makel› betrübt in keiner Weise, die innere Schönheit überstrahlt alles. Ich liebe die natürliche Fotografie.» Richard Mathey

Welche Parallelen siehst du zu deinem Berufsalltag?

Richard: Das echte Interesse am Gegenüber, um so dessen Träume und Ängste kennenzulernen. Mit ihm einen Weg zu beschreiten und es dabei zu begleiten. Dies stärkt die Bindung und das Vertrauen.

Ist für dich die Fotografie Kunst?

Richard: In dem Sinne, wenn du knipsen und fotografieren unterscheidest, ja. In Bildern eine Geschichte festhalten, Gefühle transportieren, sein inneres Wesen und seine Haltung mit seinen Werten zum Vorschein bringen, ja das würde ich als Kunst bezeichnen.

Welchen Geheimtipp oder Trick hast du für die Leserinnen und Leser?

Richard: Sich selbst fragen: Was möchte ich mit dem Bild ausdrücken und welche Gefühle möchte ich festhalten? Denn was dein Herz berührt, wird auch die Herzen der Betrachter berühren. Ein weiterer Tipp wäre, die Perspektive zu ändern und so das Gewohnte aus einer anderen Sicht wahrzunehmen.

 Das Wichtigste beim Fotografieren ist, sich selbst zu fragen: Was möchte ich mit dem Bild ausdrücken und welche Gefühle möchte ich festhalten? Denn was dein Herz berührt, wird auch die Herzen der Betrachter berühren. Ein weiterer Tipp wäre, die Perspektive zu ändern und so das Gewohnte aus einer anderen Sicht wahrzunehmen. 

Richard Mathey, Privatkundenberater bei der Zuger Kantonalbank

Du hast auch eine Vorliebe für die Crypto-Welt. Was bedeutet Crypto für dich?

Richard: Die Möglichkeit, in Eigenverantwortung an interessanten Themen und Lösungen teilzuhaben, zu partizipieren und allenfalls mitzuwirken. Gleichgesinnte haben in einer zensurresistenten Datenbank weltweit die gleichen Chancen. Werte können so über Generationen weitergegeben werden.

Wieso glaubst du an diese Technologien?

Richard: Wir Menschen und die Technologien entwickeln uns stetig weiter. Der ganze Geldfluss, das Vertragswesen, die Nachvollziehbarkeit usw. werden mit der Blockchain-Technologie effizienter und effektiver. Wir müssen einfach lernen, dass wir entscheiden, ob wir dies zum Guten oder zum Schlechten einsetzen. Im Moment ist für viele diese Crypto-Welt noch ein Mysterium. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist deshalb die entsprechende Aufklärung.

Wie nutzt du Bitcoin und Co. im Alltag?

Richard: Den Bitcoin ganz klar als Wertespeicher. Ein weiteres Beispiel habe ich im Bereich der Nachhaltigkeit. Dort halte ich ein Token, das erneuerbare Energie und Aufforstungsprojekte unterstützt und zusätzlich Carbon-Offset-Zertifikate generiert. Ein solches Zertifikat kompensiert dabei eine Tonne Treibhausgas. So habe ich mich selbst klimaneutral gemacht und produziere sogar Überschuss, den ich weitergeben kann. Einen Teil dieses Erlöses spende ich zudem an Schulen in Sierra Leone.

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern dürftest: Was wäre das?

Richard: Dass sich jeder bewusst wird, dass derzeit 52 Prozent der landwirtschaftlichen Böden weltweit bereits degradiert sind und voraussichtlich in 20 Jahren 40 Prozent weniger Nahrungsmittel für 9,3 Milliarden Menschen produziert werden können als heute. Dies muss in die Handlungen jedes Einzelnen von uns einfliessen. Der Klimaschutz und das Überleben der Menschheit beginnen mit nährstoffreichem Boden weltweit. Unsere Generation kann und muss dies lösen. Wir müssen jetzt beginnen.
 

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Sabrina Villiger

Sabrina Villiger

Sabrina Villiger, Kundenberaterin Private Banking, ist immer offen für Neues. Veränderungen blickt sie positiv entgegen. In ihrer Weiterbildung zum Certified Crypto Finance Expert hatte sie die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Sie liebt es, das Beste aus der alten und der neuen Bankenwelt im Beratungsalltag zu vereinen, und treibt gerne Sport.


Kategorien: Zukunft

Tags: Anlegen , Digital , Gesellschaft , Mitarbeitende , Private Vorsorge , Trends


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