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Was Chriesnen und persönliche Beratung gemeinsam haben

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Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Kanton Zug, kletterte Florian Annen schon als kleiner Bub auf Kirschbäume, um seiner Familie bei der Ernte zu helfen. Noch heute nimmt er sich trotz Job und Weiterbildung die Zeit, beim Chriesnen in Walchwil dabei zu sein. Und noch immer finden viele Chriesi den Weg nicht in den Korb.

Florian, du bist auf einem Bauernhof im Kanton Zug aufgewachsen. Welche Kindheitserinnerungen verbindest du mit dem Chriesnen?

Ich denke gerne an meine Kindheit und an die Chriesizeit zurück. Früher, als wir noch klassisch «chriesned» haben, verbrachte ich mit meinen Geschwistern jeden Tag unzählige Stunden mit Pflücken. Unsere Hände, unsere Gesichter und Kleider: alles rot verschmiert. Und wenn wir keine Lust mehr hatten, haben wir uns versteckt. Zudem erinnert mich das Chriesnen an meinen Grossvater, der letztes Jahr verstorben ist. Die Chriesizeit war für ihn immer die wichtigste und schönste Zeit des Jahres.

Wie viele Kilogramm Chriesi isst du pro Jahr?

(Lacht). Früher ganz klar mehr. Beim Chriesnen sind nicht immer alle Früchte in den Korb gewandert. Aber ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich jetzt nur noch selten Chriesi esse. Dafür geniesse ich sie umso mehr.

Hast du ein Lieblings-Chriesirezept?

Oh ja, das ist die Chriesi-Konfi von meinem Grosi. Unschlagbar. Ein grosses Sorry an alle Kirschtortenliebhaber!

Du hast bei der Zuger Kantonalbank die Lehre als Kaufmann EFZ abgeschlossen und arbeitest seit Juli 2020 als Privatkundenberater in der Geschäftsstelle im Einkaufscenter Zugerland. Haben Chriesi und deine Funktion als Privatkundenberater etwas gemeinsam?

Ja, ich finde schon. Bevor man Chriesi ernten kann, muss man sich um den Baum sorgen und ihn pflegen. Er braucht eine starke Verwurzelung, um zu blühen und später Chriesi reifen zu lassen. Bei der Beratung ist das auch so: Ich kümmere mich um meine Kundinnen und Kunden, baue in persönlichen Gesprächen Vertrauen auf und pflege den Kontakt. In den Gesprächen erarbeiten wir gemeinsam Lösungen, bevor wir dann hoffentlich «ernten» können.

Was macht dir bei deiner Arbeit als Privatkundenberater am meisten Spass?

Mir gefällt der Kontakt zu Menschen. Ich rede gerne, das weiss übrigens auch mein ehemaliger Berufsbildner. Ich liebe es, meinen Kundinnen und Kunden unsere Produkte und Dienstleistungen zu erklären, ihnen bei ihren finanziellen Anliegen zu helfen und Lösungen vorzuschlagen.

Was bedeutet für dich ein gutes Team?

In einem guten Team kann man immer auf gegenseitige Unterstützung zählen. Und man motiviert sich gegenseitig und «versüsst» einander den Arbeitstag mit einer guten Prise Humor.

Hast du berufliche Pläne?

Zurzeit befinde ich mich im zweiten Jahr meiner Weiterbildung zum dipl. Betriebswirtschafter. Die Zuger Kantonalbank unterstützt mich finanziell. Und ich konnte mein Pensum reduzieren, damit ich Zeit für die Schule und fürs Lernen habe. Das schätze ich sehr. Zudem stehe ich intern im Entwicklungsprozess zum Fachberater.

Die Chriesiernte ist in vollem Gange. Wirst du bei der Ernte wieder helfen?

Natürlich. Glücklicherweise haben wir vor einigen Jahren vom traditionellen zum modernen Chriesnen gewechselt. Wir mieten jetzt eine Maschine, die die Bäume innert Minuten von allen Chriesi freischüttelt und uns so arbeitsreiche Tage spart. Inzwischen benötigen wir noch knapp zwei Tage für unsere Ernte. In einem guten Jahr ernten wir rund 6 Tonnen Chriesi. Aber trotz der Maschine pflücke ich immer noch einige Chriesi von Hand – so wie früher. Die meisten esse ich aber gleich. Es gibt nichts Besseres als Chriesi direkt vom Baum.

 Eine Kirschenkultur und eine gute Beratung haben für mich einiges gemeinsam: Es braucht gute Pflege, und es gilt Sorge zu tragen: bei den Kirschen zum Baum, bei der Beratung zur Kundin oder zum Kunden. Persönliche Gespräche stärken das Vertrauen, damit gemeinsam Lösungen erarbeitet werden können, die dann hoffentlich zu einer guten Ernte führen.

Florian Annen, Privatkundenberater in der Geschäftsstelle Einkaufscenter Zugerland der Zuger Kantonalbank

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Doris Zetzema

Doris Zetzema

Doris Zetzema, Projektleiterin Kommunikation, kam 2014 als Quereinsteigerin zu uns. Sie jongliert gerne mit Wörtern und Sätzen, feilt am Text, bis er optimal auf die Leserinnen und Leser abgestimmt ist. Wichtig in ihrer Kommunikation: immer auf Augenhöhe, viel Empathie und ein lockerer Schreibstil. Sie mag Geschichten über Menschen, fühlt gerne auf den Zahn. Privat ist sie am liebsten mit ihrer Harley unterwegs.


Kategorien: Leben

Tags: Mitarbeitende , Zug


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