Wie aus einem Modellbauhaus neue Perspektiven entstehen

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Was in der Schreinerei der Stiftung zuwebe entsteht, ist auf den ersten Blick ein detailgetreues Modell unseres Hauptsitzes. Doch hinter jedem Handgriff steckt mehr: Konzentration, Stolz und die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Eine Idee, die verbindet

Im Chlösterli in Unterägeri wächst derzeit eine besondere Ausstellung: Modellhäuser von regionalen Unternehmen machen bekannte Gebäude im Kleinformat erlebbar. Initiiert wurde das Projekt vom Chlösterli selbst. Umgesetzt wird es gemeinsam mit der Stiftung zuwebe.

Die beteiligten Unternehmen finanzieren ihre Modelle. Gefertigt werden sie in der Schreinerei der Stiftung zuwebe. Auch wir sind Teil dieses Projekts und lassen unseren Hauptsitz als Modellbauhaus umsetzen.

Wo Arbeit mehr bedeutet

Beim Besuch in der Schreinerei wird schnell klar: Hier geht es nicht nur um Präzision und handwerkliches Können. Es geht um Menschen. Bevor die ersten Teile zugeschnitten werden, bereiten Fachpersonen den Weg: Sie planen das Modell, beschaffen die Materialien und strukturieren die Arbeitsschritte so, dass die Klienten möglichst selbstständig daran arbeiten können. Rund 60 Stunden investieren die Klienten in unser Modellbauhaus – mit Sägen, Schleifen und Zusammensetzen.

Die Stiftung zuwebe und ihre Schreinerei

Die Stiftung zuwebe engagiert sich für die berufliche und soziale Integration von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Sie schafft Arbeitsplätze, fördert individuelle Fähigkeiten und begleitet Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung.

Ein wichtiger Teil ist dabei die Schreinerei: Hier werden neben Projekten wie dem Modellbauhaus auch ganz unterschiedliche Aufträge aus dem Alltag umgesetzt. Dazu gehören Einzelstücke für Privatpersonen, etwa Möbel oder Geburtstafeln, ebenso wie interne und externe Massanfertigungen.

Die Vielfalt der Arbeiten ermöglicht es, auf unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse einzugehen – was gleichzeitig eine reale, sinnstiftende Arbeit mit sichtbaren Ergebnissen schafft.

Entwicklung im Fokus

In der Schreinerei arbeiten Fachpersonen, eine Lernende oder ein Lernender sowie Klienten mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen. Jede Klientin und jeder Klient wird durch eine Bezugsperson begleitet. Das schafft Vertrauen und Kontinuität. Einige Fachpersonen absolvieren eine rund zweieinhalbjährige Weiterbildung in Arbeitsagogik. Dabei lernen sie, Arbeit gezielt als Instrument einzusetzen, um Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten. Im Mittelpunkt steht nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin.

Ein Modell mit Bedeutung

Unser Modell ist bereits das neunte Haus, das für die Ausstellung im Chlösterli entsteht. Mit jedem fertigen Detail wächst nicht nur das Modell, sondern auch das Selbstvertrauen derjenigen, die daran arbeiten. Was am Ende sichtbar wird, ist deshalb mehr als ein Gebäude im Kleinformat – es ist ein Ausdruck von Engagement, Zusammenarbeit und persönlichem Fortschritt.

Engagement, das sichtbar wird

Projekte wie dieses zeigen, wie vielfältig regionales Engagement gelebt werden kann. Sie verbinden soziale Institutionen, lokale Initiativen und Unternehmen und schaffen echte Begegnungen. Wir freuen uns, Teil dieses Projekts zu sein – und darauf, unser Modellbauhaus bald im Chlösterli zu sehen.

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Eveline Zumbühl

Eveline Zumbühl

Eveline Zumbühl, Beraterin Kommunikation, verantwortet das Vergabungsprogramm der Zuger Kantonalbank. Sie begleitet die Anliegen von Vereinen und gemeinnützigen Institutionen im Kanton Zug und setzt sich für ein vielfältiges lokales Engagement ein. Ihre Erfahrung und Kompetenzen in der digitalen Kommunikation bringt sie gezielt in die Kommunikationsarbeit ein. In ihrer Freizeit sucht sie den Ausgleich in der Bewegung – am liebsten in der Natur, auf dem Bike oder im Fitnessstudio.


Kategorien: Leben

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