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Mo, 02. Sep 2019

Prämienverbilligung im Kanton Zug

Meine Steuerkunden fragen mich oft, ob sie in der Steuererklärung den Kinderabzug weglassen und dafür die Prämienverbilligung für ihre Kinder beantragen sollen. Was ist sinnvoller?

Praemienverbilligung

Kinderabzug in der Steuererklärung

Prämienverbilligungen sind kantonale Finanzierungshilfen für Krankenkassenversicherte, die in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Die Steuerfaktoren sind entscheidend dafür, ob man eine Verbilligung erhält oder nicht. Verbilligt wird die Grundversicherung. Die Beiträge werden in der Regel von der Ausgleichskasse direkt an die Krankenkasse überwiesen. Der Kinderabzug in der Steuererklärung der Mutter wird für unseren Fall für volljährige Kinder in Ausbildung bis zum Alter 25 gewährt. Wichtig ist vor allem die frühzeitige Planung. Denn der Prämienverbilligung für 2020 liegt die Steuererklärung 2018 zugrunde. Falls Sie in der Steuererklärung 2018 einen Kinderabzug eingetragen haben, können Ihre Kinder keinen eigenen Prämienverbilligungsantrag ausfüllen. Das Einkommen und das Vermögen der ganzen Familie werden für die Berechnung herangezogen. Durch diesen Umstand ist das Einkommen oftmals zu hoch, und man hat keinen Anspruch auf eine Prämienverbilligung.

Wurde in der Steuererklärung 2018 kein Kinderabzug beantragt, können Ihre Kinder im Jahr 2020 einen eigenen Antrag ausfüllen. Interessant ist dies vor allem für studierende junge Erwachsene ohne eigenes Einkommen und mit Eltern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Die Kinder müssen nicht zu Hause wohnen, um davon Gebrauch zu machen.

Berechnungsbeispiel

Deborah ist geschieden. Ihr 20 Jahre alter Sohn Matthias hat vor Kurzem sein Studium an der Universität St. Gallen begonnen. Sie wohnen zusammen in Zug in einer Mietwohnung. Das Nettoeinkommen von Deborah beträgt 50’000 Franken. Das steuerbare Einkommen von Deborah gemäss Steuererklärung 2018 (Annahme mit allen ordentlichen Abzügen) sieht folgendermassen aus:

Variante 1 ohne Kinderabzug

Steuerbares Einkommen

mit allen Abzügen ohne Kinderabzug

CHF 30'000.00

Steuerschuld

Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuern

CHF 1'609.00

Prämienverbilligung

da kein Kinderabzug gemacht wurde

+ CHF 2'957.00

Mehrwert

+ CHF 1'348.00

Variante 2 mit Kinderabzug

Steuerbares Einkommen

mit allen Abzügen inkl. Kinderabzug

CHF 3’800.00

Steuerschuld

Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuern

CHF 38.00

Prämienverbilligung

da Kinderabzug gemacht wurde

keine

Mehrwert

CHF 00.00

Wenn die Mutter in ihrer Steuererklärung den Kinderabzug macht, bezahlt sie 38.00 Franken Steuern. Wenn sie den Kinderabzug nicht macht, bezahlt sie 1'609.00 Franken Steuern. Macht die Mutter den Kinderabzug nicht geltend, kann der Sohn einen eigenen Anspruch auf die Prämienverbilligung realisieren und erhält 2'957.00 Franken. Der Mehrwert beträgt also 1'348.00 Franken. Auf der Website der Ausgleichskasse Zug kann die Prämienverbilligung von Matthias einfach berechnet werden.

Fazit

Durch das Weglassen der Kinderabzüge spart Deborah 1'386.00 Franken. Bei grösseren steuerbaren Einkommen lohnt es sich meist, den Kinderabzug in der Steuererklärung vorzunehmen.

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Bild: © bilderstoeckchen – stock.adobe.com


Rolf Müller

«Steuern sind Pflicht – Optimierung ist erlaubt.»

Rolf Müller

Steuerberater


Kategorien: Private Vorsorge , Steuern

Tags: Prämienverbilligung , Steuern , Steuerservice


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