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Di, 29. Okt 2019

Prämienverbilligung im Kanton Zug

Meine Steuerkunden fragen mich oft, ob sie in der Steuererklärung den Kinderabzug weglassen und dafür die Prämienverbilligung für ihre Kinder beantragen sollen. Was ist sinnvoller?

Praemienverbilligung

Kinderabzug in der Steuererklärung

Prämienverbilligungen sind kantonale Finanzierungshilfen für Krankenversicherte, die in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Die Steuerfaktoren sind entscheidend dafür, ob man eine Verbilligung erhält oder nicht. Verbilligt wird die Grundversicherung. Die Beiträge werden in der Regel von der Ausgleichskasse direkt an die Krankenkasse überwiesen. Der Kinderabzug in der Steuererklärung der Eltern wird für unseren Fall für volljährige Kinder in Ausbildung bis zum Alter 25 gewährt. Wichtig ist vor allem die frühzeitige Planung. Denn der Prämienverbilligung für 2020 liegt die Steuererklärung 2018 zugrunde. Falls Sie in der Steuererklärung 2018 einen Kinderabzug eingetragen haben, können Ihre Kinder keinen eigenen Prämienverbilligungsantrag ausfüllen. Das Einkommen und Vermögen der ganzen Familie werden für die Berechnung herangezogen.

Wurde in der Steuererklärung 2018 kein Kinderabzug beantragt können Ihre Kinder im Jahr 2020 einen eigenen Antrag ausfüllen.

Berechnungsbeispiel

Herr und Frau Iten leben mit Ihrem Sohn in Zug. Der Sohn mit Jahrgang 1998 studiert und hat kein Erwerbseinkommen.

Reineinkommen (Code 299 der Steuererklärung). Dieses Einkommen wird für die Berechnung der Prämienverbilligung herangezogen. Die Familie Iten hat kein Vermögen und auch keine Einzahlung in die Säule 3a getätigt.

Auf der Webseite der Ausgleichskasse Zug kann die Prämienverbilligung einfach berechnet werden.

Ergebnis

* Reineinkommen 60'000.00: Kinderabzug «ja», da bei jeder Variante 7'478.00 Prämienverbilligung ausbezahlt werden.

** Reineinkommen 80'000.00: Kinderabzug «nein», da der Sohn als Einzelperson 2'957.00 Prämienverbilligung erhält und die steuerliche Mehrbelastung ohne Kinderabzug nur 1'578.00 beträgt.

** Reineinkommen 100'000.00: Kinderabzug «nein», da der Sohn als Einzelperson 2'957.00 Prämienverbilligung erhält und die steuerliche Mehrbelastung ohne Kinderabzug nur 1'962.00 beträgt.

*** Reineinkommen ab 150'000: Kinderabzug «ja», da die steuerliche Mehrbelastung ohne Kinderabzug höher ist als die Prämienverbilligung.

Fazit

Das Beispiel bezieht sich auf ein verheiratetes Ehepaar mit einem Sohn. Es können aber verschiedene Konstellationen entstehen wie zum Beispiel die Steuerpflichtigen haben mehrere Kinder (minderjährig/volljährig), Art des Zivilstandes (verheiratet/geschieden), Einkommen der Kinder usw. Deshalb ist jede Situation individuell zu klären.

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Bild: © motortion – stock.adobe.com


Rolf Müller

«Steuern sind Pflicht – Optimierung ist erlaubt.»

Rolf Müller

Steuerberater


Kategorien: Private Vorsorge , Steuern

Tags: Prämienverbilligung , Steuern , Steuerservice


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