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Vorsorgeblog: Wir begleiten Sie im Leben.

Wie sorge ich am besten privat vor? Was muss ich bei einem Jobwechsel beachten? Machen Lebensversicherungen noch Sinn? Kann ich mir eine Frühpensionierung leisten? Muss ich als Firmeninhaber zusätzlich privat vorsorgen? Fragen über Fragen, die wir Ihnen hier auf unserem Blog gerne beantworten. 

Egal ob Finanzplanung, Steuern, private oder berufliche Vorsorge, Güter- und Erbrecht: Unsere Fachspezialisten sind Profis auf diesen Gebieten.  Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen – hier auf unserem Blog oder im persönlichen Beratungsgespräch.

Mo, 19. Okt 2020

Pensionskassenguthaben für Eigenheimkauf? Darauf müssen Sie unbedingt achten!

In der Schweiz sind 56 Prozent der Wohnbevölkerung Mieter, doch der Trend zum Eigenheimerwerb nimmt weiter zu. Das liegt mit Sicherheit auch an der Zinsentwicklung seit dem Jahrtausendwechsel. Eine willkommene Finanzierungsquelle für die aufzubringenden Eigenmittel bietet sich hierzu über das Wohneigentumsförderungsgesetz (WEFG) an, das den Bezug von angespartem Altersguthaben für selbst genutztes Wohneigentum aus der Pensionskasse erlaubt. Doch aufgepasst: Vor dem Kapitalbezug sollten die Auswirkungen auf die eigene Vorsorgesituation unbedingt abgeklärt werden.

Pensionskassenguthaben

Bild: © Adobe Stock, luckybusiness

Geld aus der Pensionskasse nehmen – Nachteil oder Vorteil?

Lukas (34) und Martina (33) sind vor einem Jahr mit der Geburt von Joël erstmals Eltern geworden. Nun möchten sie das Familienleben auch in den eigenen vier Wänden geniessen und haben sich deshalb für den Kauf einer Eigentumswohnung entschieden. Ein Erbvorbezug der Eltern, etwas Erspartes sowie ein Vorbezug aus der Pensionskasse von Lukas sollen die benötigten Eigenmittel liefern. Weil sie sich bei ihrer Hausbank sehr gut betreut fühlen, holen sie sich fachmännischen Rat und wollen wissen, welche Auswirkungen dieses Finanzierungsmodell auf ihre Vorsorge hat. Ihr persönlicher Berater erstellt hierzu eine Vorsorgeanalyse. Diese zeigt auf, welchen Einfluss der beabsichtigte Vorbezug auf die versicherten Leistungen haben würde. Bald stellt sich heraus, dass Lukas in einer Pensionskasse versichert ist, die nach dem Beitragsprimat finanziert ist. Dieses besagt, dass die versicherten Leistungen abhängig sind von der Höhe des angesparten Altersguthabens. Wenn nun also Lukas für sein Eigenheim ein Teilguthaben vorbezieht, dann nimmt dieses ab, und seine Renten bei Invalidität, Tod und im Alter ebenfalls. Wenn nun Lukas den Vorbezug dennoch tätigt, wird er möglicherweise zusätzliche Risikoversicherungen für den Invaliditäts- und Todesfall abschliessen müssen, um die Vorsorgelücken wieder auszugleichen.

Pensionskassen: Beitragsprimat vs. Leistungsprimat

Anders sähe es aus, wenn sein Arbeitgeber nur die Altersleistungen abhängig macht vom dereinst angesparten Altersguthaben – also im Beitragsprimat führt, jedoch die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod ins Verhältnis zum versicherten Lohn setzt. Dieses Modell nennt man Leistungsprimat. Das kostet zwar etwas mehr für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber es hat den entscheidenden Vorteil, dass die versicherten Risikoleistungen in der Pensionskasse bei jedem Lohnanstieg im definierten Leistungsverhältnis mitwachsen. Und im Fall von Lukas hätte ein Vorbezug seines Altersguthabens bei diesem Vorsorgemodell keinen Einfluss auf seine Risikodeckung – lediglich auf die künftigen Altersleistungen. Für Lukas hat sein Berater dennoch einen Weg gefunden, die benötigten Eigenmittel aufzutreiben, ohne seine Risikoabsicherung zu schwächen. Da Martina die nächsten Jahre nicht ins Berufsleben zurückkehren wird, kann sie ihr bisher erworbenes Freizügigkeitsguthaben nun für den Eigenheimkauf einsetzen. Zudem besitzen sie und Lukas noch zwei Säule-3a-Konten, die entweder als Sicherheit für bessere Hypothekarkonditionen verpfändet oder zur Erhöhung der Eigenmittel vorzeitig ausbezahlt werden können.

Ende gut, alles gut? Nicht ganz, denn Lukas wird nun das Gespräch mit seinem Arbeitgeber suchen und den Vorschlag einbringen, das aktuelle Vorsorgereglement dahingehend zu ändern, dass die Risikoleistungen künftig im Leistungsprimat definiert sind und damit allen Angestellten eine bessere Vorsorgesituation ermöglichen.


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Rolf Schäppi

«In einer wirklich guten Pensionskasse halten die Risikoleistungen Schritt mit der beruflichen Karriere.»

Rolf Schäppi

Berater Berufliche Vorsorge


Kategorien: Berufliche Vorsorge , Vorsorgeblog

Tags: Eigenheimkauf , Pensionskasse , WEF , Wohneigentumsförderung


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