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Die Coronavirus-Pandemie setzt auch dem Vermögen der Pensionskassen zu. Sind unsere Renten noch sicher?

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Die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf das Zusammenleben, unsere persönliche Freiheit, die Börsen und die Wirtschaft sind von historischem Ausmass. Die Aktienmärkte haben in extrem kurzer Zeit über 30 Prozent an Wert verloren. Als Folge davon hat sich der Deckungsgrad der Schweizer Pensionskassen seit Ende 2019 stark reduziert.

Bild: © Adobe Stock, denisismagilov

Corona und die Situation der Pensionskassen

Die Reduktion beträgt je nach Pensionskasse bzw. deren Anlagestrategie rund 5 bis 10 Prozent im ersten Quartal. In der Zwischenzeit haben sich die Börsen teilweise erholt, und das erwähnte Minus hat sich reduziert – jedoch bleiben sowohl Schwankungen als auch die Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung hoch.

Für die meisten Pensionskassen ergibt sich aus der Entwicklung seit Anfang 2020 kein akuter Handlungsbedarf. Dank der vergangenen guten Börsenjahre liegt der Deckungsgrad vieler Pensionskassen über 100 Prozent. Allein das vergangene Jahr 2019 brachte gemäss Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index einen Zuwachs von 11,5 Prozent.

Coronavirus: Ist meine Rente sicher?

Generell müssen sich Pensionskassen und deren Versicherte noch keine Sorgen machen; die Renten sind weiterhin sicher. Die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre wird jedoch massgeblich durch die Coronavirus-Pandemie geprägt. Eine Rezession ist sicher. Die globale Wirtschaftstätigkeit wird gemäss Prognosen des Internationalen Währungsfonds 2020 um rund 3 Prozent schrumpfen. In der Schweiz ist ein Minus von 6 Prozent prognostiziert und damit etwas weniger als im übrigen Europa. Dies wäre ein viel grösserer Einbruch als in der globalen Finanzkrise 2009, als das weltweite Bruttoinlandprodukt um 0,1 Prozent zurückging.

Wie geht es nach Corona weiter?

Wenn die Pandemie in der zweiten Jahreshälfte 2020 abklingt und die wirtschaftspolitischen Stützungsmassnahmen die gewünschten Auswirkungen zeigen, dann ist gemäss Währungsfonds für 2021 ein relativ starker Wiederaufschwung der Weltwirtschaft von 5,8 Prozent zu erwarten. Diese Prognosen sind aufgrund der vielen Wirkungsfaktoren der Pandemie, Wirtschaft, Politik, Bevölkerung usw. sehr unsicher. 

Mit diesen düsteren Perspektiven konfrontiert, sollten Pensionskassen in Abhängigkeit von Deckungsgrad, Anlagestrategie und Versichertenbestand und den daraus abgeleiteten Rentenverpflichtungen bereits 2020 Sanierungsmassnahmen prüfen. Dies können beispielsweise eine Nullverzinsung der überobligatorischen Altersguthaben und/oder Sanierungsbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sein. Hektik oder verfrühte Sanierungsmassnahmen sollten jedoch vermieden werden. Auch hier gilt ein allgemeiner Grundsatz der Vorsorge: Eine vorausschauende und umfassende Vorsorgeplanung hilft, finanzielle Sorgen zu entsorgen. Damit die Renten trotz Coronavirus-Pandemie auch langfristig gesichert bleiben.

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Daniel Kohler

Daniel Kohler

Seit 22 Jahren beschäftigt er sich mit der Vorsorge. Seine Leidenschaft für das komplexe Thema ist ungebrochen. Altersvorsorge beschäftigt die Bevölkerung stark. Er will Menschen überzeugen, dieses «Buch mit sieben Siegeln» zu öffnen. Und Menschen helfen, ihre Sorgen, die mit Vorsorge zusammenhängen, zu entsorgen. Er liebt offene Räume und frische Luft – und ist deshalb oft auf dem See oder in den Bergen anzutreffen.


Kategorien: Zukunft

Tags: Pensionierung , Private Vorsorge


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