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Digitaler Nachlass – auch das ist Vorsorge

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Sie haben sicherlich einen E-Mail-Account, wahrscheinlich auch ein oder mehrere Social-Media-Profile und führen diverse weitere Online-Konten zum Beispiel bei Shopping-Portalen. Fast jeder von uns hat einen digitalen Nachlass. Denn die Online-Welt ist allgegenwärtig. Ich persönlich habe ehrlich gesagt keinen Überblick mehr, wo ich mich überall mal angemeldet habe, um Kleider oder Tickets zu bestellen, Ferien zu buchen, oder wo genau ich all meine Fotos abgespeichert habe. Es ist also ratsam, sich darüber nicht nur Gedanken zu machen, sondern auch vorzusorgen – Ihnen selbst und Ihren Erben zuliebe.

© Adobe Stock, nmann77

Passwörter und Logins – soziale Netzwerke nutzen

Das Wichtigste ist, dass Sie den Zugang zu Ihren Konten, Profilen und Portalen notieren. So machen Sie es Ihren Erben einfacher, überhaupt darauf zugreifen zu können. Egal ob Sie für Ihren Nachlass einen Willensvollstrecker einsetzen oder nicht – mit dem richtigen Passwort ist es für die Person einfacher. Speichern Sie dafür Ihre Liste beispielsweise auf einen Stick, oder drucken Sie sie aus und bewahren sie an einem sicheren Ort auf. Möglich ist auch die Nutzung eines Passwort-Managers. Dafür müssten Sie aber einer Vertrauensperson dieses Login anvertrauen. Auch Google bietet für seine Tools (Gmail, YouTube usw.) einen Inaktivmanager an. Ebenso bietet Facebook Hilfe an, um einen Nachlasskontakt auszuwählen. Prüfen Sie also am besten, welche Dienste Ihr E-Mail-Anbieter, die von Ihnen genutzten Social-Media-Plattformen usw. für Sie bereithalten.

Digitaler Willensvollstrecker

Sie möchten, dass gewisse Daten nicht an Ihre Erben übergehen? Dann kommen Sie nicht darum herum, einen digitalen Willensvollstrecker einzusetzen (Weitere Informationen).
Beachten Sie aber, dass das aktuelle Gesetz den tatsächlichen Verhältnissen etwas hinterherhinkt. Denn oft sind beispielsweise Provider, die Ihre Daten speichern, im Ausland ansässig. Welches Recht ist dann überhaupt anwendbar?

«Wie Sie lesen können: Sterben 2.0 ist nicht einfach. Deswegen ist es wichtig, dass Sie vorsorgen.»

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Ina Gammerdinger

Ina Gammerdinger

Ina Gammerdinger, Digital Communication Specialist, war von 2018 bis Ende 2021 bei der ZugerKB. Sie sorgte dafür, dass die richtigen Themen die richtigen Personen erreichen. Ihre Arbeit war eine Mischung aus Redaktion, Social Media Hub, digitalem Labor und Schreibmaschine – sie ist so wandelbar wie ihre Texte. Am liebsten schreibt sie über gesellschaftliche Trends. Privat steht ihr Hund an erster Stelle.


Kategorien: Zukunft

Tags: Digital , Gesellschaft , Nachlass , Testament , Trends


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