Zuger Kantonalbank

Eigentumswohnungen

Kurze Vermarktungszeiten

Als eine der attraktivsten Wohnregionen der Schweiz verzeichnet der Kanton Zug eine anhaltend positive Nettozuwanderung. Das fördert die Nachfrage nach Wohneigentum. Die hohe Kaufkraft der Wohnungssuchenden und das günstige Finanzierungsumfeld verstärken die Nachfrage – obwohl die Preise bereits sehr hoch sind. Die Bautätigkeit mildert diese Dynamik nicht. Das Angebot an inserierten Eigentumswohnungen hat sich nach dem pandemiebedingten Einbruch immerhin etwas erholt. Mit 1,7 Prozent des Bestands lag es im zweiten Quartal 2026 aber weiterhin deutlich unter dem landesweiten Mittelwert von 3,9 Prozent – und bei nur rund der Hälfte des Niveaus von vor zehn Jahren. Verfügbare Wohnungen sind nur sehr kurz auf dem Markt. Im Sommer 2026 betrug die mittlere Insertionsdauer 35 Tage gegenüber 82 Tagen im landesweiten Durchschnitt.

Alle Zuger Regionen mit steigenden Preisen

Der Mangel an Angeboten treibt die Eigenheimpreise im gesamten Kanton Zug nach oben. Zwischen dem zweiten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 stiegen die Transaktionspreise für mittlere Eigentumswohnungen im Durchschnitt um 7,0 Prozent. Das ist genauso viel wie in der Vorjahresperiode und erneut deutlich mehr als im gesamtschweizerischen Mittel (4,3 Prozent). Dieses Bild zeigt sich in allen Marktregionen des Kantons. Die Preissteigerungen lagen in den vergangenen zwölf Monaten zwischen 5,3 Prozent (Berg) und 8,3 Prozent (Lorzenebene) – und damit durchwegs über dem Schweizer Durchschnitt. Selbst in der bereits sehr hochpreisigen Marktregion Zug/Walchwil, wo die Quadratmeterpreise für eine gängige Eigentumswohnung erst bei rund 20’000 Franken beginnen, liess die Zahlungsbereitschaft nicht nach: Die Preise legten dort nochmals um 5,8 Prozent zu.

Angebot bleibt weiterhin gering

Beim Stockwerkeigentum ist die Bautätigkeit verhalten, denn die Zahl der baubewilligten Einheiten sank bis Mitte 2026 erneut. Immerhin darf man angesichts der zuletzt eingereichten Baugesuche für rund 300 neue Wohnungen darauf hoffen, dass wieder etwas mehr Schub in die Bautätigkeit kommt. Bis aus den Plänen jedoch Angebote werden, wird noch einige Zeit vergehen. In den kommenden Monaten dürften die Eigenheimpreise im Kanton Zug deshalb weiter steigen. Die attraktiven Finanzierungskonditionen und die erwartete konjunkturelle Belebung dürften die rege Nachfrage stützen. Das Angebot wird sich nur wenig ausweiten. Die Ausweichmöglichkeiten auf den Zuger Mietmarkt sind zudem begrenzt, da dort ebenfalls kaum Wohnraum verfügbar ist.

Regionale Preisbandbreiten: Eigentumswohnungen

(in CHF pro Quadratmeter, 2026)

Regionale Preisbandbreiten: Eigentumswohnungen

Regionale Angebotsmengen: Eigentumswohnungen

(Anzahl angebotene Objekte pro Quartal)

Regionale Angebotsmengen: Eigentumswohnungen

Regionale Preisentwicklung: Eigentumswohnungen

(Index 1. Quartal 2016 = 100)

Regionale Preisentwicklung: Eigentumswohnungen

Marktausblick Eigentumswohnungen 2027

Marktausblick Eigentumswohnungen 2027

Erläuterung der jeweiligen Niveaus in der Tabelle Marktausblick

Preise: hoch = mehr als 5 Prozent über dem kantonalen Wert, mittel = weniger als 5 Prozent über oder unter dem kantonalen Wert, tief: = mehr als 5 Prozent unter dem kantonalen Wert Angebot: hoch = mehr als 20 Prozent über dem kantonalen Wert, mittel = weniger als 20 Prozent über oder unter dem kantonalen Wert, tief = mehr als 20 Prozent unter dem kantonalen Wert