Zuger Kantonalbank

Autorin: Yvonne Imbach

Ein Haus, viele Entscheidungen – und neue Ausblicke

Wie lassen sich Wohnqualität, Nachhaltigkeit und finanzielle Planung sinnvoll verbinden? Familie Gwerder hat den Weg dazu mit der Zuger Kantonalbank gefunden.

Wer in sein Eigenheim investiert, denkt selten nur an Zahlen. Es geht um Wohnqualität, Sicherheit und darum, das Zuhause für die Zukunft fit zu machen. Rebekka Lüthi Gwerder und Daniel Gwerder aus dem Ägerital haben genau das getan. Mit einer Photovoltaikanlage, neuen Fenstern und der Unterstützung der Zuger Kantonalbank haben sie ihr Haus Schritt für Schritt weiterentwickelt – und profitieren heute gleich mehrfach davon.

Wenn Rebekka Lüthi Gwerder und Daniel Gwerder über ihr Zuhause sprechen, fallen Worte wie Geborgenheit, Familie und Vertrautheit. Seit gut zehn Jahren lebt das Ehepaar mit seinen drei Kindern im Alter von 14, 15 und 16 Jahren im Eigenheim im Ägerital. Hier verbringen sie ihren Alltag, feiern Familienfeste und geniessen gemeinsame Momente. Für die 45-jährige Logopädin in Ausbildung und den 50-jährigen Lehrer ist das Haus weit mehr als ein Gebäude. Es ist Lebensmittelpunkt und Rückzugsort zugleich.

«Wer ein Haus besitzt, muss langfristig denken.»

«Unser Zuhause bedeutet für uns Sicherheit, Zusammenhalt und Lebensqualität», sagt Rebekka Lüthi Gwerder. Das Haus gehört seit Jahren zur Familiengeschichte, es ist ihr Elternhaus. Als die Familie einzog, war die Liegenschaft bereits rund 25 Jahre alt. Trotzdem präsentierte sie sich in einem ausgezeichneten Zustand. Schon die Eltern von Rebekka Lüthi Gwerder hatten laufend investiert und kurz vor dem Auszug sogar das Dach und die Heizung erneuert. Dennoch war für die Familie von Anfang an klar, dass ein Eigenheim regelmässige Investitionen erfordert. «Uns war bewusst, dass früher oder später weitere Erneuerungen anstehen würden», sagt Daniel Gwerder. «Wer ein Haus besitzt, muss langfristig denken.»

Genau dieses langfristige Denken prägte auch die Entscheidungen der vergangenen Jahre. Nachhaltigkeit spielte dabei schon früh eine Rolle. Nicht als Trend, sondern als Haltung. «Wir haben bei Arbeiten im und ums Haus immer auf Qualität geachtet und nicht einfach die günstigste Lösung gesucht», erklärt Rebekka Lüthi Gwerder. «Uns war wichtig, eine vernünftige Balance zwischen Kosten und Nutzen zu finden.»

Neues Elektroauto gab den Anstoss

Der entscheidende Anstoss für das nächste grössere Projekt kam allerdings nicht direkt vom Haus selbst, sondern von einer anderen Investition: dem Kauf eines Elektroautos. Mit dem neuen Fahrzeug stellte sich plötzlich die Frage, wie sich der dafür benötigte Strom möglichst nachhaltig erzeugen liesse.

Die Suche nach Antworten führte das Ehepaar an eine öffentliche Informationsveranstaltung zu erneuerbaren Energien in der Ägerihalle in Unterägeri. Dort tauschten sie sich mit Fachleuten aus und erhielten Einblicke in verschiedene Möglichkeiten der Energiegewinnung. Aus einer ersten Idee wurde rasch ein konkretes Vorhaben. «Nach den Gesprächen war für uns ziemlich schnell klar, dass wir das Thema Photovoltaik weiterverfolgen möchten», erinnert sich Daniel Gwerder. An derselben Veranstaltung hörten die beiden erstmals vom Grünen Kredit der Zuger Kantonalbank. Diese Finanzierungsmöglichkeit stiess bei ihnen auf grosses Interesse. Ausschlaggebend war, dass der Grüne Kredit zinsfrei ist und über acht Jahre zurückbezahlt werden kann.

Gemeinsam mit einem ortsansässigen Elektriker konkretisierte die Familie ihre Pläne. Die Photovoltaikanlage erhielt Priorität. Einerseits wegen des Elektroautos, andererseits wegen des Wunsches, einen grösseren Teil des eigenen Energiebedarfs selbst zu decken. «Wir fanden die Vorstellung attraktiv, unabhängiger zu werden und unseren eigenen Strom zu produzieren», sagt Rebekka Lüthi Gwerder.

Die Berechnungen zeigten, dass sich die Investition langfristig lohnen würde. Neben den Einsparungen bei den Stromkosten spielte auch die Reduktion der Treibstoffkosten eine Rolle. Unterstützung erhielt die Familie dabei von ihrem Elektriker, der verschiedene Szenarien durchrechnete und die zu erwartende Amortisationszeit aufzeigte.

Photovoltaik

Besonders positiv überrascht die Familie, dass die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach die ursprünglichen Erwartungen übertrifft.
Bild: Eveline Beerkircher

Eine weitere, noch grössere Investition

Parallel zur Planung der Photovoltaikanlage beschäftigten sich die Gwerders mit einer weiteren Investition: dem Ersatz der Fenster. Die bestehenden Elemente waren in die Jahre gekommen, ein blindes Fenster hier, erste Schimmelbildung da. Die Entscheidung fiel dem Ehepaar allerdings deutlich schwerer als jene für die Solaranlage.

«Bei den Fenstern waren wir uns zeitweise nicht sicher, ob die Investition wirklich sinnvoll ist», sagt Daniel Gwerder. «Die Kosten waren hoch, die Energieeinsparung im Vergleich eher bescheiden.» Hinzu kamen bauliche Herausforderungen. Da ihr Haus Teil einer Reihe von drei nahezu identischen Gebäuden ist, wollte die Familie das äussere Erscheinungsbild möglichst beibehalten. Ein grosses Glück ist, dass der damalige Architekt der drei Häuser immer noch arbeitet und trotz mittlerweile achtzig Jahren sehr interessiert an «seinem» Haus ist. Gemeinsam mit ihm wurden verschiedene Varianten geprüft. Vor allem der Wintergarten machte die Planung anspruchsvoll.

Letztlich überwogen andere Argumente. Nicht die Energieeinsparung stand im Vordergrund, sondern die Wohnqualität. Neue Fenster sorgen für ein angenehmeres Raumklima, mehr Komfort und eine zeitgemässe Wohnsituation. «Rückblickend war das die richtige Entscheidung», sagt Rebekka Lüthi Gwerder.

Fenster sanieren

«Wer ein Haus besitzt, muss langfristig denken.» Rebekka Lüthi Gwerder und Daniel Gwerder renovieren derzeit ihr Haus in Oberägeri.
Bild: Eveline Beerkircher

Zuger Kantonalbank ist Finanzierungspartnerin

Während die handwerklichen Arbeiten geplant wurden, führte die Familie Gespräche mit der Zuger Kantonalbank. Die Finanzierung verschiedener Projekte gleichzeitig wirft oft Fragen auf – insbesondere zur Tragbarkeit und zu den langfristigen Auswirkungen auf das Haushaltsbudget.

«Wir haben uns von unserer Kundenberaterin Janine Füchslin beraten lassen und die verschiedenen Möglichkeiten angeschaut», erzählt Rebekka Lüthi Gwerder. Die Zusammenarbeit mit der Bank sei unkompliziert und angenehm gewesen. Besonders geschätzt habe das Ehepaar die persönliche Betreuung durch Kundenberaterin Janine Füchslin. «Für uns war wichtig, eine Ansprechperson zu haben, die unsere Situation kennt und die notwendigen internen Abklärungen übernimmt», sagt Daniel Gwerder. «Dadurch konnten wir uns auf die eigentlichen Projekte konzentrieren.»

Die Finanzierung erwies sich als entscheidender Faktor. «Ohne diese Unterstützung hätten wir die verschiedenen Investitionen nicht in diesem Umfang realisieren können.» Während die neue Photovoltaikanlage mit dem Grünen Kredit der Zuger Kantonalbank finanziert werden konnte, ging die Familie bei dem wesentlich grösseren Projekt des Fensterersatzes einen anderen Finanzierungsweg. Auch hier bewies sich bei der Planung die Zuger Kantonalbank als echte Partnerin. Diese umfangreichen und kostenintensiven Renovationen können zusammen mit der Zuger Kantonalbank mittels Erhöhung der Hypothek finanziert werden. «Der Einsatz des Renovations- und Nachhaltigkeitsrechners der Zuger Kantonalbank half für einen guten Überblick», blickt Daniel Gwerder zurück.

Heute sind die Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen im Alltag deutlich spürbar. Besonders die Photovoltaikanlage hat das Bewusstsein der Familie verändert. Wo früher abstrakte Zahlen auf einer Stromrechnung standen, beschäftigen sich die Gwerders heute aktiv mit ihrem Energieverbrauch und ihrer Energieproduktion.

Erwartungen wurden übertroffen

«Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir sehen, wie viel Strom wir selbst produzieren», sagt Daniel Gwerder und blickt aufs Handy, das ihm alle relevanten Informationen per App liefert. Selbst an bewölkten Tagen könne ein grosser Teil des Eigenbedarfs gedeckt werden.

Besonders positiv überraschte die Familie, dass die Anlage die ursprünglichen Erwartungen übertraf. Obwohl das Dach nicht optimal ausgerichtet ist, fiel der Ertrag höher aus als prognostiziert. Anfang dieses Jahres kam zusätzlich ein Energiespeicher dazu. Seither wird nochmals deutlich weniger Strom aus dem Netz bezogen. «Wenn wir heute nochmals am Anfang stünden, würden wir den Speicher direkt zusammen mit der Photovoltaikanlage installieren», blickt Rebekka Lüthi Gwerder zurück.

Bereits wenige Wochen nach der Inbetriebnahme der Anlage stellte sich das Gefühl ein, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Investitionen zahlen sich nicht nur finanziell aus. Sie erhöhen auch die Wohnqualität und schaffen ein gutes Gefühl. «Es ist beruhigend zu wissen, dass unser Haus für die Zukunft gut aufgestellt ist», sagt Daniel Gwerder. «Und es macht Freude, einen Teil der Energie, die wir täglich benötigen, selbst zu produzieren.»

Für die Familie ist das Eigenheim heute mehr denn je das, was es schon immer war: ein Ort der Geborgenheit. Mit dem Unterschied, dass das Dach inzwischen einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Und wenn im Juli die neuen Fenster montiert sind, ist auch der herrliche Blick auf den nahen Ägerisee noch schöner.

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Melanie Akdeniz-Zgraggen

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Melanie Akdeniz-Zgraggen

Beraterin Finanzierungen, Zuger Kantonalbank

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