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20. Mai 2022

Familienglück im Sonnmattli

Monika Burri

Für Raluca und Philipp Hohl aus Unterägeri erfüllten sich in kurzer Zeit gleich zwei Wünsche: zuerst mit der Geburt ihres Sohnes und dann mit den eigenen vier Wänden.

Geldturm

Raluca und Philipp Hohl mit Henrik sind im Dezember in ihre Eigentumswohnung am Sonnmattliweg eingezogen.
Bild: Stefan Kaiser

Wie heisse Weggli gehen in Unterägeri die Eigenheime weg: Davon können bestimmt viele Suchende ein Liedchen singen. Auch Raluca und Philipp Hohl mussten lange suchen. Sie wurden nach fast zwei Jahren Ausschau endlich fündig. Seit Dezember bewohnen sie eine 4 ½-Zimmer-Wohnung im Zentrum von Unterägeri. Die junge Familie steht vor dem modernen Holzmehrfamilienhaus und überblickt den Garten. Die Umgebungsarbeiten sind noch in vollem Gange, ein Highlight für Sohn Henrik (2). «Er würde am liebsten den ganzen Tag dem Bagger zuschauen», sagt Raluca Hohl.

Alles passierte innerhalb von zwei Wochen

Das Ehepaar Hohl hat es sich auf dem Sofa in ihrer gemütlichen Wohnung bequem gemacht, Henrik spielt am Boden mit seinen Bauklötzen. Sie seien sehr happy, nun hier ihr Zuhause gefunden zu haben. Philipp Hohl erinnert sich noch gut daran, wie er per Whats-App von Bekannten die Information zur Wohnung bekam. «Ich erledigte ein paar Anrufe, dann waren wir in der engeren Wahl», so Hohl. Unter anderem habe er als Unterägerer vom «Einheimischen-Bonus» profitieren können.

Dann ging alles ganz schnell: Henrik kam auf die Welt und eine Woche später kam das Angebot für die Wohnung. «Innerhalb von zwei Wochen hat sich unser Leben grundlegend verändert. Das war für uns beide wohl die intensivste und emotionalste Zeit unseres Lebens », so die 35-Jährige, die als Fremdsprachenlehrerin arbeitet.

Virtuelle und unbürokratische Abwicklung

Der Kauf einer Wohnung ist meistens ein Entscheid, den die Käufer nicht alleine treffen können. Als es um die Finanzierung ging, kam bei der Familie Hohl sofort ihre Hausbank, die Zuger Kantonalbank, ins Spiel. Philipp Hohl ist schon seit seiner Kindheit Kunde bei der Bank, er musste sich somit nicht lange mit Vorabklärungen beschäftigen. Ziemlich unbürokratisch und schnell nahmen die Dinge ihren Lauf. «Wir sind von unserer Hausbank überzeugt und mit dem Service zufrieden, so dass wir gar keine andere Offerte eingeholt haben», berichtet der 37-Jährige. Natürlich hätten sie auch bei günstigen Onlinebanken anfragen können. «Aber einige dieser Angebote kamen mir einfach suspekt vor», sagt Philipp Hohl. Für ihn sei das Vertrauen in ein Finanzinstitut das Wichtigste. «Was nützen uns die günstigsten Zinsen, wenn wir uns nicht gut beraten fühlen?»

Nicht nur die Zinsen sind entscheidend

Wie so vieles unterlag auch das Bankgeschäft während zwei Jahren den Coronamassnahmen. Die Beratungsgespräche konnten nicht vor Ort durchgeführt werden. Doch das war kein Problem für die Kundenberaterin der Familie Hohl. Die Hypothekargespräche fanden einfach online statt – das kam der frischgebackenen Mutter eigentlich entgegen. «Nur zum Schluss sind wir doch noch nach Zug in den Geschäftssitz der Zuger Kantonalbank gefahren, um alles zu unterschreiben», so Philipp Hohl.

Eine Hypothek macht Sinn

Zur Finanzierung der Eigentumswohnung haben die Hohls nebst einem Teil des Ersparten ihr Guthaben aus der Säule 3a einfliessen lassen und eine Hypothek über acht und eine über zehn Jahre abgeschlossen. Etwas ungewohnt sei es für sie schon gewesen, ein Eigenheim mit einer Hypothek zu kaufen, sagt die gebürtige Rumänin. «Bei uns zu Hause möchten alle bis zur Pension das Eigenheim amortisieren. Schulden zu haben, bringt uns keine Vorteile.» Andere Länder, andere Sitten – doch die steuerlichen Vorteile hierzulande durch eine Hypothek waren dann doch ein überzeugendes Argument, die Wohnung sofort zu kaufen.

Zentral und trotzdem naturnah

Wie es die Adresse «Sonnmattli» bereits verrät, sind die Wohnungen in diesem Holzhaus in Richtung Sonne ausgerichtet. Ein helles Daheim war für Raluca und Philipp Hohl besonders wichtig. Zudem liegt das Mehrfamilienhaus in Seenähe, und in die Natur ist es auch nur ein Katzensprung. «Unsere Wünsche sind alle erfüllt. Und noch mehr, denn es ist auch noch sehr ruhig hier.» Der 37-Jährige steht am grossen Fenster im Wohnzimmer und zeigt Richtung Wildspitz. «Wir wandern mit Henrik im Rucksack oft hoch und schauen dann dankbar auf Unterägeri runter», so Hohl. Trotz des neuen Eigenheims freuen sich das Paar auf die Möglichkeit, wieder kurze Reisen zu unternehmen. Die zwei haben sich nämlich während ihres Studiums in England kennen gelernt und haben viele Freunde im Ausland. «Zudem möchten wir unserem Sohn gerne die Welt zeigen», so die 35-Jährige, die mehrere Sprachen fliessend spricht. Seit sie auch durch Henrik sesshaft geworden sei, würde sie das Zuhause noch mehr schätzen. Dieses Gefühl kennt auch ihr Mann. Als Leiter des Exports bei einem Landwirtschaftsmaschinenhersteller ist er oft im Ausland unterwegs. «Ich habe schon viele Länder gesehen und weiss somit genau, wie glücklich wir uns schätzen können, an einem so schönen Ort wie Unterägeri zu wohnen.


Nachgefragt

«Am wichtigsten ist das Bauchgefühl»

Der Kauf eines Eigenheims ist ein Wendepunkt und ein emotionaler Moment im Leben. Damit sich die Kaufenden auch langfristig wohlfühlen, beantwortet der Geschäftsstellenleiter Zug-Postplatz bei der Zuger Kantonalbank, Daniel Schmidiger, elementare Fragen.

Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie?
Der Kauf einer Immobilie muss gut überlegt sein. Ausschlaggebend sind die finanzielle Situation und die persönlichen Lebensumstände. Themen wie die einsetzbaren Eigenmittel, die Tragbarkeit, der Lebensmittelpunkt, die Anforderungen an die Immobilie und den Standort sowie der Markt und der Verkaufspreis sind von grosser Bedeutung und sollten entsprechend berücksichtigt werden. Stimmen die Rahmenbedingungen, dann zählt auch das Bauchgefühl: Wenn es sich gut anfühlt, ist es der richtige Zeitpunkt.

Sollte man eine Immobilie am besten mit einer sachverständigen Person anschauen?
Es ist entscheidend, um was für eine Liegenschaft es sich handelt und wie alt sie ist und ob man selbst den Zustand einer Immobilie beurteilen kann. Ältere Liegenschaften weisen tendenziell eher versteckte Mängel auf. Da macht es Sinn, einen Spezialisten zuzuziehen. Generell gilt: Um einer möglichen bösen Überraschung und somit einer unerwarteten Investition zu entgehen, ist es sicher sinnvoll, die Besichtigung mit einem Sachverständigen durchzuführen. Insbesondere, wenn das eigene Know-how fehlt.

Müssen gerade Familien beim Wohnungskauf besondere finanzielle Aspekte beachten?
Nicht nur bei Familien ist die Tragbarkeit und der Einsatz der Eigenmittel ein wichtiges Thema. Generell ist es nicht empfehlenswert, sämtliche Guthaben zu investieren und alle Reserven aufzubrauchen. Das verfügbare Einkommen ist sehr entscheidend, damit die Tragbarkeit auch mit einem reduzierten oder gar nur mit einem Einkommen gewährleistet ist. Und wenn Vorsorgegelder für die Finanzierung verwendet werden, ist die Absicherung der Familie im Detail zu durchleuchten, damit die finanzielle Sicherheit gewährleistet bleibt.

Welche Hauskäuferinnen oder -käufer wählen besser flexible Hypothekarzinsen?
Das hängt sehr von der persönlichen Situation, der Sparquote, dem angesparten Vermögen und dem aktuellen Zinsniveau ab. Nehmen wir als Beispiel eine Familie, bei welcher die Sparquote aufgrund des aktuellen Budgets mit reduziertem Einkommen eher klein ist: Bei den aktuellen Zinssätzen ist eine Festhypothek die empfehlenswertere Variante. Sind Flexibilität und beispielsweise ausserordentliche Amortisationen wichtige Aspekte, kann eine Lösung mit flexiblen Hypothekarzinsen durchaus Sinn machen.

Wie können Sparen und der Kauf einer Immobilie am besten kombiniert werden?
Ganz klar mit der indirekten Amortisation über die Säule 3a, um so auch steuerlich einen optimierten Weg zu gehen. Es ist auch sehr wichtig, die nötigen Investitionen am Objekt nicht zu vernachlässigen, damit das Objekt in gutem Zustand und so der Wert erhalten bleibt. Auch steuerlich ist dies vorteilhaft. Und meine Empfehlung ist, generell mit einem Zinsaufwand von fünf Prozent zu rechnen und die Differenz zum aktuellen Zinsniveau auf die Seite zu legen. Am besten mit einem Fondssparplan, um für zukünftige Amortisationen und Investitionen gewappnet zu sein.

Daniel Schmidiger

Daniel Schmidiger

Geschäftsstellenleiter Zug-Postplatz